Österreicher beim Radfahren Schlusslicht

6. Juni 2011, 14:42
  • Die fleißigsten Radfahrer gibt es hierzulande in Vorarlberg.
    foto: reuters/alexandra winkler

    Die fleißigsten Radfahrer gibt es hierzulande in Vorarlberg.

  • Artikelbild
    foto: apa

Sieben Prozent radeln hierzulande im Alltag - In den Niederlanden sind es 26 Prozent

Wien - Die Österreicher fahren zwar immer häufiger mit dem Fahrrad, im Vergleich mit anderen europäischen Ländern bilden sie aber dennoch das Schlusslicht. Laut einer Untersuchung des VCÖ erledigen die Niederländer 26 Prozent ihrer Alltagswege mit dem Fahrrad, in Dänemark sind es 19 Prozent, in Schweden elf Prozent, in Deutschland zehn Prozent, in der Schweiz und Finnland jeweils neun und in Österreich nur sieben Prozent. 

Die fleißigsten Radfahrer gibt es hierzulande in Vorarlberg. 35,7 Prozent der Bevölkerung radeln im westlichsten Bundesland täglich oder mehrmals in der Woche. Dahinter rangiert Salzburg (33,9 Prozent), Tirol (31,0 Prozent), das Burgenland (27,5 Prozent), Niederösterreich (25,6 Prozent), Oberösterreich (24,7 Prozent), die Steiermark (24,5 Prozent), Kärnten (21,9 Prozent) und Wien (13,4 Prozent). In Vorarlberg ist auch der Bestand an Fahrrädern im Verhältnis zur Bevölkerung am größten (820 Fahrräder pro 1.000 Einwohner), in Salzburg sind es 800, in Oberösterreich 790, in Tirol 755, in Niederösterreich 750, in der Steiermark 725, im Burgenland 670, in Kärnten 630 und in Wien 590.

Mit dem Rad zur Arbeit

Immer mehr Österreicher fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit, so der VCÖ unter Berufung auf Daten der Statistik Austria. Diesen zufolge hat sich die Zahl im Jahr 2011 um 12.000 auf 247.000 erhöht. Im Jahr 2001 waren es 146.000 Österreicher, die den Arbeitsweg radelnd zurückgelegt haben. Die meisten Beschäftigten radeln in der Steiermark (48.000) zum Arbeitsplatz, gefolgt von Niederösterreich (38.000), Oberösterreich (35.000) und Wien (34.000). 

Laut einer Untersuchung des Verkehrsclubs treten Akademiker am fleißigsten in die Pedale: 28,1 Prozent fahren täglich oder mehrmals die Woche mit dem Fahrrad. Personen mit Lehrabschluss nehmen mit 23,5 Prozent den letzten Rang ein. 

Obwohl der Radverkehr in den vergangenen Jahren zugenommen hat, ist die Zahl der tödlichen Unfälle gesunken, so der VCÖ. "Sind mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs, achten die anderen Verkehrsteilnehmer stärker auf den Radverkehr. Fahren wenig mit dem Rad, werden Radfahrer leichter übersehen. Zudem fahren bei hohem Radverkehrsanteil auch viele Autofahrer Rad. Dadurch steigt die Rücksichtnahme im Straßenverkehr", meinte Martin Blum vom VCÖ. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 212
1 2 3 4 5
Wenn man endlich Autofahrer abstrafen würde, welche den Seitenabstand nicht beachten, dann würden sich schlagartig fast alle Probleme lösen.

Würde allerdings eher die gefühlte Sicherheit erhöhen. Die wirklichen Dramen spielen sich eher im Kreuzungsbereich ab, insbesondere _wenn_ ein Radweg vorhanden ist und meist an unbrauchbarer Stelle auf die Fahrbahn einmündet.

Macht das Land Österreich soflach wie Niederlande und die % Zahl steigt sicher.

Wie blöd kann mna sein, das Radfahren ohne Höhenmessungen zu vergleichen???

In NL gibts auf den Deichen Wind

daß dich anwischerlst.

Jaja, Salzburg, Tirol und Vorarlberg kennen keinerlei Reliefenergie, während man Transdanubien nur mit Steigeisen erreicht.

ach so, in vorarlberg gibt es keine berge.

