Sollen Noten in der Volksschule abgeschafft werden?

9. Juni 2011, 10:58

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Posting 1 bis 25 von 136
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Stefan Weilhartner
 
00
16.6.2011, 13:40
Wenn ich die Wahl hätte

würde ich meine Kinder in eine Schule schicken, wo sie benotet werden. Ein zusätzlicher Kommentar zusätzlich zur Note wäre wünschenswert. Wenn andere Eltern deren Kinder in eine Schule schicken wollen, wo sie keinen Noten bekommen ist das deren Bier, da will ich mich nicht einmischen.
Eine Leistungsbewertung mit Schulnoten finde ich ok. Wer da zu viel reininterpretiert ist selber Schuld. Die Noten sind für Schüler und Eltern wichtig. Jeder kann sich ein Bild machen, was Noten abbilden können und was nicht. Wenn jemand in eine Note etwas hineininterpretiert, was nicht drin steckt, dann ist das deren Fehler und nicht der Fehler des Notensystems. Eine Note ist einfach eine Zusammenfassung von Leistungen, die jeder Lehrer anders bewertet.

the_suck
24
15.6.2011, 21:02
warum macht man sowas?

ist genau wie die Diskussion darüber ob man den Schulanfang nicht auf 10 Uhr verschieben sollte damit die kleinen länger Schlafen können - in 20 Jahren wundern wir uns dann warum wir eine Generation haben die nicht versteht warum sie um 8 im Büro sein sollen oder überhaupt arbeiten sollen

RS69
 
12
15.6.2011, 21:21

Ich versteh auch nicht, warum ich grundsätzlich um 8 arbeiten sollte. Gibt ja keinen Grund dafür.

the_suck
21
15.6.2011, 21:55

sagt der Arzt sicher auch, der Menschen um 3 in der Früh behandelt

RS69
 
11
15.6.2011, 22:47

Gerade der arbeitet nicht grundsätzlich um 8 in der Früh.

the_suck
21
16.6.2011, 00:10

schlimme gegend in der du wohnst wenns um3 in der Nacht im Krankenhaus keine Ärzte gibt

RS69
 
11
16.6.2011, 00:22

Versuchen Sie einfach noch mal, mein Posting zu lesen. Vielleicht gelingt's ja beim zweiten Versuch?

Seria
02
15.6.2011, 09:11

Kombination Note mit schriftlicher Beurteilung/Begründung

Cynicism
04
15.6.2011, 08:19

Wie sind wir nur alle durch die Schule gekommen und groß geworden?

komischerVogel
36
14.6.2011, 11:13
Zum weißnichtwievielten Mal...

Noten, wie sie in unserem Schulsystem gehandhabt werden, sind eine Be-(manchmal auch Ver-)Urteilung - und keine Form der zielführenden Rückmeldung.

Stefan Weilhartner
 
00
16.6.2011, 13:42
Ich will aber eine

Beurteilung haben. Die Eltern die diese Beurteilung nicht haben wollen können das Zeugnis eh gleich in den Kachelofen schieben. Wo liegt das Problem?

Hubert Ungeist
 
01
14.6.2011, 15:06
Schon klar aber auch eine BE Urteilung ist

eine Rückmeldung. Auch wenn sie das nicht wahrhaben wollen.

Und es ist ein drastisches Mittel für Eltern den schulischen Erfolg Ihres Kidnes vor Auge geführt zu bekommen - also nix schlimmes

komischerVogel
21
15.6.2011, 11:38
NEIN.

Ein feedback ist eine Meldung, die beschreibt, was ich ("Ich-Botschaft"!) erlebt/gesehen/gehört/gelesen habe.

Eine Bewertung hingegen ist, wie der Name schon sagt, das Belegen mit einem - vermeintlich objektiven - Wert.

Grüße aus dem Kurs "Grundbegriffe der Kommunikation".

Und BE LehrerInnen, die bewerten, sind überhaupt paradox. :-)

Hubert Ungeist
 
01
15.6.2011, 11:54
Perfekte Antwort:

Bloss "In der Theorie sind Praxis und Theorie gleich - in der Praxis nicht"

Sie haben das perfekt theorietisch beantwortet. ABER in der Praxis begreifen nicht mal Erwachsene den Unterschied. Sprich denen sie Feedback zukommen lassen, fühlen sich bewertet bzw. angegriffen. Manche verstehen Noten aber nur als subjektive Ich Meldung des Lehrer - also Feedback.

Kinder empfinden beides als Bewertung (IMHO).

Oder anders gesagt Kommunikationstechnisch: Es ist nicht wichtig welche Message sie aussenden, wichtig ist was beim Empfänger ankommt.

komischerVogel
10
15.6.2011, 13:50
Gerade Kinder bemerken besonders gut Unterschiede; unterschätzen Sie das nicht bzw lügen Sie sich nicht selbst in den Sack.* Wer Anderes behauptet, ist oft einfach zu bequem/nicht in der Lage/bereit den Unterschied selbst zu beachten. (- oder kennt

ihn selbst nicht.)

Klar ist feedback deutlich antrengender als eine (im mehrfachen Wortsinn) schlichte Note.

Die Tatsache, dass kaum jemand feedback zu nehmen (oder geben) im Stande ist, entbindet nicht von irgendeiner Verantwortung.

