Neue Studie

Österreicher wissen über Asylfragen nur wenig

Irene Brickner, 8. Juni 2011, 18:51

Kein gutes Zeugnis stellt eine Studie des UNHCR dem Wissen der Österreicher über und ihren Einstellungen gegenüber Asylwerbern aus - Desinformation und Vorurteile dominierten, es herrsche Handlungsbedarf

Wien - In Österreich bestehe großes Unwissen über die Lebenssituation, Bedürfnisse und Rechte von Asylsuchenden, Asylwerbern und Flüchtlingen. Was diese Schutzsuchenden von anderen Ausländern, etwa Einwanderern, unterscheide, sei den meisten nicht ganz klar. Statt dessen dominierten Vorurteile und Negativmeinungen die Diskussion.

Zu diesen Schlüssen kommt die bisher umfassendste, vom UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) beauftragte repräsentative Studie zum Thema Asyl in Österreich, die am Mittwoch in Wien vorgestellt wurde. Studienleiterin Sophie Karmasin ließ zwischen 18. Jänner und 1. Februar 2011 insgesamt 1000 Personen befragen. "Die Stimmungslage in der Bevölkerung über Asyl ist für unsere Arbeit extrem wichtig", sagte Christoph Pinter, Leiter der Rechtsabteilung des Wiener UNHCR-Büros.

Die Studienergebnisse bezeichnete er als "erwartbar, aber trotzdem ernüchternd". So stellte sich heraus, dass lediglich 52 Prozent glauben, Asylsuchende kämen wegen politischer Verfolgung nach Österreich. 72 Prozent sind hingegen der Ansicht, sie würden das "in der Hoffnung auf ein besseres Leben" tun: laut Karmasin eine "sehr allgemeine Antwort" , die auf Desinformation über Fluchtgründe und den Inhalt von Asylverfahren schließen lasse. Dass 59 Prozent Asylsuchende als gewaltbereiter und krimineller als andere Gruppen einschätzen, weise in die selbe Richtung.

Dass Asylwerber "auf jeden" oder "fast in jedem Fall besonderen Schutz vor Verfolgung benötigen", meinen überhaupt nur 53 Prozent. Interessant dabei: KronenZeitung-Leser sind zu 49, Österreich-Leser zu 53, Standard-Leser hingegen zu 76 Prozent dieser Meinung: der höchste Anteil unter den Medienkonsumenten. Auch generell stehen Standard-Leser Asylwerbern mit der Note 2,6 auf der Schulskala eins bis fünf unter Medienkonsumenten am positivsten gegenüber.

Etliche Fehlannahmen

Insgesamt stimmt das, was die meisten Österreicher über das Leben und die Versorgung von Asylwerbern zu wissen glauben, mit den Fakten nicht überein. So sind 47 Prozent fälschlicherweise der Ansicht, die Schutzsuchenden hätten Anspruch auf Sozialhilfe, sprich: bedarfsorientierte Mindestsicherung.

Als widersprüchlich stellen sich Wissen und Wollen wiederum beim Arbeitsmarktzugang dar. 33 Prozent glauben, dass Asylwerber nicht nur auf dem Papier, sondern ganz real arbeiten dürfen (stimmt nicht). Doch 54 Prozent meinen, sie sollten das Recht dazu haben. Vergleichbar liberal ist auch die Einstellung zu gut integrierten Langzeitasylwerbern: 53 Prozent sind der Ansicht, man solle ihnen Aufenthalt gewähren.

Für Pinter ergibt sich aus der Studie "dringender und langwieriger Handlungsbedarf". Doch in dem für Asyl- und Fremdenrechtsfragen zuständigen Innenministerium meint Sprecher Rudolf Gollia: "Auf Einstellungen der Menschen direkt Einfluss zu nehmen, ist nicht möglich - und auch nicht gewollt." (Irene Brickner, DER STANDARD; Printausgabe, 9.6.2011)

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Posting 1 bis 25 von 319
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bbbbbbb
00
16.7.2011, 10:53
wenn man

bewußt die Menschen permanent täuscht und belügt,sollte man sich nicht aufregen, wenn die Menschen falsch informiert sind!

Super Saubär
00
15.7.2011, 23:17
Diese "Studie" ist so wichtig wie ein Kropf!

Es geht den Österreichern nämlich nicht um "Asylanten", also ist es auch unerheblich, ob sie deren Rechte in- und auswendig kennen! Es geht ihnen um Asylbetrüger und Wirtschaftsflüchtlinge und um Illegale ohne irgend einen Aufenthaltstitel!

