Neue Therapie gegen Restless Leg Syndrom

6. Juni 2011, 14:53

Bei Schwangeren tritt Phänomen häufiger auf - Wirkungsvolle Therapie entwickelt

Das Restless Leg Syndrom betrifft fünf bis zehn Prozent der Allgemeinbevölkerung, aber zehn bis 20 Prozent der schwangeren Frauen. Eine neue Studie, die auf der 21. Jahrestagung der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS) in Lissabon vorgestellt wurde, zeigt, dass die Substitution von Eisen durch Infusionen von Ferric Carboxymaltose eine potentiell wirksame Therapie dieser Erkrankung ist. Daten aus der experimentellen Forschung liefern jetzt Hinweise, dass Schlafstörungen die Gesundung nach einem ischämischen Schlaganfall negativ beeinflussen. Darauf weisen Experten der Tagung in einer Aussendung hin.

"Es scheint, dass wir nun vielen Leidtragenden eine einfache und sehr wirkungsvolle Therapie anbieten können", so Claudio Bassetti aus Lugano in der Schweiz. Er berichtete von ersten Ergebnissen einer noch laufenden Studie, die zeigen, dass Infusionen mit Ferric Carboxymaltose die Symptome von RLS bei schwangeren Frauen mit Eisenmangelanämie bereits in der ersten auf die Behandlung folgenden Nacht deutlich reduzieren.

Belastende Ruhelosigkeit

Symptome sind Gefühle von Prickeln, Spannung, Wärme oder Schmerz, die vor allem in den Beinen auftreten und sich bei Nacht verstärken. Daraus entsteht das zwingende Bedürfnis, sich zu bewegen und die betroffenen Muskeln anzuspannen oder zu dehnen. Häufige Begleiterscheinungen sind periodische Beinbewegungen während des Schlafes und sogenannte "Arousals" - wiederholte, kurze Schlafunterbrechungen, die durch Zuckungen der Muskeln verursacht und von Betroffenen oft gar nicht bemerkt werden, sich aber dennoch zu einem beträchtlichen Schlafdefizit summieren können. Die quälenden Konsequenzen sind Erschöpfung, Schläfrigkeit bei Tag, ein genereller Leistungsabfall und psychiatrische Symptome wie Depressionen.

Einfache Eiseninfusionen

"Einige Studien legen nahe, dass die Häufigkeit von RLS während der Schwangerschaft mit Eisenmangel zu tun haben könnte", so Bassetti. "Daher wollten wir herausfinden, ob die RLS-Symptome verschwinden, wenn wir den Eisenmangel gezielt behandeln." In der noch laufenden Studie bekommen schwangeren Frauen, die sowohl an Eisenmangel als auch an RLS leiden, Ferric Corboxymaltose-Infusionen, ein Medikament, das in der Schweiz zur Behandlung von Eisenmangelanämie bei Schwangeren zugelassen ist. "90 Prozent der bisher untersuchten Patientinnen berichteten einen merklichen Rückgang der RLS-Symptome schon ab der ersten Nacht nach der Behandlung. Wir erwarten nicht, dass unsere Endauswertung von diesen vorläufigen Resultaten wesentlich abweichen wird und folgern daraus, dass schwangere Frauen mit RLS von intravenösen Eiseninfusionen profitieren können", so Bassetti. (red, derStandard.at)

Restless Legs dürfte gerade

wieder ein Topthema sein.
Bin heute schon durch Zufall auf einen anderen Artikel gestoßen, der wiederum Elektrosmog als mögliche Ursache angibt und dagegen Smogreduktion und Ausgleicher wie Kristalle und AlphaPrevent vorschlägt.
Man weiß eben leider noch nicht, was genau es verursacht.

Ich kann nur sagen, dass ich auch Eisenmangel hatte/habe (schwankt immer wieder) und nachts ab und an Muskelzuckungen bekomme (ohne RLS, nur das Zucken). Ob das jetzt aber zusammenhängt, kann ich nicht sagen.

gibt es einen Unterschied..

.. bei der Behandlung vom RLS bei Schwangeren und nicht schwangeren?
Meine Oma hat gegen das RLS ein Medikament bekommen, das eigentlich bei Parkinsonpatienten angewendet wird.
Wär interessant zu wissen, ob es bei ihr auch an Eisenmangel liegen könnte.

im newscientist vom 1.4.2011

wird der positive einfluss von masturbieren beim rls syndrom beschrieben.
aber viele ärzte und vor allem die pharmaindustrie hatten immer schon etwas gegen (kostenlose) selbstbehandlung.

Ferkel ;)

Da ersetzt man nur das Restless Legs Syndrom durch das Restless Hands S. Kann auch anstrengend sein, aber wahrscheinlich schläft man dann besser (ich selbst hab natürlich keine Erfahrungen damit!)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.