Vereinfachtes Urheberrecht soll mehr Angebote für Online-Musik und -Filme bringen
Die EU hinkt auf dem Online-Markt für Filme,
Musik und andere Medien nach einer Einschätzung aus Brüssel immer
noch hinterher. Die für das Internet
zuständige EU-Kommissarin Neelie
Kroes nannte es am Dienstag in Brüssel eine "Tragödie", dass die
Bürger in der EU viel weniger Möglichkeiten hätten als in den USA.
Netflix als Vorbild
Ein Beispiel sei das Video-Streaming-Angebot Netflix aus den
USA,
für das es kein paneuropäisches Pendant gebe, sagte Kroes laut
Rede-Manuskript auf einer Konferenz zum Thema Urheberrecht. Je mehr
Unternehmen ihre Medien in mehreren oder allen EU-Staaten online
anbieten können, desto größer ist die Auswahl für die Verbraucher.
Unterschiedliche
Urheberrechtsregelungen
Die langsamere Entwicklung hängt Kroes zufolge von der
Zerstückelung des Marktes durch von Land zu Land unterschiedliche
Urheberrechtsregelungen ab. Die Kommission wolle darum einen
"rechtlichen Rahmen bauen, um die Digitalisierung und Verbreitung
kultureller Werke zu vereinfachen", versprach Kroes. Davon könnte
auch der Ausbau der Leitungsnetze für die Telekommunikation
profitieren, weil die Nutzer für mehr Online-Inhalt auch bereit
wären, mehr für die Netze zu zahlen, urteilte die Kommissarin. (APA)