Clinton hält Machtübergabe für möglich
Tripolis - In ihrem Kampf gegen den libyschen Machthaber
Muammar Gaddafi können die Rebellen mit Finanzhilfen von mehr als einer
Milliarde Dollar rechnen. Das Geld sicherten westliche und arabische Länder zu.
Die in der sogenannten Libyen-Kontaktgruppe vertretenen Staaten drängten die
Aufständischen zugleich, einen detaillierten Plan für die Zeit nach Gaddafi
vorzulegen. Der australische Außenminister Kevin Rudd sagte, Gaddafis Ende könne
früher kommen als erwartet. US-Außenministerin Hillary Clinton zufolge gab es
Gespräche mit Vertretern aus Gaddafis Umfeld, die eine Machtübergabe für möglich
halten. Unterdessen setzte die Nato in der Nacht zum Freitag offenbar ihre
Angriffe auf Tripolis fort.
Kurz nach Mitternacht war in der libyschen Hauptstadt eine schwere Explosion
zu hören, wie ein Reuters-Reporter berichtete. Diese Zeit nutzt die Nato dort
häufig für Luftschläge. Schon am Donnerstag hatte die Nato erneut Tripolis
angegriffen und dem libyschen Staatsfernsehen zufolge auch die 120 Kilometer
entfernte Stadt Suwara unter schweren Beschuss genommen. Gaddafis Soldaten
setzten ihrerseits Angriffe auf Stellungen der Rebellen in den Bergregionen und
in der Stadt Misrata fort. (Reuters)