"Realistisch betrachtet heißt das Ziel Durchkommen"

10. Juni 2011, 01:56
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    Christain Klien will heuer vor allem mit Aston Martin dazulernen.

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    Im Qualifying für der AMR-one hinterher.

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    Der Oreca 03 bei der Präsentation vor der Kathedrale Saint-Julien du Mans.

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    Dominik Kraihamer fuhr heuer in Spa in der LMP2-Klasse schon auf Stockerl.

Christian Klien hat bei seinem dritten Antreten im Motorsport-Mekka bescheidene Ambitionen - Rookie Kraihamer möchte in der LMP2 um den Sieg mitmischen

24 Stunden lang, über 5000 gefahrene Kilometer und mehr als 200 000 Zuschauer an der Strecke, das ist der Mythos Le Mans. Neben dem zweifachen Triumphator Alex Wurz  und Richard Lietz, dem Titelverteidiger in der GT-Klasse, ist heuer auch wieder Christian Klien beim Langstreckenklassiker am Start. Außerdem steht in der mit einem rigiden Sparplan und einem überarbeiteten Reglement neu aufgestellten LMP2-Klasse mit Dominik Kraihamer ein österreichischer Rookie am Start an der Sarthe.

Klien mit neuer Zielsetzung

Christian Klien stand 2008 als Peugeot-Werksfahrer bereits einmal auf dem Stockerl, im Jahr darauf musste er zu sehen, wie sein Teamkollege Pedro Lamy  in der Boxengasse schuldlos in eine Kollison verwickelt war, durch die das Team bereits nach 41 Minuten nach dem Start aussichtslos zurückgeworfen wurde. Die schnellste Runde war für ihn nur noch Balsam auf die Wunden. Der Vorarlberger kennt also die Höhen und Tiefen, die der 13,269 Kilometer lange Circuit de la Sarthe seit 1923 jährlich für die Piloten und Teams parat hat.

In diesem Jahr startet Klien nicht mehr für das französische Team, das von seinen Fahrern ein 100-prozentiges Bekenntnis zum Le Mans-Programm einfordert. Im November, als das Vertragsangebot der Franzosen auf dem Tisch lag, erhoffte sich der Ex-Formel 1-Pilot  noch ein Engagement in der Königsklasse und lehnte das Peugeot-Angebot dankend ab. "Im März sah die Situation dann bekanntermaßen plötzlich anders aus. Ich hatte mir aber eines geschworen, nämlich heuer regelmäßig Rennen zu fahren. Und da kam das ambitionierte Projekt von Aston Martin genau richtig", ist Klien über das Engagement begeistert.

Der Vorarlberger bildet mit Stefan Mücke und Darren Turner bei den Briten ein Team, die Erwartungen für den Klassiker am Wochenende mit dem AMR-One sind jedoch gering. "Die Ausgangssituation ist dieses Jahr grundlegend anders. Die ersten beiden Male waren wir Siegkandidaten, dieses Jahr stehen wir ganz am Anfang eines dreijährigen Entwicklungsplans. In 24 Stunden kann viel passieren. Aber realistisch betrachtet heißt das Ziel heuer Durchkommen, Fehler vermeiden und Dazulernen."

Als vorauseilende Entschuldigung lässt Klien die bescheidenen Ambitionen nicht gelten. Er sei nur realistisch. Bei Peugoet lief der aktuelle Motor bereits im Jänner 2010 auf dem Prüfstand, während Aston Martin das komplette Projekt erst im September des Vorjahres startete. "Jeder, der halbwegs Ahnung vom Rennsport hat, weiß, dass man da von Podestplätzen nicht zu träumen braucht. Aber diese Herausforderung ist auch reizvoll.", ist der Vorarlberger von seiner Aufgabe überzeugt.

Das letzte Vorbereitungsrennen in Spa musste das Aston Martin-Team auf Grund von Problemen des 6-Zylinder-Reihenmotors auslassen, aber die letzten Tests in Monza stimmten zuversichtlich. Das Fahrwerk machte einen guten Eindruck und auch der Motor habe sich in punkto Fahrbarkeit deutlich verbessert. Der Tiefschlag kam im Qualifying. Der Aston Martin von Klien konnte mit der Konkurrenz nicht ganz mit halten, belegten nur Rang 22. Das bedeutete in der Klasse LMP1 nur den drittletzten Platz. Sogar der LeMans-Prototyp 2 von Dominik Kraihamer war um knapp drei Sekunden schneller.

Rookie Kraihamer mit Siegchancen

Der 21-Jährigen aus Mattsee bei Salzburg konnte mit seinen Teamkollegen, Ex-DTM-Pilot Alexandre Premat und David Hallyday, in einem Oreca 03-Nissan den 17. Startplatz herausfahren. Dies bedeutete den dritten Rang in der Klasse. "Noch vor ein paar Jahren habe ich dieses Rennen nur aus dem Fernsehen und vom Spielfilm mit Steve McQueen gekannt - und jetzt stehe ich selbst am Start. So richtig realisieren werde ich es vermutlich erst, wenn die Startampel auf grün springt", so Kraihamer.

