Frauenberger

Wien will um qualifizierte Zuwanderer werben

8. Juni 2011, 19:54

Stadt richtet Website ein - Zuwanderungskommission empfiehlt eigene Anlaufstellen

Wien - Möchte Wien hochqualifizierte Zuwanderer in die Stadt bringen, muss sie diese auch gezielt anwerben. "Anders wird es nicht gehen, die Stadt muss sich um diese Menschen bemühen", sagte Thomas Oliva, der Vorsitzende der Wiener Zuwanderungskommission, in der bis auf die Freiheitlichen alle Parteien vertreten sind, am Mittwoch.

Die Kommission, die die Stadt seit 2009 in Fragen der Migration berät, hat nun Empfehlungen ausgearbeitet, "wie sich Wien positionieren muss, um die besten Hände, Köpfe und Herzen zu gewinnen" (Oliva).

2014, wenn Österreich seinen Arbeitsmarkt auch für Rumänen und Bulgaren öffnet, werden im europäischen Raum 500 Millionen Personen frei ihren Wohn- und Arbeitsort wählen können. Oliva: "Das sind mehr Menschen, als die USA, Kanada und Mexiko Einwohner haben."

Und die Menschen sind mobil. 2010 sind 78.000 nach Wien gekommen, aber 64.000 sind auch wieder abgewandert. "Qualifizierte Fachkräfte können sich aussuchen, wohin sie gehen", sagte Grünen-Klubchef David Ellensohn und erinnerte an das Nachbarland Deutschland, dem es nicht gelungen ist, indische IT-Experten anzuwerben.

"Firmen werden abwandern"

"Die Menschen bringen ein enormes Potenzial mit - wenn wir es nicht schaffen, sie nach Wien zu holen, dann werden auch Firmen dorthin abwandern, wo sie die Spezialisten finden", sagte Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SP) am Mittwoch. Wien brauche daher ein Monitoring, um gezielt auf Fachkräfte zuzugehen. Dazu sei es auch notwendig, dass es Erleichterungen bei den Nostrifizierungen gebe, dafür brauche man aber den Bund.

Konkret wünscht sich Kommissions-Chef Oliva unter anderem One-Stop-Shop-Anlaufstellen in Wien, aber auch im Ausland, wo Zuwanderer unter anderem Unterstützung bei Behördenwegen, rechtlichen Fragen und der Suche nach einer Wohnung oder der Schule für die Kinder erhalten. "Denn niemand geht in eine Stadt, in der er sich nicht willkommen fühlt" , betonte Frauenberger. VP-Klubchefin Christine Marek bezeichnete die Maßnahmen für eine geregelte Zuwanderung als "sehr vielversprechend" .

Noch in diesem Jahr wird eine mehrsprachige Website online gehen, auf der potenzielle Zuwanderer allgemeine Informationen über den Standort Wien finden, die aber auch spezielle Infos für Hochqualifizierte und Studenten bietet. Auf einer Online-Jobbörse können Interessierte ein Qualifikationsprofil erstellen und dort auch mit Unternehmen und Universitäten in Kontakt treten. "Wenn wir Begabungen suchen" , sagte Oliva, "dann müssen wir auch sicher stellen, dass sie genutzt werden". (Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD; Printausgabe, 9.6.2011)

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Posting 1 bis 25 von 30
1 2
Moondancer
00
15.10.2011, 10:20
Abgehobene Behörden..

...auf der einen Seite ein Dschungel an Vorschriften, bei denen keiner mehr durchblickt, auf der anderen Seite zahlen wir eine Behörde, um den Dschungelführer zu spielen..

ND1
01
15.7.2011, 10:53
Diese Menschen bringen ein enormes Potenzial mit ...

davon bin ich auch überzeugt ich befürchte allerdings dass dieses Potential unser Sozialsystem dann komplett zum Zusammenbruch bringen wird ...

donaquijote
10

was ist das für ein traumgebilde? begleitung auf behördenwegen - ha, ha, dass ich nicht lache -

langzeitbegleitung - von der botschaft zur ma35 zur botschaft zur frepo zur botschaft zum angeworbenen rechtsverdreher im ausland, zum schnüffeln, zur botschaft zur ma35 und dann passt das einkommen nicht oder der deutschkurs nicht oder die schein-verwandschaft ist zu wenig bescheinigt oder es besteht einwanderungsgefahr (mit vorliebe für unverheiratete zwischen 25 und 35!) ... und dann hat die fragliche person woanders einen job!

gut- one-stop-shop ... fragen sie ihren arzt und apotheker

donaquijote
01

noch was vergessen: und dann gibt's da noch das arbeitsamt - die ausnahmebestätigung von der ausnahme der ausgenommenen.

die suchen dann noch im inland - das dauert.

also gut - one-stop-shop ist ein witz, wenn's nicht so traurig wär'.

