Down by Law: Betreiber von kino.to festgenommen

8. Juni 2011, 14:22
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    foto: archiv

    Auf Kino.to ist fand sich eine Sammlung von Links, die auf Videostreams auf anderen Webseiten verweisen.

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    kino.to wurde von der deutschen Kriminalpolizei gesperrt. Die mutmaßlichen Betreiber wurden festgenommen.

"Bildung krimineller Vereinigung" - Seite gesperrt

Nachdem der österreichische Verein für Antipiraterie eine Einstweilige Verfügung gegen den Provider UPC erwirkt hatte, um die Domain zum Filmportal Kino.to zu sperren, ist die Seite nun ganz vom Netz geworden. Dahinter steht laut der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) eine internationale Durchsuchungsaktion. Die mutmaßlichen Betreiber werden der "Bildung krimineller Vereinigung zur gewerblichen Begehung von Urheberrechtsverletzungen" verdächtigt.

13 Personen festgenommen

Demnach gab es am 8. Juni in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden in mehreren Wohn- und Geschäftsräumen Razzien unter der Leitung der Integrierten Ermittlungseinheit Sachsen (INES). Dabei seien laut Staatsanwaltschaft Dresden 13 Personen verhaftet worden, nach einer Person werde gefahndet. Die Domain Kino.to wurde beschlagnahmt, Alternativseiten sind ebenfalls nicht mehr erreichbar. Auch "mehrere so genannte Streamhoster, bei denen die auf den Portalen verlinkten Raubkopien abgelegt sind, wurden von den Behörden vom Netz genommen", heißt es in einer Mitteilung der GVU.

Nachricht der Kiminalpolizei statt Streams

Auf der Website sowie den Seiten mehrere Streamhoster ist nun folgender Text zu lesen: "Die Kriminalpolizei weist auf Folgendes hin: Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen. Mehrere Betreiber von KINO.TO wurden festgenommen. Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen."

"Parasitäres Geschäftsmodell"

Die GVU hatte bereits am 28. April einen Strafantrag gegen die Betreiber gestellt, dem jahrelange Vorermittlungen der Organisation vorausgegangen seien. Die Erkenntnisse würden "auf ein arbeitsteiliges parasitäres Geschäftsmodell" hindeuten, "welches auf Grundlage von systematischen Verletzungen von Urheber- und Leistungsschutzrechten einzig zu dem Zweck etabliert wurde, allen Beteiligten dauerhafte Einkünfte aus illegalen Profiten zu verschaffen. Dabei verweisen Indizien auf eine enge Verflechtung von mehreren Streamhostern mit der Portalseite kino.to", so die GVU.

Profit durch Werbung und Premiumzugänge

Es bestehe der Verdacht, dass einiger dieser Dienste "für direkt abspielbare Filmraubkopien-Dateien aktiv zum Funktionieren des Systems 'kino.to' beitragen oder sogar eigens zu diesem Zweck gegründet und von den Verantwortlichen der Portalseite www.kino.to selbst betrieben wurden." Die Betreiber hätten Einnahmen durch Werbeanzeigen und kostenpflichtige Premiumzugänge lukriert.

Klage gegen Provider

Mit dem Vorgehen des VAP gegen UPC dürfte die Aktion allerdings nicht unmittelbar in Zusammenhang stehen. Der Verein hatte den österreichischen Provider geklagt, da man nach eigenen Angaben die Betreiber von Kino.to nicht ermitteln konnte. (red/derStandard.at, 8. Juni 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1266
Carlos Clementin
00
13.6.2011, 15:47
Raubmordkopien

Dürfen halt nur legal aus China importiert werden, olange es sich nicht um digitales oder nur in Waren intergriertes Digitales handelt...

haarspalter
10
13.6.2011, 13:21

produkt X kostet summe Y.
produzenten verkaufen produkt X an konsumenten.

ertrag Z muss größergleich Y sein, damit produzenten neues bzw besseres produkt herstellen können.

verweigern zuviel konsumenten den festgelegten preis, ist ertrag Z kleiner als Y.

eigentlich ganz einfach.

Meandros
10
11.6.2011, 22:16
9/11 was a Inside Job

mitsamt kann man nicht öfters abkassieren als man produziert und geleistet hat . rechnen sie mal nach. ein musik album oder ein kinofilm wird 1xmal produziert. Danach vermarktet und 1000xmal für ein und dass selbe produkt wird dann der konsument zur kasse gebeten. das ist eine bodenlose frechheit!!

haarspalter
00
13.6.2011, 13:10

der konsument zahlt, was er konsumiert und zwar freiwillig.

wo ist das problem?

Meandros
10
11.6.2011, 23:43
Ergänzung

Für alle nochmal mit einem Hirn so gross wie eine Nuss möchte ich noch einmal die Überschrift erklären.
Es gibt viel schlimmere verbrechen als Raubkopien. Nur die meisten von euch sind zu dumm oder wahrscheinlich zu feige sich den wahren Problemen zu stellen. Ostentative grüße aus dem zensierten Wien.

haarspalter
00
13.6.2011, 13:14

äpfel + birnen = ablenkungsmöver

Blaubert Gundlberger
09
11.6.2011, 09:58
Ich würde schon Musik und Filme kaufen, aber

das tue ich nicht, solange es solche Vereine wie VAP gibt, die Bürger kriminalisieren, weil sie ein paar Dateien über das Internet tauschen.

