Straches Selbstfaller

8. Juni 2011, 18:20

Strache warf bei seinem Besuch in Straßburg die Nerven weg und teilte aus

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bereitet sich intensiv auf eine Regierungsbeteiligung vor. Das hat er beim Besuch im Europaparlament, ohne lang herumzureden, bestätigt. Dafür braucht er - neben einem Erfolg bei Nationalratswahlen und einem willigen Koalitionspartner - ein drittes entscheidendes Element: Er muss seine Partei irgendwie europakompatibel machen; muss sie wegbringen vom Schmuddelimage einer rechtsextremen, latent antisemitischen und antieuropäischen Partei, das sie in Europa nach wie vor hat. So findet man schwer einen Partner.

Insofern hat sich die strategische Lage der FPÖ seit dem Jahr 2000, als Jörg Haider eine EU-Präambel unterschreiben musste, bevor die FPÖ an die Macht durfte, nicht geändert. Die beiden FPÖ-Abgeordneten in Straßburg werden derzeit nicht einmal von der rechtsnationalen Fraktion geduldet. Sie grundeln im Eck der fraktionslosen Rechtsextremen rum. Von dort will Strache weg, hin zum Image einer nationalen, nur EU-skeptischen Partei.

Sein Besuch im EU-Parlament diente allein dem Ziel, diesen Imagewandel einzuleiten. Herausgekommen ist das Gegenteil. Straches Entourage mit dem Abgeordneten Harald Vilimsky begann in einer internationalen Pressekonferenz lautstark, kritische Fragen von Journalisten mit Buh- und Zwischenrufen zu stören. Die pöbelnden Herren kamen sich dabei sogar noch gut vor. Peinlich. Strache warf daraufhin die Nerven weg, teilte aus: ein Selbstfaller. (Thomas Mayer, DER STANDARD, Printausgabe, 9.6.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 125
1 2 3
Standard deviation
10
10.6.2011, 17:21
Ohne irgendwelche Sympathie für Strache!

Aber die Frage von Raimund Löw an M. Le Pen war
entbehrlich.

Der Manner
20
10.6.2011, 12:16

Danke Herr Löw! Wieder ein paar Wähler mehr für Strache.

Peter Hammer 06
00
16.6.2011, 07:32
Sie glauben also....

...mögliche zukünftige Strachewähler analysieren Kommentare von Herrn Löw?

recouvrer la raison
00
10.6.2011, 19:04

Ehrlich gesagt glaube ich, dass der Großteil der FPÖ-Wähler das gar nicht mitbekommen hat... so wie die allermeisten Sachen von der/und über die FPÖ - abgesehen von Straches Discobesuchen und den Wahlplakaten und Brochüren mit den Österreich (insbesondere Wien) regelmäßig zugepflastert wird. Höchstens, dass diejenigen, welche die FPÖ wegen ihren Sympathien zur NS-Ideologie und zu allem Ewiggestrigen wählen, etwas verstimmt reagieren könnten, dass ihnen Strache nach seinem Isrealbesuch, der fehlenden Unterstützung für Rosenkranz sowie seinem Nicht-Auftauchen am 8.Mai am Heldenplatz, nun neurlich in den Rücken fällt. Aber vernünftigeren Teil der Bevölkerung dieses Landes soll das ja nicht weiter stören.

an_und_pfirsich
02

Ich halte es doch für sehr unüblich von einem "Herrn Hitler" zu sprechen. Ist es nicht eher gängig von "Hitler" bzw. "Adolf Hitler" in vollem Namen zu sprechen?

Reg.Rat Borromäus Maschitz
32
ich suche immer noch den "eklat"...

das einzige in dieser richtung war die fragestellung des linkischen orf-journalisten, der in unbedarfter und arroganter weise versuchte, frau lepen eins auszuwischen!

ich verstehe die künstliche aufregung nicht!

der schwitzbär der schwitzt sehr
01
das Zensurloch bleibt wohl so stehen ?

mit all den nicht erschienenen Postings, die offenbar nicht in den Kram passen ?

Laura B
10
nerven wegschmeissen?

ich bin mir ziemlich sicher dass da jedes wort bewusst geplant war das da gesagt worden ist. eine ganz gezielte, geplante provokation.

viridisdens
05
großmauliger, hysterischer politdilettant, der ber der ersten kritischen frage die nerven wegwirft!

pago1
02
strache ist ein selbstfaller

der wird schneller fallen als alle glauben

Susanne_B
13

Das Wort Herren muss man aber unter Anführungszeichen setzen, wenn man damit diese Proleten bezeichnet.

Kleanthes
01
Schon wieder eine gute Nachricht.

Die Herrschaften von der FPÖ sind durch den vielen Angstzucker, der ihnen auf die Rosette geblasen wird, so von sich eingenommen (wie der Pühringer, der immer noch glaubt, 1918 sei noch nicht durch), und die deutschsprachigen Ösis seien etwas ganz besonderes. Sind sie auch. Aber nicht so, wie sie es sich vorstellen, wie man gerade bei Strache und Konsorten sehen konnte.
Weiter so!

feldmarschall laudon
 
3219
Es war ein Selbstfaller von Raimund Löw

Schon die Diskussion über die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft sah ein Großteil der Österreicher als Farce, daß sich nämlich einige Provinzpolitiker profilieren wollten. Diese "kleine Provinzposse" (natürlich nicht für Standardleser) mit den unglücklich agierenden F-Gemeinderäten zu thematisiern war eine legetime Provokation, die mMn dort deplaziert war. Strache und CO warfen nicht die Nerven weg, sondern reagierten wie oft. Löw der die F anpatzen wollte, wird nun als Nestbeschmutzer bezeichnet. Es ist nicht entscheidend wie der Intellektuelle darüber denkt, sondern die Bevölkerungsmehrheit der einfachen Bürger, die den Wahlausgang bestimmen - und da sehen wohl viele in Löw den Nestbeschmutzer.