In den österreichischen Ballungsräumen

ist es flach genug - keine Sorge.

woandes und doch genauso -

ich empfehle auch lektüre der forumsbeiträge:

http://www.spiegel.de/auto/fahr... -2,00.html

wenn die radwege dann so aussehen, kann man auch darauf verszichten: 200 m geradeaus 4 m breit - 90 grad kurve und verengung auf 1,5 m und 20 m geradeaus - wieder 90 grad kurve , über strasse mit ampel fahren und 90 grad kurve - 20 meter fahren, um ubahnstation fahren (90 grad 20 m 90grad 30 m kurzes bergabstück fast 90 grad) .......
ich fahr zwar trotzdem auf diesem weg aber planung ist das keine.

Die Leute haben wahrscheinlich Angst davor,

dass sie dann auch mit dem Doping anfangen müssen, wenn sie radeln....

Leider sind unsere Politiker zu feig und zu rückständig

um eine moderne Verkehrspolitik anzubieten.

Mehr Radwege braucht das Land.

Radfahren schlägt der Erdölindustrie ein grosses Schnippchen!

Im Kurzstreckenverkehr Kilometer fürs Auto "sammeln" . Meine Erfahrung zeigt, dass mit dem normalen Citybike eine Strecke von 16 km nur doppelt so lange dauert wie mit dem Auto, wenn davon nur 8 km im Stadtbereich liegen.
Meine Durchschnittsgeschwindigkeit ist 43km/h mit dem Auto zur Arbeit, und 28 mit dem Fahrrad. Man muss natürlich etwas trainiert sein. (Meine jährlichen Radkilometer reichen je nach Wetterlage 5000 - 7000 km!

Und wenn sie die üblichen Staus und die Parkplatzsuche dazurechnen sind sie gleich schnell!

Und wenn sie nicht gerade eine U-Bahn vor der Haustür haben meistens auch schneller als die Öffis!

Meine Hypothese: Wenn die Arbeitgeber Duschmöglichkeiten anbieten, fahren mehr Leute mit dem Fahrrad zur Arbeit.

pedelec

Das mit dem Schwitzen ist meiner Ansicht nach eine Ausrede. Bei gemütlicher Fahrweise kommen die meisten Menschen nur wenig ins Schwitzen. Diejenigen, die wirklich ein Problem damit haben, können ja mit einem Pedelec fahren und kommen damit garantiert nicht ins Schwitzen.
Ich denke es ist die Angst vor dem motorisierten Verkehr, die viele Menschen vom Radfahren in der Stadt abhalten. Das höre ich immer wieder als Argument von Bekannten.
Der effektivste (und nebenbei auch kostengünstigste) Weg um den Radverkehrsanteil zu heben ist flächendeckend Tempo 30 in der Stadt - ausgenommen Hauptstraßen B (ehem. Bundesstraßen). Auf letzteren sollte ein durchgängiges Radwegenetz geschaffen werden - ergänzt mit Radrouten auf Nebenstraßen.

Durchgängiges Radwegenetz wäre

die Lösung in Wien. Pedelec ist genial, weil man dadurch auch größere Strecken bzw. stärkere Steigungen zurücklegen kann und eben ohne ins Schwitzen zu kommen. Bei warmen Wetter ist ein Hemd mit Krawatte schon eine Schwitzgarantie ganz zu schweigen noch damit Radfahren. Umziehmöglichkeiten wäre einfacher zu lösen als Dusche und gibt es in Büros leider auch nicht...

als stadtradler seit ca. 15 jahren darf ich ihnen sagen,

dass das problem mit dem duchen kein so großes ist - wenn man sich einer durchschnittlichen mitteleuropäischen körperhygiene befleißigt, riecht man erst 24 h nach der letzten dusche wieder durchdringend. und bis dahin sollte man es auch mit dem rad wieder bis zu einem gut ausgestatteten badezimmer geschafft haben.

und übrigens: ich fahr immer in der einser-panier.

Wenn man regelmäßig mit dem Rad fährt, schwitzt man nicht mehr.

Wenn du nicht mehr schwitzt solltest einen arzt aufsuchen

Wenn sie wenig an haben und gemächlich fahren ist das möglich. Mit einem Rucksack geht das aber nicht.

Ja, wenn man ein Tempo anschlägt, bei dem man kaum das Gleichgewicht halten kann...

jo sicher... so an kollegen hab ich auch der das behauptet...
*würg*

Ich kenn auch ein paar solche Stinker.

Unerträglich. Aber Gott sei Dsnk fahren die am Radl und nicht in den Öffis....

ich hab einfach wäschekluppen an meine arbeitskollegen verteilt!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 212
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.