Zum Punkt kommen statt "Schwafeln"

27. Juni 2011, 10:02
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    foto: gerd altmann/www.pixelio.de

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    Ronny Hollenstein erklärt in einer Serie für derStandard.at/Karriere Lösungen für problematische Kommunikationssituationen aus dem Berufsalltag.

Situationen aus dem Joballtag, die jeder kennt und wo es hapert - Kommunikationstrainer Ronny Hollenstein gibt Tipps

Das Meeting dauert schon ewig und der Kollege kommt immer noch nicht auf den Punkt. Unruhe macht sich langsam in der Runde breit, Kulis werden nur gezückt, um Zeichnungen auf den Notizblock zu kritzeln. "Herumschwafeln" macht Sitzungen zur Plage und Missverständnisse sind vorprogrammiert.

Was können einerseits Zuhörer und andererseits Redner selber tun, um auf den Punkt zu kommen? Kommunikationstrainer Ronny Hollenstein gibt einige Tipps:

  • Viele schwafeln nicht aus böser Absicht heraus - sie wissen es einfach nicht besser. Wenn wir uns für eine Aussage entscheiden sollen, ist es hilfreich, sich selbst vor dem Statement die Frage zu stellen: "Was will ich sagen?" Dabei kann man sich vorstellen, man müsse einem Journalisten in wenigen Sätzen die Meinung sagen. Diese Kernaussage sollte auch wirklich ausgesprochen werden. Erst dann kann man mit Details oder mit Beispielen untermauern.
  • Für die Zuhörer gilt: konkret nachfragen beim Redner. Da helfen oft einfache Fragen wie "Was darf ich jetzt notieren?" Oder eine andere Variante: als Zuhörer eine Zusammenfassung des Gehörten anbieten wie " Habe ich es richtig verstanden, dass...".
  • Es gibt aber auch Situationen, in denen es sogar zielführend sein kann, noch keinen konkreten Punkt zu machen. Solange man in der Gruppe miteinander nachdenkt, kann jeder Gedanke hilfreich sein und andere Ideen provozieren. Siehe Brainstorming. (red, derStandard.at, 27.6.2011)

RONNY HOLLENSTEIN ist Coach und Kommunikationstrainer in Wien und Autor des Buches "Hart und herzlich - Sinnvoll kommunizieren", erschienen im Molden Verlag. Er entwickelt Bildungskonzepte für Unternehmen und Organisationen und hält Vorträge und Seminare im deutschsprachigen Raum.

Kommentar posten
24 Postings
Vseckojedno von Jednovsek
01
Meine Formel des Geschwafelgrades lautet:

Schwafelgrad = Uninformiertheit/IQ

Anders gesagt, je höher die Unwissenheit eines Sitzungsteilnehmers zu einem Thema ist und je geringer sein IQ, desto höher wird der Grad des Geschwafels.

moody 100
 
01
30.6.2011, 07:25

Geschwafelt (z.B. dauernd über Kommunikation) wird auch, weil viele eben inhaltlich nichts zu sagen haben.

jMor
 
01
29.6.2011, 08:00
Ich sag nur Parkinsonsches Gesetz

Punkt 2

http://de.wikipedia.org/wiki/Park... hes_Gesetz

das ist alles sehr kompliziert!
 
012
28.6.2011, 20:07
Das Problem des Schwafelns ist meiner Meinung nach,

dass es nicht deshalb so oft passiert, weil die Leute halt unaufmerksam sind oder rhetorisch nicht so geübt, sondern dass es ganz konkrete und handfeste Ursachen und Nutzen hat:

In vielen Firmen/Institutionen ist es eben nicht ratsam, auf den Punkt zu kommen und konkrete Aussagen zu tätigen oder Entscheidungen zu treffen, weil dann kann man später darauf festgenagelt werden (wenn man sich geirrt hat). Schwafler haben nie unrecht, weil sie nie eine klare, falsifizierbare Aussage treffen. Und sie hinterlassen mit ihrem wohltönenden semantischen Unsinn beim unaufmerksamen Zuhörer die Erinnerung, dass sie etwas ganz Gescheites und Wichtiges gesagt haben, aber, Gottchen, man kann sich halt nicht und nicht erinnern, was das war...

nix do
00
31.8.2011, 11:21

der Chef umreißt schemenhaft das Themengebiet, die Mitarbeiter machen :)

über den Dächern von Wien
00
29.6.2011, 12:20
Exakt.

Die Folge ist, dass die Schwafler Karriere machen, aber halt leider keine Entscheidungen getroffen werden, die für eine sinnvolle, inhaltliche Arbeit notwendig wären.

wolfindersteppe
 
00
29.6.2011, 07:39
Stimme ganz zu

Ihre Aussage hat mich motiviert, das Verhalten meiner "Manager" mal so zu analysieren und siehe da, oh Wunder, die meisten verhalten sich genau so wie von Ihnen dargestellt. Jetzt verstehe warum ich mich manchmal bei "Manager" so unbeliebt mache wenn ich auf klare Aussagen und Entscheidungen poche.

