Idee und Umsetzung

7. Juni 2011, 17:18
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Der Linzer Kunstraum Goethestraße xtd beschäftigt sich mit der Frage, was normal ist und wer dies bestimmt

Linz - Das Nichtnormale und Abweichende sind Themen, die der Kunstraum seit 2007 mit dem mittelfristig angelegten Ziel "city of respect" ins Zentrum stellt. Ausgehend von Statements wie "Es ist normal, verschieden zu sein" oder "Im täglichen Wahnsinn den Zauber finden" werden künstlerische Umsetzungen erarbeitet, im öffentlichen Raum ebenso wie im Kunstraum selbst.

Der Kunstraum, so Susanne Blaimschein, wird dabei zu einem kulturellen Ort des Wahrgenommenwerdens, zu einem Produktionsort und Experimentierfeld. Blaimschein leitet und kuratiert gemeinsam mit der Künstlerin Beate Rathmayr den Kunstraum Goethestraße xtd.

Nun wird drei Tage lang unter dem Titel Jede Idee ist nur so gut wie ihre Umsetzung intensiv der Frage nach neuen Modellen des Zusammenlebens und des Ausstellens nachgegangen. Morgen ist die niederländische Kuratorin, Autorin und Aktivistin Ine Gevers zu Gast. Gevers' Ausstellung Niet Normaal - Difference on Display (2009/10) war eine bejubelte, international gezeigte und rezensierte Schau mit unterschiedlichen künstlerischen Umsetzungen des Themas.

Der Kunstraum als Betriebssystem selbst bricht immer wieder aus der "Normalität des Ausstellens" aus. Interveniert im öffentlichen Raum mit subtilen Irritationen.

Bereits heute wird eine "Ausstellung für einen Tag" unter der (An)Leitung von Gerard Dirmoser präsentiert. Den ganzen Tag lang haben Interessierte die Möglichkeit, das was für sie eine "Ausstellung" sein könnte, zu diskutieren und umzusetzen. (Wiltrud Hackl, DER STANDARD - Printausgabe, 8. Juni 2011)

  • Das Große im Kleinen und eine Ausstellung für einen Tag im Linzer 
KunstRaum Goethestraße xtd.
    foto: reinhard winkler

    Das Große im Kleinen und eine Ausstellung für einen Tag im Linzer KunstRaum Goethestraße xtd.

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