US-Analyse

Parkinson-Kranke haben erhöhtes Melanom-Risiko

7. Juni 2011, 09:03

Genetische oder Umweltfaktoren als mögliche Erklärung vermutet

Washington - Parkinson-Patienten haben nach einer US-Analyse ein deutlich erhöhtes Risiko für den schwarzen Hautkrebs. Eine Untersuchung von zwölf wissenschaftlichen Studien durch das National Institute of Environmental Health Sciences in den USA ergab, dass männliche Parkinson-Kranke doppelt so häufig an Melanomen, der gefährlichsten Form von Hautkrebs, erkranken als Menschen ohne Parkinson. Bei Frauen ist das Melanom-Risiko 1,5 Mal so hoch, wie aus der am Montag veröffentlichten Untersuchung hervorgeht.

Eine mögliche Erklärung für die Verbindung zwischen der Parkinson-Krankheit und Melanomen könnte genetische oder Umweltfaktoren sein, sagte Studien-Autor Honglei Chen. Schätzungen zufolge leiden weltweit etwa fünf bis zehn Millionen Menschen an der Parkinson-Krankheit. Die chronische Krankheit, die insbesondere Menschen ab 50 Jahren befällt, schädigt das zentrale Nervensystem, so dass motorische Störungen wie Zittern auftreten. (APA)

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