Frische Luft atmen

Gesunde Raumluft macht geistig fit

8. Juni 2011, 13:41
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    foto: apa/ingo wagner

    Im Laufe seines Lebens verbraucht jeder Mensch rund 600 Tonnen Luft.

90 Prozent der Lebenszeit wird in geschlossenen Räumen verbracht - Neue Initiative will die Luftqualität in Innenräumen verbessern

Wien  - In Industrieländern hält sich der Mensch durchschnittlich mehr als 90 Prozent seiner Lebenszeit in geschlossenen Innenräumen auf. Ein gutes Raumklima ist wichtig für die Lebensqualität und das subjektive Wohlbefinden. Eine breit angelegte Plattform von Experten, Wissenschaft und Unternehmen will die Luftqualität in heimischen Innenräumen verbessern. Ziel der Initiative "MeineRaumluft.at", die bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt wurde, ist die umfassende Information der Öffentlichkeit über alle Fragen rund um gesunde Raumluft.

Verbraucht und falsch temperiert

"In Innenräumen ist die Luft häufig verbraucht, belastet, falsch temperiert und mit unzureichendem Gehalt an wertvollen Luftionen (elektrisch geladene Moleküle, die für den 'Frische-Faktor' in der Luft verantwortlich sind, Anm.) angereichert", sagte Thomas Schlatte, Sprecher der Initiative. "Gerade in einem Land wie Österreich mit prinzipiell sehr hoher Luftqualität sollte eine gute Luft nicht nur in der freien Natur, sondern auch in den eigenen vier Wänden eine Selbstverständlichkeit darstellen."

Im Laufe seines Lebens verbraucht jeder Mensch rund 600 Tonnen Luft. "Jedes Mal wenn wir einatmen, 'essen' wir einen halben Liter Luft", sagte Schlatte. "Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel, ohne das wir nur wenige Minuten überleben können", so der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter, Oberarzt am Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien. Er untersuchte in einer noch unveröffentlichten Studie die Auswirkung von Luftionen. "Die Studie hat gezeigt, dass eine Erhöhung der Luftionen-Konzentration im Innenraum aktiviert und die geistige Leistungsfähigkeit steigert", sagte Hutter. Für eine fundierte Aufklärungsarbeit zum Stellenwert guter Raumluft sei es somit höchste Zeit.

Allergiker noch empfindlicher

Über 30 Prozent der Europäer leiden unter Allergien, für sie hat eine gesunde Raumluft eine besondere Bedeutung. "Gerade im Sommer, wenn die Belastung durch Ozon, Feinstaub und Pollen vielen Menschen einen Aufenthalt im Freien erschwert, ist es umso wichtiger, für gesunde Luft in den eigenen vier Wänden zu sorgen", erklärte Petra Zieglmayer, Mitglied der Geschäftsführung des Allergiezentrums Wien West. Bereits einfache Maßnahmen, wie richtiges Lüften oder der Einsatz von Pflanzen, können das Raumklima verbessern.

Die wichtigsten Tipps:

  • Regelmäßiges Stoßlüften für zwei bis drei Minuten.
  • Auf die optimale Raumtemperatur achten (Wohnräume 21-23 GradCelsius, Küche 19-20 Grad, Schlafräume 16-18 Grad).
  • Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent halten.
  • Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen halten.
  • Rauchen in Wohnräumen vermeiden. (APA)

Weitere Informationen über gesunde Raumluft gibt die Initiative auf ihrer Website www.meineraumluft.at. Die Plattform wird von Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und Unternehmen getragen. Zu den ersten Gründungsmitgliedern und Partnern zählen die Universität für Bodenkultur, das Allergiezentrum Wien West, das Österreichische Institut für Baubiologie und Bauökologie (IBO), das Beratungsinstitut AQA sowie die Firmen Baumit, Striebel-Eltron und Ortner.

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10 Postings
Angelika70
00
10.6.2011, 09:44

Auf 90% komm ich nicht. Ich arbeite etwa von März bis Oktober bei offenem Fenster, extreme Schlechtwettertage ausgenommen.

Dafür müssen wir im Schlafzimmer etwa 25 Grad haben, um gut zu ... schlafen. ;-)

Sten
00
passt schon

überleg mal - drinnen bist du ja auch: im auto, bim oder u-bahn, zug, kino, pub.....und wie viele wochen im jahr ist es wirklich schön, dass du viele stunden im freien sitzen kannst....

theWatcher14
00
Die 90%....

...sind natürlich völliger Unsinn. Denkt doch einfach mal drüber nach.

pewa
00

wieso? In manchen Studien warens noch mehr. ZB: Vom Haus direkt in die Garage, mit dem Auto in die Garage des Büros. Nach der Arbeit das Ganze umgekehrt, und am Abend auf der Coach vorm Fernseher. Wären in so einem Fall praktisch 100%.

Adolf Ogi
21
im Wiener Raum

ist die Luft ziemlich schlecht.

Angelika70
00
10.6.2011, 09:42

Sie haben nicht die geringste Ahnung von der tatsächlich hervorragenden Wiener Luftqualität, deren Gründe in der Westwetterlage sowie den ausgedehnten innerstädtischen Grünflächen liegen.

Tubalkain
00
23.6.2011, 10:50
lieder nur zum Teil wahr

viele denken, daß die Luft super und gut wäre, nur weil man mit dem Auge nicht sieht, was in der Luft tatsächlich herumfliegt. Wir haben uns im Lauf der Zeit daran gewöhnt und halten das schwer atembare Gas für "gute" Luft. Ist aber leider nicht so. Allergiker werden Ihnen berichten, daß die ach so gute Luft jede Menge Beschwerden verursachen. Mal fliegen Birken Pollen, mal die Haselnuss. In schwerden Fällen bekommt man Cortison und hat jede Menge Beschwerden. Von Viren, Bakterien, Feinstäuben etc. spreche ich gar nicht. Also hören Sie bitte auf, von der ach so guten Wiener Luft zu sprechen. Es stimmt einfach nicht!

di`Luca
01
schon mal in einer richtigen metropole gewesen?

sohalt
00
90 % in Räumen?!

die restlichen 10 % sind wohl der arbeits-wohnungs-weg? werde mir mehr natur(lichkeit) ins haus holen!

sohalt
00
90 % in Räumen?!

das muss man mal kraeftig durchatmen, die 10 % sind mein buero- und heimweg? ich plaediere fuer mehr natur(lichkeit) in raeumen!

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