Sahin's Zahnlücke
30
Wer will schon in einem Land arbeiten, dessen Einwohner ........sind

Veronika wolf1
06
erst mal im inland leute suchen

also in meinem bekanntenkreis, hauptsächlich akademiker, sind fast 50 % arbeitslos. ich selber suche seit fast einem jahr eine qualifizierte Arbeit, welche auch nur annähernd meiner ausbildung Wirtschaftsstudium,erfahrung und können entspricht.
Problem meine Waffen am Arbeitsmarkt sind schlecht 43 jahre - frau - und keine 25 Jahre und Billigkraft - auf einen nenner, wenn ich das lese bekomme ich bauchweh - weil? bin ich unqualifiziert durch meine jahrelange hochgradigen Tätigkeiten? - meine auslandserfahrung! ich selber bin gerade dabei sämtliche länder zwecks auswanderung zu checken - damit ein einwanderer platz in meinem geburtsland bekommen kann..is doch fair.. bin aber kein einzelfall...über 40 hier in österreich keine chance -

Mirstetta Toni
00

traurig.

Elisa B
04
23.6.2011, 10:23
Wiener Weg

ganz besonders Wien hat sich nur um die Unterschicht der Einwanderer gekümmert!

living reef
02
18.6.2011, 10:05
es gibt für qualifizierte migrantInnen angenehmere staaten als österreich

jo eh
00

das gilt inzwischen auch für qualifizierte österreicherInnen (zb jungakademikerInnen, "entsorgte" fachkräfte - weil "zu alt").
überlasteter arbeitsmarkt, generation praktikum, prekarisierung (zunahme der leiharbeit, der prekären beschäftigungsverhältnisse und der working poor), sinkende löhne, teures wohnen, steigende kriminalität, sinkende lebensqualität..
das österreich der 1990er war fast ein paradies im vergleich zu den heutigen zuständen. nur für die politiker hat sich im vergleich zu damals nichts verschlechtert, sie leben genauso privilegiert in einer abgesicherten "parallelwelt" und sind sogar noch besser bezahlt. vielleicht erklärt das mangelndes verständnis und abgehobenheit (ja, ich weiß, es gibt auch andere politiker)

more more
02
15.6.2011, 11:18

Qualifizierte kommen dorthin, wo sie die besten Verdienstmöglichkeiten haben.
Also dort, wo es einen schlanken Staat gibt und man daher wenig Steuern und Abgaben zahlt.
Ein Wohlfahrtsstaat hingegen zieht logischerweise auch Einwanderung in diesen an.

tock tock tock
00
16.6.2011, 10:08

Das ist so einfach gesagt falsch! Man muss dass schon im Gesamten sehen - nämlich: was bekomm ich für meine Steuern? Und was kostet mich es, wenn ich es wo anders dann halt selber zahlen muss? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten, welchen Lebensstandard kann man sich um das Verdienst leisten, etc ...

denke
00
14.6.2011, 11:26

[...]erinnerte an das Nachbarland Deutschland, dem es nicht gelungen ist, indische IT-Experten anzuwerben.[...]
Ja, das war ein Glück.

Mirstetta Toni
06
10.6.2011, 11:43

zuerst einmal um die kinder und jugendlichen, welche schon hier sind kümmern. die generationen müssen in zukunft unsere pensionen zahlen.

und dann einmal die lohnkosten überdenken, denn solange wir uns in europa bei den spitzensteuersätzen auf den faktor arbeit bewegen wird es wohl nur wegen der schönen grünen wälder und den mozartkugel nicht viele zu uns ziehen.

