Studie sieht viel Potenzial für Ethno-Marketing

8. Juni 2011, 18:50
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"Vesti" ist bei den Tageszeitungen am weitesten verbreitet, "Kosmo" und "Biber" sind die beliebtesten Magazine

Das meistgelesene Ethno-Medium in Österreich ist die Tageszeitung "Vesti", die sich an Einwanderer aus Ex-Jugoslawien richtet. Fast 32 Prozent der über 50-jährigen Migranten nehmen das Medium täglich zur Hand. Genauso viele gaben an, dass sie die Zeitung nie lesen. Bei den 14- bis 29-Jährigen ergibt sich ein anderes Bild. In dieser Gruppe lesen nur mehr 5,5 Prozent die Zeitung täglich, für fast 59 Prozent spielt das Medium überhaupt keine Rolle.

Das sind Ergebnisse der am Dienstag publizierten Studie über das Mediennutzungsverhalten von Migranten. Basis der Untersuchung ist die Befragung von 635 in Wien lebenden Migranten aus der Türkei, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für qualitative Marktforschung in Kooperation mit Brainworker - Community Marketing.

Auf Platz eins der beliebtesten Migrantenmagazine rangiert "Kosmo". Ein Medium, das Zuwanderer aus Ex-Jugoslawien als Zielgruppe hat. 46,5 Prozent der 14- bis 29-Jährigen greifen mehr oder weniger häufig zum Heft. Bei den über 50-Jährigen sind es 53 Prozent.

Platz zwei geht an das Magazin "Biber", das immerhin 55,6 Prozent der Jüngeren lesen, jedoch 59 Prozent der Älteren nicht.

Conclusio der Studie, die auf das Potenzial von Ethno-Marketing hinweisen will: Die Generation 50plus nimmt ethno-spezifische Medienangebote - im Vergleich zu anderen Altersgruppen - am liebsten an. Hier handelt es sich vor allem um jene Medien, die schon seit einiger Zeit am Markt sind. (red)

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