Obwohl das Team Oreca Mamut als einer der Favoriten auf den Klassen-Sieg in der LMP2-Wertung ins Rennen geht, spürt der Mattseer keinen besonderen Druck:  "Natürlich versuche ich, mein absolut Bestes zu geben und keine Fehler zu machen. Aber allein schon meine guten Leistungen in der bisherigen Saison (Anm. d. Red.: Ausfall in Führung liegend in Le Castellet, Platz zwei bei den 1000-km von Spa)  geben mir ausreichend Selbstbewusstsein, um nicht vor Ehrfurcht zu erstarren." Welches Kapitel in der 79-jährigen Geschichte des Rennens für den Youngster reserviert ist, steht spätestens am Sonntag um 15.00 Uhr fest. (lesa, derstandard.at 10.06.2011)

Kommentar posten
18 Postings
Dr Zoidberg
00
11.6.2011, 15:57
WOAHHHH...

big Crash von McNish im Audi, fliegt fast in die Zuschauer!

Dr Zoidberg
00
11.6.2011, 17:05

anscheinend niemandem was passiert, kaum zu glauben ...

Dr Zoidberg
01
11.6.2011, 15:32

Klien dürfte schon wieder die Arschkarte gezogen haben: nach ein paar Runden ist sein wagen in der Garage!

Retro
00
11.6.2011, 14:31

Audi bietet einen (höchstwahrscheinlich sehr audi-lastigen ;) livestream - http://www.audi-microsites.com/lemans/

Letztes jahr hatte peugeot auch einen, mal schaun..

Dr Zoidberg
00
11.6.2011, 15:28
eurosport in englisch:

http://www5.livetv.ru/webplayer... i=360&si=7

die Audis beginnen verdammt stark!

Kaktus51
00
10.6.2011, 14:47
Was ist das für eine Einstellung?

Das Ziel muss Sieg heißen. Für etwas anderes lohnt sich doch diese Strapaz nicht. Wenn er nicht siegt, ist es auch in Ordnung, aber das Ziel heißt Sieg.

Leser267
00
10.6.2011, 15:32
Genau!

Sie wissen, dass sie mit einem Tretroller an der Tour de France teilnehmen müssen, weil ihr Team zuerst großmäulig den Start verkündete, dann aber gar kein Fahrradl mitbringen konnte und dann sagen sie sie wollen die TdF gewinnen.
Das wäre pures Anlügen der Medien und der Fans.
Wenn man sieht was bei Aston Martin momentan abgeht, nimmt sich CK´s Zielsetzung vom Ankommen ohnehin schon als äußerst gewagt aus.

roland geheim
30
10.6.2011, 12:29
nur eine frage...

von minuten bis der klien-bub seinen boliden gegen die wand fährt ;-))

mir persönlich gehen die klien-bub formel1 gerüchte fürchterlich ab - ist nicht doch irgendwo ein platzerl für einen blinden testfahrer frei??

nur meine meinung

Klaus Walter
10
10.6.2011, 12:24

geringe erwartungen hat der klien-bub doch IMMER wenn er an den Start geht...

und womit?
MIT RECHT !

guitarero
05
10.6.2011, 11:41
Christian Klien fährt beim 24 Stunden Rennen:

- in einem Aston Martin
- mit der Startnummer 007

Da ist es shiceegal was am Ende dabei raus kommt, das kann man sich um Geld nicht kaufen :))
lg

sadf1asfasfasfasf
02
10.6.2011, 10:07
jipii - Le Mans Berichterstattung!

Schade, dass ich heuer nicht hinfahren konnte (wie die letzten Jahre), aber hoffentlich lässt Le Mans heuer Wurz gewinnen.

Sepp Kultura
 
00
10.6.2011, 12:39

alle 24 stunden oder schläft man als zuseher zwischendurch auch mal? ;)

theFan
00
10.6.2011, 12:52

lol das ist ein autorennen (etwas laut)

selbstverständlich schläft man nicht (sondern feiert)

Leser267
02
10.6.2011, 09:52
Der Aston Martin Auftritt ist eine Farce!

Dem Auto fehlen gut 150 PS, aber aus markttechnischen Gründen muss man antreten. Schade eigentlich denn diese Fahrerkombination hätte sich ein siegfähiges Auto verdient (zumindest bei den Benzinern).

Wurz hat wieder alle Chancen, obwohl die Audis heuer etwas schneller ausschauen. Das sorgt für Spannung an der Spitze.

Kraihammer kann es wirklich schaffen die LMP2 zu gewinnen. Oreca präsentiert sich in stärkster Form und er selbst ist verdammt flink, zuverlässig und konstant.

Für Lietz schauts ein bissl mager aus. Die Ferraris und BMW´s dürften einen Tick schneller sein. Da kann er nur noch auf strategische Geniestreiche hoffen.

juri chebesta
03
10.6.2011, 09:28

danke fürn link - welcher volldillo dir deshlab rot gibt, is nicht nachzuvollziehen...

Mathias
 
00
10.6.2011, 10:50
Das werden die Rotstri(chl)er wohl selber nicht wissen ...

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