Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI
Stockholm - Die USA stehen bei den Militärausgaben
weltweit weiter einsam an der Spitze. Wie das Stockholmer
Friedensforschungsinstitut SIPRI am Dienstag angab, haben die
Vereinigten Staaten 2010 sechsmal so viel Geld für militärische
Zwecke ausgegeben wie China, das Land mit dem zweithöchsten
Militärhaushalt aller Länder.
Weltweit betrugen die Ausgaben für militärische Zwecke 1,6
Billionen Dollar (1,1 Billionen Euro) und stiegen damit um 1,3
Prozent gegenüber 2009. Wie es im SIPRI-Jahrbuch zu Rüstung und
Abrüstung weiter hieß, hatten die USA mit 698 Milliarden Dollar dabei
einen Anteil von 43 Prozent.
Chinas Anteil betrug bei Ausgaben von 119 Milliarden Dollar
etwa
sieben Prozent. Russland, Frankreich und Großbritannien teilten sich
die folgenden Plätze mit einem Anteil von je vier Prozent.
Deutschland hatte nach den SIPRI-Angaben mit 2,8 Milliarden Dollar
die achthöchsten Militärausgaben weltweit.
Ebenfalls zu den zehn führenden Ländern gehörten Japan,
Saudi-Arabien, Indien und Italien. Bei den schon früher
veröffentlichten Angaben über Rüstungsexporte hatten die USA und
Russland allein etwa die Hälfte aller Verkäufe zwischen 2006 und 2010
für sich verbucht. (APA)