So schaut's aus!

the bugger_off
00
16.7.2011, 10:03

äh, nein.
weil die österreicher nicht unterscheiden können zwische illegalen, asylwerbern, migranten, und leuten die bereits (nach 5 bis 15 jahren warten) asyl haben.
und sie gehören offenbar auch zu denen von denen die studie als nicht-wissend spricht.

Adolf Ogi
01
10.6.2011, 08:04
diese Studie ist nicht neutral

wenn jemand einen Flüchtling kennt, dem bereits Asyl gewährt wurde, zählt das in der Studie nicht. Nur wenn jemand eine Person kennt, die gerade im Asylverfahren ist, gilt das als: "Ich kenne einen Asylanten".

(So gehört von Frau Karmasin junior in einem Interview auf Ö1)

Halbmond
71
Wenn in einem Land ein (einige) Asylantenheime als problem gesehen werden.

Beschähmd mich das sehr,menschen in not solte man helfen.

Pessimist-Realist
 
24
10.6.2011, 10:02

Wenn die Kriminalitätsrate in der Umgebung dieser Heime in ungeahnte Höhen schnellt....
Was soll man dagegen machen, ohne als Rassisit oder dergleichen bezeichnet zu werden? Eine gesetzliche "Mögepflicht" einführen?

Der Zwersch
10
15.6.2011, 19:40

Etwas gegen Wahnvorstellungen einwerfen reicht völlig.

frusciante
40
10.6.2011, 19:33
für sie gilt dann die mögepflicht...

alle anderen können ja die ursachen von kriminalität analysieren. da könnten dann beschäftigungsprojekte rausschaun, oder bildungsangebote, oder oder oder...
aber sie brauchen sich darum keinen kopf machen, konzentrieren sie sich einfach aufs mögen, das reicht schon. jeder leistet eben so viel, wie er kann.

Pessimist-Realist
 
10
12.6.2011, 21:06

Wenn du "Sarkasmus" nicht checkst wenn er geradezu aus dem Bilsschirm springt - belästige doch BITTE einen anderen...

Wenn die Kriminalität analysiert werden sollte, kommt sofort der Ruf, dass die Analysten "Nazis!". "Rechte Recken" oder sonstwas sind. Die Möglichkeiten einer Analyse werden (pol motiviert) SEHR eingeschränkt.
Insofern ist eine VERLÄSSLICHE Analyse kaum/garnicht möglich - da sie ja "politich korrekt" zu sein hat.

Gab es nicht erst letztes Jahr Probleme mit der "Eröffnung" eines Erstaufnahmezentrums? Fekter wollte ja eine Gemeinde mit soewas "segnen" - und die haben sich MASSIV dagegegestellt.
Mag mich auch irren, da es bereits ne Weile her ist..wenn ich es auch bezweifle. ;-)

stoner310
50
10.6.2011, 14:08
welche Statistik

besagt denn, dass die Kriminalitätsrate in der Umgebung einer Flüchtlingsunterkunft steigt?
Ich halte das für absoluten Blödsinn!

Pessimist-Realist
 
11
12.6.2011, 20:57
Einmal googlen...

http://www.news.at/articles/... fel-zahlen

"Angeblich wurden 40 Prozent aller Asylwerber angezeigt"
(Natürlich werden diese Zahlen auch angezweifelt - no na)

Ne Frage: Wunderst du dich nicht, dass die Preise für Immobilien in solchen mit Heimen ... "gesegneten" Gebieten im Preis sinken?

King of Cowards
10
15.6.2011, 10:09

"Tatsächliche Zahlen über Verurteilungen von Asylwerbern gibt es allerdings weder im Justizministerium noch bei der Statistik Austria."

Alles klar?

tassen im schrank
10
13.6.2011, 10:52
"Setzt man aber die angezeigten Asylwerber in Relation zu den heuer gestellten Asylanträgen, so zeigt sich ein anderes Bild: Demnach wurden etwa 40 Prozent der Flüchtlinge angezeigt."

Stellt man die jährliche Sterberate von Pensionisten in Relation zu der Anzahl der jährlich Pensionierten, dann STERBEN JEDES JAHR 200 % DER ÖSTERREICHISCHEN PENSIONISTEN!!!

Wer diese "Zahlen" nicht anzweifelt, dem wurde ordentlich ins Hirn gschi**n!

insertnamehere
 
03
No-na sollte Menschen in Not geholfen werden.

Dafür ist das Asylrecht aber nicht da. Es ist KEIN Gesetz zur Abschaffung von Not im Allgemeinen. Es dreht sich ausschließlich um den Schutz Verfolgter vor Verfolgung.