Der satanische Großinquisitor
 
15
10.6.2011, 10:37
So sull kvmmen,

wer seyn Brevier avswendig dahersagen kann, wer glavbet an den HERRN vnd an die heilige katholische Kirche, wer Wissen habe vom Leben und Leyden des HERRN vnd brav seyn Obvlvs an die Diener des Herrn entrichtet vnd avch svnst nach den Geboten der Mvtter Kirche lebet. Dies ist der Qvalifikation genvg, weltlich Tand wie das Lesen vnd das Schreyben sind fver eyn gvt Christenmensch nit von Belang, es sey, vm das Worth Gottes zv verkvenden. Wer das Rechnen kvnnt, der dienet dem Goetzen Mammon, wer technisch Zevg beherrscht, der dienet Luzifern;
die svll man verbrennen vnd ihr Seel so laevtern, sodaß sie in Himminem kvmmen koennen.
Die vnheilige Inqvisition, Toledo a.D. 2011

Experte für eeh alles
00
11.6.2011, 10:35

Danke!

Dirty Sanchez
 
110
10.6.2011, 10:28
Also zumindest in einigen Bereichen sind in den letzten Jahren haufenweise Fachkräfte nach Wien gekommen!

Es handelt sich um die Sparten Autoknacken, Einbruch, Taschendiebstahl, Drogenhandel und Sozialstaatsausnutzung.
Aber die ziehen leider nicht weiter.

febri
19

""Denn niemand geht in eine Stadt, in der er sich nicht willkommen fühlt" , betonte Frauenberger..."

Das stimmt ja nicht.

Die bisherigen hundertausenden Einwanderer kamen nicht weil sie sich willkommen fühlten, sondern weil sie etwas wollen: Arbeit, Sozialleistungen, Arztleistungen etc.

Denen ist es doch komplett egal, ob sie dabei willkommen sind.

Von denen ist die Mehrheit ja eh keine sogenannte Fachkraft.

David-Lauritz
01
!Bevölkerungsgleichgewicht

Österreich braucht Vollbeschäftigung, nicht mehr Arbeitsplätze: Mehr Arbeitsplätze, mehr Bevölkerung, mehr Umweltzerstörung, mehr Abgase, mehr Stau, mehr zubetoniertes Grünland. Sollen die Firmen halt abwandern, solange wir Vollbeschäftigung haben!

I. O.
101
Wien will um qualifizierte Zuwanderer werben.....

Hahahahahahaha....Mit diese Fremdengesetze?....und Fremdenfeindlichkeit!.........
Bilden die heimische Jugendlichen und die Nachwuchs die Zugewanderten wäre auch eine sehr zielführende Alternative!!!!!

febri
27

"Hahahahahahaha....Mit diese Fremdengesetze?....und Fremdenfeindlichkeit!........."

Wenn die Bevölkerung eh so fremdenfeindlich ist, warum flüchten dann jedes Jahr zehntausende Menschen nach Österreich und nicht nach zB Slowenien, Ungarn oder Italien? Diese Länder sind ja viel näher.

Und warum leben dann in Wien hunderttausende Einwanderer, wenn der Rest der Bevölkerung angeblich so fremdenfeindlich ist?

Und es kommen jedes Jahr immer neue Einwanderer dazu. Wieso das?

living reef
21
18.6.2011, 10:06
warum sie nach österreich flüchten?

denn sie wissen nicht was sie tun....

Kritiker1A
16
Wer vermutlich besser die eigene Jugendausbildung zu fördern, statt das Geld zu verschleudern, und sinnlose Politiker und Beamte oder fremde Schulden zu bezahlen.

chelene chirsch
13

"das Nachbarland Deutschland, dem es nicht gelungen ist, indische IT-Experten anzuwerben"

vereinfacht gesagt: outsourcing nach indien war eine bittere pille und funktionniert bis heute mehr schlecht als recht.
anwerben hat mittelprächtig versagt, manche zehren auch heute noch daran.

was kann man daraus lernen: die eigenen leute so gut es geht ausbilden und faire gehälter zahlen - dann stimmt die qualität. und würde, wenn nötig und überhaupt interessant, auch mal für willige ausländer attraktiv.
die früchte der idee, aus jedem arbeitslosen fleischer und eisenbieger "it-spezialisten" machen zu wollen, büsst die branche noch heute bitterst ab.

p.s.: 1.9% KV erhöhung in 10 jahren, dazwischen mal nix oder minimale prämien. QED.

Kritiker1A
05
Keiner in der Wirtschaft braucht diese Zunwanderungen, die wollen nur die Gehälter drücken.

Aber leider ist hier die Politik (absichtlich?) blind.

Europa hat die höchste Jugendarbeitslosigkeit.

Solange wie das Thema fehlen Facharbeiter bereits aktiv ist, hätte Wir bereits soviele selbst Ausbilden können, sodass Wir diese Kräfte exportieren könnten.

Verlogenes dummes Politikerpack!

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