über den Dächern von Wien
05
28.6.2011, 10:49
Die Kollegen/Chefs schwafeln, weil...

...sie selber gar nicht wissen, was ihr Punkt ist, und sie diesen Umstand vernebeln wollen, oder aber auch
...weil sie demonstrieren wollen, wie wichtig sie sind, Motto "ich bin umso wichtiger, je länger ich Euch zwingen kann, mir zuhören zu müssen", oder
...sie Plauderer sind, die ineffizient arbeiten und ihre und unsere Zeit ineffizient verwenden

über den Dächern von Wien
03
28.6.2011, 10:44

Auf die Frage "Habe ich richtig verstanden, dass..." kommt garantiert noch einmal Geschwafel in derselben Länge, sodass man derartige Nachfragen das nächste Mal lieber unterlässt.

grifter
04
27.6.2011, 21:45
Geschwafel soll ja nerven, das ist ja der Sinn.

Verbesserungsvorschläge oder konkrete Hinweise, wo es im Ablauf (Produktion, Einteilung, was auch immer) krankt, sind in wenigen Sätzen mitteilbar.

Dann kommen die derart in Kenntnis Gesetzten darauf, dass es finanzielle oder personelle Aufwände bedeuten würde, um die Verbesserung umzusetzen - daraufhin folgt das Geschwafel, dass man zwar Verbesserungen begrüßen würde, die aber a) nichts kosten und b) keines Personalaufwandes bedürfen dürfen.

Den Zweck, derartige nötige Veränderungen vermeiden zu können, erfüllt Geschwafel.

Spirogyra
01
27.6.2011, 17:28

Die Ursachen zu den Symptomen werden hier, äh, auf den Punkt gebracht:
http://www.zeit.de/2010/30/K... ferenzwahn
:)

AlBundyFan
 
00
28.6.2011, 10:31
naja

schon den ersten absatz find ich komisch - wie kommt man drauf, daß die mehrheit ab 18,19 nicht mehr in gruppen ausgehen möchte?

silberstreif65
04
27.6.2011, 15:38

"Für die Zuhörer gilt: konkret nachfragen beim Redner. Da helfen oft einfache Fragen wie "Was darf ich jetzt notieren?" Oder eine andere Variante: als Zuhörer eine Zusammenfassung des Gehörten anbieten wie " Habe ich es richtig verstanden, dass...". "

Wow....Mit solchen Selbstverständlichkeiten kann man heutzutage also Geld verdienen?

Gobi Todic
02
27.6.2011, 18:24
heutzutage

ist der level der alltäglichen kommunikation bereits so tief, ja.

Herman Toothrot
01
27.6.2011, 17:25

man kann dann hintendrauf auch noch sagen: "Es gibt aber auch Situationen, in denen es sogar zielführend sein kann, noch keinen konkreten Punkt zu machen"

und somit sich selbst ad-absurdum führen.

also quasi: wer anderen gute tipps gibt ...

FAIL
03
27.6.2011, 13:51
das sollt mal wer ...

... unsern politikern vorlesen. mehr als nlp-kauderwelsch ham die nimmer drauf. am schlimmsten die F (wobei am schlimmsten heißt, dass dies am besten drauf haben)

dawolt1
00
27.6.2011, 13:45
wo ist mein posting???

ARO5
02
28.6.2011, 09:09

da

FranzKpunkt
01
27.6.2011, 13:28

Alleine schon über Meetings zu lesen langweilt mich uneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee

silberstreif65
00
27.6.2011, 13:24
Zum Punkt kommen statt "Schwafeln"

Eventuell sollten sich diesen Satz ja auch die Journalisten dieser Rubrik zu Herzen nehmen.

dawolt1
00
27.6.2011, 13:22
dieser beitrag ...

gehört wohl zu den unwichtigsten zu diesem Thema. Ich glaube nicht, dass mit ein paar Absätzen alles gesagt ist.
Wenn dieser Kommunikationstrainer nix besseres weiß, bin ich froh, dass der nicht in meiner Firma "Kommunikation" lehrt.

Das Lama Dalai.
00
Ich glaube nicht, dass mit ein paar Absätzen alles gesagt ist.

'
Er will Ihnen hier ja auch nicht wirklich etwas mitgeben, sondern in erster Linie Werbung für sein Buch machen.

hm tata
00
27.6.2011, 11:49
noch kein einziges posting

zu einem solch wichtigen thema?
was isn los mit dir, wuffi?
ah ja, du schwafelst nicht gern ;)

Mirstetta Toni
07
27.6.2011, 11:00

wenn ein kollege schwafelt, gibt es nur eine ansage:

bitte kommen sie zum punkt!

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