So wie eine Witwenrente nur für Witwen und eine Invalidenrente nur für Invalide gedacht ist.

insertnamehere
 
51
10.6.2011, 01:16
Und ich setz noch eins drauf:

Grade WEIL Asyl ein so heiliges Recht ist:

Sobald wir als Republik Österreich sagen, dass jemand unter unserem Schutz steht: Wenn DANN jemand hergeht und die/den trotzdem umbringen lässt - auf unserm Territorium - müsste das EIGENTLICH ein Kriegsgrund sein.

De facto sind wir dazu nicht in der Lage, aber per definitionem ERZWÄNGE das unsere heilige Neutralität von uns: Wer unsere staatliche Territorialität und Souveränität angreift, IST. FEIND.

WENN wir unsere "Neutralität" denn wirklich ernst nähmen ...

Pessimist-Realist
 
02
10.6.2011, 10:00

Zusammenfassend:
Wenn also ein Asylant aus ... k.A. ... Nigeria, von einer serbischstämmigen getötet wird, sollte Ö, wenn es uns mit der Neutralität ernst wäre, mit denen in den Krieg ziehen.

Was für ein SCHWACHSINN!
Kamst gerade aus der Disko, und warst noch mehr als nur ein bisserl angeheitert. ;-)

strangerinastrangeland
 
05

Die Wissenslücken mögen bestehen, sie betreffen aber eher Randfragen.

In der zentralen Frage liegen die Österreicher schon richtig, es ist Armut und nicht Verfolgung der primäre Fluchtgrund einer satten Mehrheit der Asylwerber.

frusciante
20
10.6.2011, 19:35

solche arschlöcher. flüchten einfach, weil sie keine zukunft haben. das ist ja wohl die höhe! na die gehören doch eingesperrt und abgeschoben!

Pessimist-Realist
 
00
12.6.2011, 21:11

Ö ist ja auch das Land in dem Milch und Honig fließen...

Bitte wach auf!
KRIEGSflüchtlingen muss man helfen (da wird auch niemand was dagegen sagen...), aber wieso WIRTSCHAFTSflüchtlingen?
Ich könnte sowas nicht befürworten, wenn die begrenzte Platzanzahl mit zweit genannten voll gestopft wird, was wiederum heißen würden, dass erst genannte abgewiesen werden müssen...
(Um, aufgrund der begrenzten Platzanzahl, nur einen Punkt zu nennen... Von dem Schaden für die Witrschaft/Mitmenschen/etc. ganz zu schweigen...)

Der Zwersch
00
15.6.2011, 19:45

Das schöne am Wirtschaftsflüchtling ist, dass man einem jedem unterstellen kann einer zu sein...

van.der.stiege
00
hat irgendwer einen link...

... zu der studie??

danke!

Kemma aufhern mit de Probn?
22
Oja

die ganzen "Asylschmarotzer" die unbedingt die 40 € Taschengeld abschnorren wollen... grrrr

RoJa
 
17
zu: Kemma aufhern mit de Probn? // Jo eh(!)… a.) kostenlose medizinische Betreuung, b.) gratis Unterkunft, c.) gratis Essen, d.) gratis psychologische Betreuung (bei »vermeintlich« traumatisierten) e.) etc. etc.

.
….gibt´s ja alles nicht in diesen verdammt_en Österreich.

Man wundert sich gerade noch, - warum kommen eigentlich so viele »vermeintlich« traumatisierte nach AT & das über tw. 15 sichere Drittstaaten?

Wegen der »vermeintlichen« Verfolgung oder der »vermeintlichen« Traumatisierung, - oder doch eher wegen den in ihren (afrikanischen) Staaten erfolgreich behaupteten Schlussfolgerungen/Behauptungen, Österreich sei ein Sozialstaat den man ganz einfach nur ausnehmen muss/braucht, - wie eine Weihnachtsgans (um seine Familie am afrik. Kontinent mittels Straßenapotheker nebenberuflich zu erhalten)

Wem machst Du eigentlich etwa vor (?), - Dir selbst?

Österreich schäm Dich…..

RoJa

frusciante
31
10.6.2011, 19:37

sie können den selben luxus gratis genießen. gehn sie doch in ein wohnungslosenheim und leben sie ihren traum!

vielleicht holt sie dann die realität ein, nämlich dass "nicht verrecken" noch lange kein erfülltes leben sein muss.

Kemma aufhern mit de Probn?
30
Die Wahrheit

Das österreichische Asylwesen ist so ineffizient organisiert, dass trotz der (überschaubaren) Kosten für den Staat, die allgemeinheuit durch Spenden aushelfen muss.

Soviel dazu!

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