Gerade der Satz "Du weißt erst, was du gesagt hast, wenn du gehört hast, was der/die andere verstanden hat." verpflichtet zu feedback - und ermöglicht in der Folge selbiges :-)

Was die Schule angeht: Leider kennen viele Unterrichtende den Unterschied tatsächlich nicht. Und/oder haben aus welchen Gründen auch immer, kein Interesse dran, ihn sich zu erarbeiten.

*Sagen Sie mal zu einem Kind "Das was Du da getan hast, finde ich dumm." oder "Du bist dumm." - der Vergleich der Reaktionen macht sicher.

Nik M
31
14.6.2011, 07:09
Wichtiger als die Schueler zu bewerten waere es,

ein objektives Mass fuer die Leistung der Volksschullehrer zu haben. Das koennte z.B. so gehen: die Kinder werden extern evaluiert, und der Klassenschnitt der jeweiligen Lehrer muss von der Schule bekanntgegeben werden. Eltern, die eine Schule fuer ihr Kind suchen, haben damit ein gutes Kriterium fuer die Auswahl.

Denker9
04
14.6.2011, 16:16

Arme Lehrerinnen in den VS im 12., 15., 16. und 10. Bezirk, wo Kinder nicht wissen, was "Schule" auf Deutsch heißt! Im Vergleich dazu VS im 13. Bezirk, wo die meisten Kinder bein Schuleintritt lesen und schreiben können!
Die VS Lehrerin im 13. Bezirk muss sich weniger anstrengen, weil dort die Eltern fleißig mit ihren Kinderchen lesen und schreiben üben, immer brav das Geld für die Lehrausgänge zahlen, sich an Projekterln beteiligen und hie und da am Buchstabentag eine Kuchen beisteuern. Die VS Lehrerin im 16.Bezirk muss sich mit Händen und Füßen mit den Gschrappen verständigen, die kleinen Machos bändigen und sollte die Muttersprache der Kindereltern ansatzweise beherrschen!

komischerVogel
03
14.6.2011, 11:10

wie sollte denn der Klassenschnitt der externen Evaluierung ausehen?
Noten?
;-)

Lernen/lehren ist nicht zuletzt auch Beziehungsarbeit, da ham Sie von abstrakten Noten nicht viel als suchende Eltern...

ljack
04
14.6.2011, 09:04
Milchmädchen

Wenn dann auch noch die Personalhoheit der Schulen kommt (also die Lehrer nicht mehr zugewiesen werden), dann werden die Schulen mit hohem Migrantenanteil keine Lehrer mehr haben.

Denn selbst das fleißigste Migrantenkind kann kaum so gute Ergebnisse erzielen wie ein durchschnittliches (und vielleicht noch von seinen Eltern gefördertes) Kind mit deutscher Muttersprache.

Stefan Weilhartner
 
00
16.6.2011, 14:15
Probleme mit der Muttersprache

bzw. der deutschen Sprache sollten genauso behandelt werden wie Probleme in anderen Bereichen. Man sollte erstens erheben wie groß der Rückstand zum Soll ist, zweitens die Priorität des Fachs miteinbeziehen und drittens danach einen Förderplan erstellen und die zumutbaren Lernstunden individuell einteilen/verschieben. Daß diese Flexibilität in der staatlichen Bildungsplanwirtschaft nicht funktioniert ist auch klar - das hat werder mit Schüler, Eltern, Notensystem und kaum was mit Lehrer zu tun sondern mit dem System.

rainpert
11
14.6.2011, 09:42
also bitte...

schwachsinn hoch drei, was sie da schreiben, es gibt genug familien ohne migrationshintergrund in denen die kinder auch nulpen in der schule sind. ausserdem muss etwas an dem bildungssystem geändert werden. wenn es viele kinder nicht deutscher muttersprache in einer klasse gibt müssen eben mehrere lehrer diese klasse unterrichten. meiner meinung nach ist der einzige weg individuelle förderung.

verinus
11
15.6.2011, 08:51

wie wärs die kinder erst in die shcule aufzunehmen wenn sie dem unterricht folgen können?

ljack
03
14.6.2011, 10:12
Das darf ich zurückgeben!

Ich schrieb davon dass Migrationskinder einen schlechteren Stand haben und es sinnlos wäre davon auf die Leistungen der Lehrer schließen wollen.

Das steht überhaupt nicht im Widerspruch dazu, dass Kinder mit deutscher Muttersprache ebenfalls massive Probleme in der Schule haben können.

Auch ich bin der Meinung dass deutlich mehr Ressourcen zur Förderung nicht deutschsprachiger Kinder gebraucht werden. Soweit ich aber weiß sollen die Mittel für die nächsten Jahre in den nächsten Jahren massiv reduziert werden.

Auch in den von der Politik gern vorgezeigten Mehrstufenklassen (die ja für individuelle Förderung prädestiniert sind) wurden die Stunden der Zusatzlehrerin massiv gekürzt.

Es passiert also momentan genau das Gegenteil von individu

ATHARAXIS
 
00
13.6.2011, 17:09

Keine Benotung v. Kapitalistischem Realismus

hmmm, weiss jemand, wie man das in Einklang bringen könnte.

Stefan Weilhartner
 
00
16.6.2011, 13:52
ja

die eltern und schüler sollen die wahl haben ob sie eine benotung haben wollen.
die eltern sollen entscheiden ob sie ihre kinder in der kapitalistischen realität aufwachsen lassen wollen oder nicht.

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