saunaecho
20
"kleine Provinzposse"

Es ist unpatriotisch im Ausland unsere blöde "kleine Provinzposse" zu plakatieren. Der bildgeile Löw war zu faul sich klügere Fragen auszudenken.

viridisdens
14
in wahrheit haben sich fpö und strache öffentlich blamiert:

die fpö zeigt gleich, dass sie dem "chef" nicht trauen und schicken ihm gleich den kickl mit.

dann zuckt der bei der ersten kritischen frage aus (kann er aus der partei nicht kennen, die machen was befohlen wird), so dass kickl ihm gleich beispringen muss und wir beobachter sehen: bei der ersten kritischen auseinandersetzung wirft dieser großmaulige amateur hysterisch die nerven weg. und der soll mal für irgendwas verantwortung übernehmen?

oh mein gott, das sind ja die großkoalitionären langweiler weltklasse dagegen.

consul
25

die mehrheit der Österreicher denken garnicht, deswegen hat die fpö ja so viele unterstützer....

Reg.Rat Borromäus Maschitz
11

jene nichtdenker, wie sie diese menschen bezeichnen, wählen doch in wahrheit spö...

wieso kommen denn die roten, trotz inferiorster performance, immer noch auf rund 30% der wählerInnenstimmen?

Mister Magister
 
19

stimmt, es war eine Provokation des herrn löw. sie war hinterfotzig, gemein und genau kalkuliert.

und anstatt wie ein fähiger, weltgewandter Politiker der er so gerne wäre, darauf mit einer coolen, klugen bemerkung zu kontern, und dem provokateur (btw. provozieren ist teil des journalistischen berufs) den wind aus den segeln zu nehmen, hat der Zahntechniker die Nerven weggeschmissen, und ist wie der letzte provinzheini (der er auch ist) voll drauf reingefallen.

dass er seiner entourage aus rechten primitivlingen erlaubt hat im publikum die futterluke aufzumachen war sein zweiter fehler.

insofern: selbst schuld herr strache, kein mitleid. es gibt leute die habens drauf, und solche wie sie.

word8
10
10.6.2011, 17:32
btw. provozieren ist teil des journalistischen berufs

kommt drauf an wie man es macht. wenn man es so wie der herr löw tut, dann macht man sich damit als journalist in the long run auch keinen gefallen - oder glauben sie, sie kriegen von jemandem den sie blöd anmachen jemals wieder ein interview?

Mister Magister
 
01
11.6.2011, 09:44

kurz gesagt, ihre auffassung von journalismus: immer nett zu allen sein, sonst könnte die karriere darunter leiden?

sie tun mir in ihrer auffassung zum thema pressefreiheit erstens leid, zweitens, erzählen sie das einem alfred worms oder einem carl bernstein (viel spass beim googeln :-)
und drittens, ui, die rechten im land mögen den löw nicht mehr? da wird er sich aber fürchten!

monoton
14

ihr seind ja so unglaublich arme fpöler, keiner hat euch ns symphatisanten lieb.

könnt ihr weinerlicher haufen nicht einmal ein rückgrad simulieren? ist der arme kleine haze schon so sehr in opferrolle aufgegangen, das er nur mehr unkontrolliert auf kritische fragen reagieren kann? was kommt als nächstes? ein hysterischer weinkrampf weil die armen armen braunen fpöler öffentlich darauf hingewiesen werden das sie braun sind?

j.h.k.
210
ein adeliger feldmarschall, der dem blaunen zahntechniker nachsabbert.

o tempora, o mores!

Christoph Baumgarten
212
Immer die gleiche Leier

Jemand spricht etwas an, das die FPÖ getan hat - und schon ist er oder sie Vernaderer. Die Partei hat offenbar ein Problem damit, dazu zu stehen, was sie tut und ein noch größeres Problem, wenn man ihr Tun hinterfragt. Da bleibt einem nur mehr der Sarkasmus.
http://www.politwatch.at/stories/d... faschismus
Sonst müsste man verzweifeln.

marksu
216
nein, tun sie nicht – strache ist der nestbeschmutzer

er mag noch so großspurig auftreten, die abgeordenten und mitarbeiter der FPÖ eine Stumper- und NAZI-Farce.

die ganze partei besteht aus schrebergartenquerolanten und leuten, die immer noch nazionalsoziallistisches gedankengut hegen und pflegen. WIR ZUERST … ergebnis: grasser, meischberger und co. sie wollen nur an staatlichen tröge

ich glaube sogar, dass bei den schüssel-regierungen schon die fähigsten köpfe der FPÖ am start waren – was bei einer neuerlichen regierungsbeteiligung für personen an die ämter kommen, mag ich mir gar nicht ausmalen.

hat irgendein strachewähler oder -in drei parteileute aufzählen, die hinter strache stehen?

letzte frage: was macht die FPÖ gerade politisch? sessel warm halten?

friesfux
239
Nur EU-skeptischen Partei.NA UND!!!!

Also ich bin da anderer Meinung.
Die Fragestellung von ORF war derartig untergriffig.
Errinert mich an die EU -Vernaderung.

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