Leinwand am Strand

9. Juni 2011, 17:25
posten

Das 7. Filmfestival im slowenischen Küstenort Isola läuft bis Pingstsonntag

Das Linzer Crossing Europe Festival war noch jedes Mal eine Kurzreise wert, der handverlesenen Filme wie der abendlichen Konzert-Parties wegen. Ein spezifischer Tipp des Filmfestivals sei hier weitergereicht.

Das "Kino Otok! / IsolaCinema" Festival ist langjähriger, auch persönlicher Kooperationspartner (wie übrigens auch des Innsbrucker Filmfestivals), die siebente Ausgabe startete am Mittwochabend und läuft noch bis Sonntag in dem kleinen Fischerstädtchen zwischen Koper und Piran an der kurzen slowenischen Adriaküste.

Das Isola-Konzept ist einfach wie gewinnend: Mitglieder eines erweiterten Freundeskreises aus der Laibacher Programmkinoszene und der Cinemathek versammeln Werke, die ihnen unterschätzt erscheinen. Oder kleine Retrospektiven, jeweils mit Patenschaft einer persönlichen Empfehlung.

Und sie laden Regisseure aus allen Weltgegenden ein - dieses Jahr von Hongkong bis Argentinien -, die sich auch gerne Zeit nehmen: für die Strandcafés, für  Screenings auf dem  Kirchenplatz, für abendliche Parties. Und diese geben sich, im Gegensatz zum Marketingstress großer Festivals, gelassen und  zugänglich - etwa auch beim sonntagigen Fussballmatch.

Teen- und Twen-Publikum wird besonders angesprochen, mit Einrichtungen wie Video-on-the-Beach oder dem Festival-Campingplatz. Gut organisiert, dabei sehr Lo-Budget. Österreich ist dieses Jahr spezifisch stark vertreten, von Geyrhalters "Abendland" über Tooleys "Headshot" bis zu einer Reihe von Beiträgen aus der Linzer "Local Artists"-Schiene.

Für das genaue Programm sei auf die Webseite www.isolacinema.org/en verwiesen. Und da die Wetterprognosen günstig sind und Isola spezifisch aus den südlichen Teilen Österreichs äußerst flott erreichbar ist, wäre es schade, wenn ein Ausflug bloß am Informationsmangel scheiterte. (red, derStandard.at, 9. Juni 2011)

  • Typisches Isola-Fallbeispiel: Andrea F, ein bekannter slowenischer Musiker, Produzent und Radiomoderator, mag No Fear (Niente paura), einen Konzertfilm mit dem charismatischen italienischen Stadionhelden Luciano Ligabue (Piergiorgo Gay, 2010). Also setzte er sich als "Pate" für eine Ausstrahlung ein, No Fear eröffnete das 7. "Kino Otok!"-Festival.
    foto: isolacinema

    Typisches Isola-Fallbeispiel: Andrea F, ein bekannter slowenischer Musiker, Produzent und Radiomoderator, mag No Fear (Niente paura), einen Konzertfilm mit dem charismatischen italienischen Stadionhelden Luciano Ligabue (Piergiorgo Gay, 2010). Also setzte er sich als "Pate" für eine Ausstrahlung ein, No Fear eröffnete das 7. "Kino Otok!"-Festival.

Share if you care.