Flotterer Firefox durch Azure

7. Juni 2011, 13:15

Ende Juni will Mozilla die Azure-API für Direct2D fertigstellen - Mehr Speed für Firefox und Ressourceneinsparung bei Mac OS X

Die Mozilla Foundation will Webseiten beim Ladevorgang einen deutlichen Geschwindigkeitsschubser verpassen und entwickelt derzeit dafür die 2D-Grafik-API "Azure". Bei Mac OS X soll Azure ebenfalls Vorteile bringen, unnötige Umwandlungen einsparen und damit den Ressourcenbedarf reduzieren. Erste Tests zeigen einen zehnmal schnelleren Firefox-Browser.

Performance

Mozilla will gegen Ende des zweiten Quartals 2011 mit der Azure-API für Direct2D fertig sein, schreibt Bas Schouten in seinem Blog, der an der Umsetzung von Canvas2D auf Azur-Basis beteiligt war und zahlreiche Elemente der APIs implementiert hat. In seinen Vergleichstests zwischen Azure und Cairo stellt sich heraus, dass die Azure-Version nicht in allen Fällen schneller läuft als die in der aktuellen Firefox-Version eingesetzte Cairo-Implementierung. Manchmal übertrifft die Canvas2D auf Azure-Basis die Cairo-Implementierung deutlich, so Schouten.

Backends

Durch Backends soll die Zusammenarbeit von Azure mit diversen Hardware-Plattformen, Treibern und Betriebssystemen ermöglichen. Sind keine nativen Backends verfügbar, soll wie bisher Cairo eingesetzt werden.

Azure selbst testen

Wessen Neugier für die aktuelle Azur-Implementierung geweckt ist, kann auf den von Bas Schouten bereitgestellten Download-Link gehen und einen speziellen Firefox-Build testen. Als Voraussetzung gilt ein System mit Direct2D-Support. Die Verwendung von Azur kann über "gfx.canvas.azure.enabled" unter "about:config" aktiviert und deaktiviert werden. Schouten gibt allerdings zu bedenken, dass durch das Fehlen einiger Optimierungen die Ergebnisse der Builds nicht mit dem Firefox-Build zu vergleichen sind. Um Azure Direct2D so bald als möglich zu veröffentlichen, sollen die Fehler in der nächsten Entwicklungsstufe begradigt werden. Dies wird, so kalkuliert Golem, voraussichtlich mit Firefox 7 der Fall sein.

Anschließend soll an einer Azure-Version für Quartz gearbeitet werden, damit der Mozilla-Browser auch unter Mac OS X mehr Speed bekommt. (ez, derStandard.at, 07. Juni 2011)

Kommentar posten
15 Postings
An Derl
00
Azur oder Azure?

Contra gegen alles
01

Sehr putziges Bild!

Retro
02

..und ich dachte dass wär sowas wie "Opera Turbo" mit der MS Cloud API realisiert.. ich scheine Microsoft-geschädigt zu sein ;)

christian decker
00

da is wer aus der Branche - mir is genauso gegangen... ;)

Grantscherben
00

Welche Gründe aus Sicht eines Operianers gibt es um Firefox oder Chrome etc. zu verwenden?

dieter van teese
00

für opera gibt es kein ordentliches übersetzungstool, welches mir bei meinem schul-spanisch auf die sprünge helfen kann.

gibt's aber für firefox und chrome. doppelklick auf das betreffende wort und sofort poppt die übersetzung auf.

für opera hab ich danach bislang vergeblich gesucht, denn kopieren und irgendwo einfügen und dann einen button anklicken ist KEINE alternative.

;)

Grantscherben
00

schau bei den Extensions nach:
HyperTranslation oder In-place translator

dieter van teese
00

besten dank!
hypertranslation ist genau wonach ich gesucht habe.

und ich dachte, ich hätte schon alle durch ...

eldoradoboy
02

Schon mal was von WebGL gehört?
Ach ja, das kann ja der Opera derzeit noch nicht, ausser du hast die Alpha vom 11.50 installiert!

Zum Testen (Firefox 4.0, Chrome)
http://bodybrowser.googlelabs.com

Pepito Sbazzegutti
01

besserer adblock, sonst keinen.

dhem
01
ich wäre für eine sauberere Schrift

bei aktivierter Hardwarebeschleunigung, ansonsten ist dieses Feature sinnlos!

LostinSpacetime
21
Mozilla unter Druck

Etwas schade aber verständlich, dass Firefox für Linux so vernachlässigt wird. Chromium ist um so viel schneller geworden, dass die Gründe Firefox zu verwenden immer unwichtiger erscheinen. Ubuntu wird auch ziemlich sicher spätestens mit 12.04 auf Chromium umsteigen.

xyzasdf
00

:/ Mag chromium eigentlich nicht so.
Schnell is er darüber kann man nicht streiten, wäre mal nicht schlecht wenn er sich ins theme integrieren würde. Sieht auf meinem Lubuntu (da sind sie bereits umgestiegen) wie ein Fremdkörper aus.

LostinSpacetime
01

"Because widget rendering is done in a separate, sandboxed process that doesn't have access to the X server or the filesystem, there's no current way to do GTK+ widget rendering." Man muss die Erscheinung also über themes bzw erweiterungen anpassen. Für Ubuntus Ambiance schauts hier schon ganz gut aus: https://chrome.google.com/webstore/... gejnbfigln

Mailüfterl
00

Agreed. Für FF6 gibt es aber zumindest Bestrebungen, den Vorsprung von Chrome unter Linux ein wenig zu reduzieren: http://derstandard.at/130395064... chleunigen

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.