Artensterben

13 Prozent aller Vogelarten könnten für immer verschwinden

7. Juni 2011, 21:13
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    foto: asad r rahmani

    Die Hindutrappe (Ardeotis nigriceps), einer der größten Vögel der Welt steht kurz vor der Ausrottung. Nur mehr rund 250 Exemplare sollen in freier Wildbahn existieren.

Neue Rote Liste der bedrohten Vogelarten zeichnet düsteres Bild - An manchen Orten greifen Schutzmaßnahmen

Gland - Die Weltnaturschutzunion IUCN hat am Dienstag im Schweizerischen Gland die neue Rote Liste für Vögel veröffentlicht, die Bilanz ist niederschmetternd: Jede siebte Vogelart ist inzwischen vom Aussterben bedroht. Insbesondere große Vogelarten sind demnach gefährdet. Jagd und andere Störungen sowie Verlust und Zerstückelung des Lebensraums machen ihnen besonders zu schaffen.

Große Vögel besonders betroffen

Die natürliche Population eines der größten Vögel der Welt, die Hindutrappe (Ardeotis nigriceps), etwa steht dadurch kurz vor dem Ende. Von der ein Meter großen und bis zu 15 Kilogramm schweren Trappe leben nur noch 250 Exemplare in Indien und Pakistan, die Art wurde auf der neuen Liste in die höchste Gefährdungskategorie hochgestuft. Ähnlich ergeht es der Bahama-Oriole (Icterus northropi). Von dem schwarz-gelben Karibikvogel existieren wahrscheinlich sogar nur noch etwa 180 Exemplare. Auch er wurde in die höchste Kategorie hochgestuft.

Insgesamt sind in der Neuauflage der Roten Liste 1253 Vogelarten als gefährdet eingestuft, das sind 13 Prozent aller untersuchten Arten. "Im Zeitraum eines Jahre sind 13 weitere (Vogel-)Arten in die bedrohten Kategorien aufgenommen worden", erläuterte der Vizedirektor des IUCN-Artenschutzprogramms, Jean-Christophe Vié. "Allerdings wären die Zahlen noch schlechter, wenn die Naturschutzinitiativen nicht greifen würden."

Schutzprogramme

Profitiert von den Schutzprogrammen haben etwa die Silberhalstaube (Columba trocaz) auf Madeira sowie die Lorbeertaube (Columba junoniae) und Bolles Lorbeertaube (Columba bollii) auf den Kanaren. Sie konnten alle in die niedrigste Kategorie hinabgestuft werden, nachdem Bedrohungen wie Jagd und Verlust des Lebensraums angegangen wurden. Und die Campbellente (Anas nesiotis) ist nach Aufzucht und einer massiven Bekämpfung der Ratten auf die neusseländische Campbellinsel zurückgekehrt, wie die IUCN berichtet. Ihre Population hat sich positiv entwickelt, so dass die Art in die zweithöchste Kategorie heruntergestuft werden konnte.

"Vögel stellen ein Fenster zum Rest der Natur dar", betonte Stuart Butchart von der Organisation Birdlife International, die für die IUCN die Rote Liste für Vögel zusammenstellt. Sie seien ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des Ökosystems. (red/APA)

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Posting 1 bis 25 von 29
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Gramurcki
00
10.6.2011, 14:12
Solange man es nicht schafft das Verschwinden von Arten ...

... in entgangenen Profit umzurechnen, kümmern solche Vorfälle niemanden, der von Belang ist.

27
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hoffentlich sind die Tauben auch dabei ;)

Linek Karl
 
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Wieviele

verschwinden zeitweise?

Aber ja, wenn man "für immer" sagt, klingt es gleich dramatischer.

Raphael Hythlodeus
11
wie stirbt eine art zeitweise aus? zu ihrer information: in dem artikel geht es nicht um zugvögel, die verschwinden, sobald der winter kommt und wieder auftauchen, wenn es wärmer wird...

Linek Karl
 
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Und wie kann eine Art nicht für immer aussterben? Warum wird diese Tautologie verwendet? Meine Fragen bezogen sich nicht auf die Naturwissenschaft, sondern auf die Weise, wie geschrieben wurde.

Bitte auch den letzten Satz lesen und vor allem denken. Danke.

leon383
10
je mehr

sich die sogenannten Tierliebhaber oder Tierschützer eingreifen, desto schlimmer wird es für die Natur werden. Die meisten Tierliebhaber oder Tierschützer sehen nämlich die Tiere als deren Freunde und Ebenbild (oft) und da ist von vornherein keine artgerechte Behandlung usw. möglich.

