Qualitätssicherung an Unis: ÖH vermisst Prüfkriterien

7. Juni 2011, 14:35
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Neue Agentur prüft Qualität staatlicher und privater Unis sowie von Fachhochschulen - Kritik auch an neuem FH-Gesetz

Während sich Kanzler und Vizekanzler am Dienstag nach dem Ministerrat zufrieden mit dem Beschluss einer neuen Qualitätsagentur für die Universitäten zeigten, kritisierte die Österreichische Hochschülerschaft das Gesetz. "Es wurden weder stichhaltige Prüfkriterien noch eine konsistente Organisationsstruktur festgelegt", heißt es in einer Aussendung der ÖH. Zudem seien die Studierendenvertreter in den Gremien der neuen Agentur unterrepräsentiert.

Drei Agenturen werden zu einer

Die neue Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQAA) soll die Qualität der staatlichen und privaten Universitäten und der Fachhochschulen überprüfen. Bisher gab es drei verschiedene Agenturen (FH-Rat, Akkreditierungsrat und Qualitätssicherungsagentur AQA). Laut dem ÖVP-Wissenschaftsminister Töchterle soll die Qualtiät an den Hochschulen durch "ein gemeinsames System von Standards, Verfahren und Leitlinien" gefördert werden.

Töchterle beizeichnet den Beschluss des Gesetzes als eine "wichtige Weichenstellung für die qualitätsorientierte Weiterentwicklung des Hochschulbereichs". Zentral sei dabei eine Verwaltungsvereinfachung und verbesserte internationale Vergleichbarkeit.

Drittstaatenangehörige zahlen bis zu 10.000 Euro

Im Ministerrat wurde heute auch eine Ombudsstelle für Studierende und ein neues Fachhochschulgesetz beschlossen. Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH macht in einer Aussendung darauf aufmerksam, dass durch das neue FH-Gesetz Drittstaatenangehörige bis zu 10.000 Euro Studiengebühren zahlen müssen. "Dass FH-Studierende auch weiterhin, im Gegensatz zu Universitätsstudierenden, Gebühren zahlen müssen, wird da fast zur Nebensächlichkeit", so Wallerberger. Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) forderte die Abschaffung der Studiengebühren an allen Hochschulen. (red, derStandard.at, 7.6.2011)

  • FH-Studenten zahlen im Gegensatz zu ihren Kollegen auf der Uni meistens Studiengebühren.
    foto: standard/cremer

    FH-Studenten zahlen im Gegensatz zu ihren Kollegen auf der Uni meistens Studiengebühren.

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