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Foto: Gerd Altmann/www.pixelio.de

Ronny Hollenstein erklärt in einer Serie für derStandard.at/Karriere Lösungen für problematische Kommunikationssituationen aus dem Berufsalltag.
Das Meeting dauert schon ewig und der Kollege kommt immer noch nicht auf den Punkt. Unruhe macht sich langsam in der Runde breit, Kulis werden nur gezückt, um Zeichnungen auf den Notizblock zu kritzeln. "Herumschwafeln" macht Sitzungen zur Plage und Missverständnisse sind vorprogrammiert.
Was können einerseits Zuhörer und andererseits Redner selber tun, um auf den Punkt zu kommen? Kommunikationstrainer Ronny Hollenstein gibt einige Tipps:
dass es nicht deshalb so oft passiert, weil die Leute halt unaufmerksam sind oder rhetorisch nicht so geübt, sondern dass es ganz konkrete und handfeste Ursachen und Nutzen hat:
In vielen Firmen/Institutionen ist es eben nicht ratsam, auf den Punkt zu kommen und konkrete Aussagen zu tätigen oder Entscheidungen zu treffen, weil dann kann man später darauf festgenagelt werden (wenn man sich geirrt hat). Schwafler haben nie unrecht, weil sie nie eine klare, falsifizierbare Aussage treffen. Und sie hinterlassen mit ihrem wohltönenden semantischen Unsinn beim unaufmerksamen Zuhörer die Erinnerung, dass sie etwas ganz Gescheites und Wichtiges gesagt haben, aber, Gottchen, man kann sich halt nicht und nicht erinnern, was das war...
Ihre Aussage hat mich motiviert, das Verhalten meiner "Manager" mal so zu analysieren und siehe da, oh Wunder, die meisten verhalten sich genau so wie von Ihnen dargestellt. Jetzt verstehe warum ich mich manchmal bei "Manager" so unbeliebt mache wenn ich auf klare Aussagen und Entscheidungen poche.
...sie selber gar nicht wissen, was ihr Punkt ist, und sie diesen Umstand vernebeln wollen, oder aber auch
...weil sie demonstrieren wollen, wie wichtig sie sind, Motto "ich bin umso wichtiger, je länger ich Euch zwingen kann, mir zuhören zu müssen", oder
...sie Plauderer sind, die ineffizient arbeiten und ihre und unsere Zeit ineffizient verwenden
Verbesserungsvorschläge oder konkrete Hinweise, wo es im Ablauf (Produktion, Einteilung, was auch immer) krankt, sind in wenigen Sätzen mitteilbar.
Dann kommen die derart in Kenntnis Gesetzten darauf, dass es finanzielle oder personelle Aufwände bedeuten würde, um die Verbesserung umzusetzen - daraufhin folgt das Geschwafel, dass man zwar Verbesserungen begrüßen würde, die aber a) nichts kosten und b) keines Personalaufwandes bedürfen dürfen.
Den Zweck, derartige nötige Veränderungen vermeiden zu können, erfüllt Geschwafel.
"Für die Zuhörer gilt: konkret nachfragen beim Redner. Da helfen oft einfache Fragen wie "Was darf ich jetzt notieren?" Oder eine andere Variante: als Zuhörer eine Zusammenfassung des Gehörten anbieten wie " Habe ich es richtig verstanden, dass...". "
Wow....Mit solchen Selbstverständlichkeiten kann man heutzutage also Geld verdienen?
gehört wohl zu den unwichtigsten zu diesem Thema. Ich glaube nicht, dass mit ein paar Absätzen alles gesagt ist.
Wenn dieser Kommunikationstrainer nix besseres weiß, bin ich froh, dass der nicht in meiner Firma "Kommunikation" lehrt.
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