GAGA3
01

Tatsächlich sind ja viele Vogelarten von Ornithologen entgültig ausgerottet worden.

wolfetone
 
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Könnten beim Aussterben bitte diese guru-gurus anfangen, von denen das Putenfleisch kommt?

JosefGott
00

Die Vögel vögeln zu wenig.

duke box
01

die meisten davon sind eh ungenießbar.

der Ringe
00

oder sind zu groß für den Griller

diskutante
20
alle lebewesen haben ein genetisches ablaufdatum

auch die menschen. natürliches artensterben ist keine ausrottung

Grisu der kleine Drache
02

Da ist gar nichts natürlich. Im Vergleich zum natürlichen Niveau sterben derzeit Arten 1000mal schneller aus.

Gründe:
- Lebensraumvernichtung (Siedlungsbau, Landwirtschaft, Rodung, Trockenlegung ...)
- Einschleppung fremder Arten durch den internationalen Gütertransport
- Jagd und Fischerei

Was der Mensch derzeit anrichtet ist vergleichbar mit der globalen Katastrophe vor 65 Mio. Jahren, an der Saurier und andere Arten massenhaft eingegangen sind.

Raphael Hythlodeus
03
das derzeit ablaufende artensterben ist aber alles andere als natürlich.

Kondratjew -Zyklus
 
00
Ich bald auch.

Quargelbrot
21

Und wieviele Tierarten entstehen zur gleichen Zeit?

Wichtig ist doch, dass die Tiere als Ganzes in großer Zahl existieren.

Es ist doch kein Lebewesen wichtiger, weils einer anderen Spezies angehört!

Es werden in den nächsten Jahrzehnten viele Tierarten aussterben.
So what?

Ein winzig kleiner Bruchteil in der Menge der durch die Evolution schon entledigter Spezies.

Zoologe
00
Quargel!

Grisu der kleine Drache
02

Der Mensch beansprucht praktisch den ganzen Planeten. Jeder Winkel, der nützlich erscheint, wird nach den Bedürfnissen des Menschen umgestaltet.

Für viele Arten bleibt da kein Platz mehr, sie sterben aus. Andere werden von eingeschleppten Arten erledigt oder aktiv durch Jagd und Fischerei ausgerottet.

Was derzeit passiert hat mit natürlichem Wandel soviel zu tun wie der 2. Weltkrieg mit einer Rauferei auf dem Schulhof.

So ein Massensterben hat es seit 65 Mio. Jahren nicht mehr gegeben hat. Damals hat ein riesiger Meteorit die Erde verwüstet, heute macht das der Mensch.

Verlorenen Arten werden nie wiederkehren, eine Artenvielfalt wie bisher wird es auf Jahrmillionen nicht mehr geben.

Quargelbrot
10

Das ist schon mal aufgelegter Blödsinn.

Vor 65 Mio. Jahren starben 90% der Spezies aus.

Vor 5 Mio. waren es noch immer geschätzte 50%.

Wieviele Spezies der Mensch leider vernichtet, befindet sich nicht einmal im Promillebereich.

Machen wir homo sapiens sapiens nicht mächtiger, als er zu sein glaubt.

Wechselländer
00
12.6.2011, 20:02

Man weiß gar nicht, wie viele Arten aussterben, da viele ohne das Wissen um ihre Existenz ausgerottet werden.

Grisu der kleine Drache
00

Vor 5 Mio. Jahren gab es kein großes Artensterben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mass... aussterben

Und wir reden hier nicht vom Promillebereich, oben steht z.B. 13%. Und das binnen einiger Jahrzehnte. Vögel sind dabei noch vergleichsweise robust, Amphibien etwa erwischt es deutlich schlimmer, viele Großsäuger sind bereits Geschichte.

gigngogn
 
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Oben steht 13% der *Vögel* *könnten* verschwinden, das bedeutet nicht das 13% der Vögel verschwinden werden und schon gar nicht, das 13% der Arten verschwinden werden.

Dormouse
00

"Es werden in den nächsten Jahrzehnten viele Tierarten aussterben.
So what?"

am besten der mensch, dann würds etwas langsamer vorangehen...

Raphael Hythlodeus
02
wieviele tierarten entstehen denn zur gleichen zeit, sie komiker?

derzeit sind durch den menschen nicht nur einzelne arten vom aussterben bedroht, sondern ganze ordnungen und klassen.

Quargelbrot
10

Ich geb' Dir mal ein Beispiel: Viele Eisbären sind Richtung Süden gewandert und haben sich mit Grizzlies gekreuzt.

So entstand eine neue Tierart. Komisch.

Die Natur reagiert schon. Es ist meiner Meinung nach wesentlich wichtiger, der Natur als Ganzes mit Respekt zu begegnen, anstatt sich um einzelne Tierarten verstärkt zu kümmern.

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