Klar könnte ich es mir leisten, ich verdiene genug Geld, um mir jeden Tag zwanzig Filme zu kaufen, aber ich tue es nicht, denn diese gesetzlich gedeckten Mafia-Vereinigungen werden mit genau diesem Geld finanziert und ich müsste mich im Spiegel anspucken, wenn ich mir eine CD oder DVD kaufen würde.

Diese konsequente Haltung sind mir meine Kinder und Kindeskinder einfach wert, die in einer freieren Welt aufwachsen sollen, als es die Musikindustrie mit ihren verbrecherischen Methoden wie Internetzensur will.

Kein Cent für die Musikindustrie!

lady & unicorn
00
10.6.2011, 11:51
Kino.to als Kaufhilfe und Kulturplattform

Schade, um diesen Verlust. Ich habe Kino.to nicht als Diebstahls- sondern als Werbeplattform erlebt, wo man gute Serien und sogar in Österreich weitgehend unbekannte Kulturschätze anderer Länder finden kann.

Klar, die meisten Filme kann man in Kino oder Videothek kennenlernen und dann sehen, ob man sie kaufen will oder nicht. Aber wenn die nächste Videothek 60km entfernt ist, dann wirds schon schwieriger. Und wenn man an Serien interessiert ist, geht das gar nicht, weil Videotheken in den allerseltensten Fällen Serien führen.

Bleiben also Fernsehen (fällt weg, für Leute die kein Fernsehen wollen/haben) und Plattformen wie Kino.to, um herauszufinden für welche Serie Geld ausgeben möchte.

krung thep
01
wie will die Contentindustrie eigentlich ueberleben?

in Laendern wo ohnehin halbwegs brav gekauft wird, werden die Kunden mit Klagen und Kopierschutzen genervt. Dazu kommt, dass man nach dem Kauf mit komischen Einblendungen auf den DVDs sogar noch kriminalisiert wird.

Waehrend dessen waechst in Asien eine Kaufkraft heran, auf die man anscheinend nicht angewiesen ist. Der Markt ist zwar nicht einfach, da der Schwarzmarkt stark organisiert ist. Einfach so links liegen lassen kann man diesen Markt aber nicht.

desteufelsbeitrag
00
Warum

gab es im Vorfeld überhaupt dieses Gesudere von wegen "rechtsfreie Staaten in denen sich die Verantwortlichen aufhalten" und "unmöglich die Seite vom Netz zu nehmen", wenn eine Razzia in EU-Staaten den Dorn aus den Augen der Copyrightverteidiger ziehen kann?

Mir kommt vor, dass die erste Domainsperre eher zum Ausloten der Veränderungsmöglichkeiten in Bezug auf Netzneutralität sein sollte. Aber sicherlich nur zum Wohle aller...

Amadox
00
13.6.2011, 15:29

jap, die deutschen Kollegen haben die VAP deutlich Lügen gestraft.

Meerkat
81
Na endlich...

Wurde aber auch Zeit, dass die Seite vom Netz genommen wird! Leider wird das die Gesamtsituation nicht verändern - die Leute werden wohl weiterhin alles illegal aus dem Netz saugen. Ich persönlich zahle gerne für einen Film, den ich mir ansehen möchte! In der Videothek bekommt man eine Blu-ray für 1,30 € pro Tag und da hab ich den Film in bester Qualität (1080p und Dolby Digital bzw. DTS). Also wozu downloaden?

Thomas....
00
12.6.2011, 18:35

schön für sie,
auf wiedersehen !

haarspalter
00
13.6.2011, 13:11

baba!

alion
00
Frage:

Weil ja auch die Straffähigkeit von passiven Nutzern (also Konsumenten, die nix upgeloaded haben) diskutiert wird: Wie kann ich als Internetuser herausfinden, wann ich urheberrechtlich geschützten Inhalt anschaue?!? Das ist ja im Grunde unmöglich, oder??

haarspalter
11

Wenn sie einen aktuellen Film gratis im Netz anschauen ,können davon ausgehen, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht.

maruh
00
10.6.2011, 08:46

sag gleich dazu das es in ö nicht strafbar ist filme anzuschaun und sie runterzuladen

haarspalter
00
13.6.2011, 13:17

dazu gibt es unterschiedliche auffassungen seitens der rechtsexperten - aber stimmt, es wird sehr kaum geahndet.

ich persönlich halte es für illegal und in letzter konsequenz wünsche ich mir eine strafbarkeit.

Wazn
14
grotesk ...

... wie hier einige im namen von Freiheit und Antikapitalismus herumschreien.

Nur ist deren eigene Konsumgier und Egoismus so überdeutlich erkennbar, dass es nur mehr lächerlich ist.

haarspalter
14

interessant ist, dass hier viele auf die "industrie" hinhauen, aber deren produkte massenweise konsumieren wollen.

haarspalter
53

wer hier von contentmafia redet, sollte sich vergegenwärtigen, dass es sich hierbei um einen content handelt, der mit teurem geld produziert wird und dessen konsum 100% freiwillig ist.

NIEMAND wird gezwungen filme anzusehen, die er sich nicht leisten kann.

</ lustig>
01
Ich will meine Gesetze von freien Mandataren

beschlossen haben und nicht von Interessensvertretern.

Schon eine Einladung zum Abendessen, mit der Absicht einen Mandatar zu beinflussen, kann den Tatbestand der Bestechung erfüllen.

Manche betreiben das hauptberuflich...

Und jetzt braucht's ein bisschen Gehirn: was wiegt schwerer, Kopieren von Schund oder systematisches Korrumpieren von Demokratien?

haarspalter
03

äpfel + birnen = ablenkungsmanöver

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