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Georgy Halpern, 1935 in Wien geboren, im Garten der Maison d'Izieu.
Wien - Es sind Kinder beim Theaterspielen, Grimassen-Schneiden und Herumblödeln, welche die Fotokamera der Erzieherinnen des französischen Heims Maison d'Izieu eingefangen hat. Fröhliche Kinder, die Momente der raren Glückseligkeit zu erleben scheinen. Das Wissen, dass diese Bilder nur ein Jahr vor der Ermordung der Kinder und ihrer Betreuerinnen entstanden sind, macht ihren Anblick schmerzvoll.
Auf private Initiative wurden 1943, als die deutsche Wehrmacht nach Südfrankreich vorrückte, jüdische Kinder, deren Eltern bereits interniert oder deportiert waren, in einem Ferienheim nahe Lyon vor den Nationalsozialisten versteckt. Über einhundert Kinder verschiedener Nationalitäten beherbergte das von Sabine und Miron Zlatin gegründete Kinderheim in Izieu. Einige davon konnten rechtzeitig über die Landesgrenze außer Gefahr gebracht werden, andere wurden von Bauern im Dorf aufgenommen.
Die vermeintliche Sicherheit für die in der Maison d' Izieu verbliebenen Kinder nahm am 6. April 1944 ein jähes Ende. Klaus Barbie, der berüchtigte Gestapochef von Lyon, ließ 44 Kinder und deren Erzieherinnen aus dem Heim nach Auschwitz deportieren. Nur eine Lehrerin überlebte das Vernichtungslager.
Um Jugendliche für den Holocaust zu sensibilisieren, tourte die von der Gedenkstätte Maison d'Izieu und von Milli Segal in Kooperation mit der Plattform www.erinnern.at kuratierte Fotoausstellung in den letzten Jahren durch Berufsschulen in ganz Österreich.
Ab heute, Dienstag, ist sie bei freiem Eintritt für Besucher/innen und
Schüler/innen an der Wiener Berufsschule Mollardgasse zu sehen. Anmeldung für
Schulklassen und Gruppen erbeten: Milli Segal, (01/968 72 66,
milli.segal@chello.at). Hier sind auch Unterrichtsmaterialien erhältlich.
Bis 28.6.
(Elisa Weingartner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. Juni 2011)
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http://tvthek.orf.at/programs/... mde-Heimat
und dafür gibt es noch Stimmen, dass Kinder in die Gaskammer kommen?
Ein feines Land!
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