Innovationsbericht

EU sieht Österreich auf dem Weg zur Weltspitze

9. Juni 2011, 21:06

Heimischer Fortschritt bei Forschung und Entwicklung deutlich über dem EU-Schnitt

Brüssel - Die EU-Kommission stellt Österreich im Bereich von Forschung und Entwicklung (F&E) ein gutes Zeugnis aus: Sollte sich der Trend des letzten Jahrzehnts fortsetzen, ist Österreich auf dem Weg zur Weltspitze, heißt es im ersten Innovationsbericht.

Österreich nähere sich nämlich einer Rate von vier Prozent des BIPs an. Geht die Entwicklung in diesem Sinne weiter, bringe das Österreich auf Werte ähnlich jenen von Schweden, Finnland, Südkorea oder Japan.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung hätten in Österreich im letzten Jahrzehnt zugenommen - von 1,94 Prozent des BIPs im Jahr 2000 auf 2,79 Prozent 2010. Diese Entwicklung sei deutlich über dem EU-Durchschnitt und habe Österreich ermöglicht, sich dem Lissabon-Ziel der EU (die Forschungsausgaben bis 2010 auf drei Prozent des BIPs zu steigern), anzunähern.
Forschung fehlen Millionen

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sieht Österreichs Strategie bei F&E durch den Bericht bestätigt. Trotz der guten Positionierung "dürfen wir jetzt nicht die Hände in den Schoß legen, sondern müssen die Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter vorantreiben".

Laut ihrer Forschungsstrategie will die Regierung den Aufwand für Forschung und Entwicklung bis 2020 auf 3,76 Prozent steigern - die Theorie weicht hier jedoch von der Praxis des Budgetplans ab. Rahel Falk, Expertin des Wirtschaftsforschungsinstituts, hat Ende April berechnet, dass für das Erreichen der angepeilten Forschungsquote hunderte Millionen Euro fehlen. Bis zum Jahr 2015 betrage die Lücke insgesamt 420 Millionen Euro, kritisierte Falk.

Die Kommission mahnte für die gesamte Union verstärkte Investitionen im F&E-Bereich ein. Im EU-Schnitt hätten sich die Ausgaben nur langsam dem Lissabon-Ziel angenähert (2009: 2,01 Prozent). (APA, red, STANDARD-Printausgabe, 10.6.2011)

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01
das problem ist nicht die höhe des budgets

sondern die ausformung, art und weise der forschung. wenn forschung vornehmlich in "elite-unis" im auftrag befreundeter unternehmen stattfinden (die von denen dann noch ordentlich drittmittel-mitfinanziert werden) muss man sich schon fragen ob man auf dem richtigen weg ist.

forschung und bildung muss in einem guss, nämlich vornehmlich staatlich finanziert und so weit es geht unternehmens-unabhängig vor sich gehen um abhängigkeiten zu vermeiden. beispiel: medizinische forschung, wo pharmariesen kräftig mitmischen (aber nur dort wo man sich profite erhofft). deshalb werden seltenere erkrankungen kaum erforscht.

martial
00

Reinhold Mitterlehner, Wirtschaftsminister im Kabinett Fayman, angelobt im Herbst 2008, ist also mit der Entwicklung zufrieden. Drängt sich die Frage auf, was in seiner Legislaturperiode in diesem Zusammenhang geleistet wurde: Die Ausgaben des Bundes sind zwar leicht gestiegen, allerdings nur in dem Maß in dem auch das BIP zugelegt hat. Laut statistik Austria stagniert die Forschungsquote seit 2009 auf genau diesen jetzt gelobten 2,79%.

Von einem Aufwärtstrend kann also keine Rede sein, wie im Artikel schön beschrieben sieht die Budgetplanung auch gar keine substantielle Erhöhung vor den nächsten Wahlen vor. Was genau hat die derzeitige Regierung also in dieser Hinsicht geleistet?

Wasser
01
12.6.2011, 19:26
Genau nichts !

Diese Regierung bringt im Forschungssektor genau nichts weiter, da hilft offenbar auch ein Ex-Uni-Rektor nicht viel. Und wer auch immer in der EU so eine Meldung losgelassen hat, muß komplett ahnungslos sein, was Weltspitze wirklich bedeutet.
Evtl. doch das Thema verfehlt und mit dem Mount Everest verwechselt.....

PMM
00
21.2.2012, 06:06

D'accord.

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