Verfahren laut Adamovich in Tirol in guten Händen

6. Juni 2011, 14:28

Montagnachmittag soll Kampuschs Buch Thema der Einvernahme sein

Innsbruck - Das Ermittlungsverfahren gegen fünf Staatsanwälte wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs im Fall Natascha Kampusch ist laut dem früheren Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) Ludwig Adamovich am Innsbrucker Landesgericht "in guten Händen". Das erklärte er Montagmittag am Rande seiner Befragung durch Ermittlungsrichter Georg Putz in Innsbruck. Man sei bis dato den Sachverhalt "chronologisch durchgegangen", meinte der frühere Spitzenjurist. Am Montagnachmittag werde er zu Kampuschs Buch "3096 Tage" "einiges zu sagen" haben.

Auf die Frage, ob im Zuge des Verfahrens auch die Chance bestünde, den Fall im Hinblick auf eine mögliche Mittäterschaft neu aufzurollen, sagte Adamovich: "Da muss man abwarten. Jetzt ist hier einmal ein Verfahren anhängig. Aber Chancen gibt's immer".

Er "vermute fest", dass seine Einvernahme am Landesgericht Innsbruck noch heute abgeschlossen werden könne, meinte Adamovich außerdem. Mehr wollte er dazu inhaltlich nicht preisgeben.

Keine weiteren Zeugenbefragungen

Ermittlungsrichter Georg Putz sagte vor Beginn der Befragung, dass in dieser Woche keine weiteren Zeugenbefragungen anstünden. Für die Einvernahmen der fünf Staatsanwälte sei vorerst noch kein Termin fixiert worden. Weil es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handle, könne er inhaltlich nichts dazu sagen, betonte der Ermittlungsrichter.

Am 26. und 27. Mai war bereits Johann Rzeszut, der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes, am Innsbrucker Landesgericht befragt worden. Er wollte sich zur Materie nicht äußern, sondern erklärte lediglich, dass er seinem Schreiben an das Parlament "nichts hinzuzufügen" habe. In seiner "Sachverhaltsmitteilung" hatte Rzeszut, der der vom Innenministerium eingesetzten Evaluierungskommission zum Entführungsfall Natascha Kampusch angehörte, den mit der Causa betrauten Staatsanwälten unter anderem vorgeworfen, sie hätten "konsequent und beharrlich entscheidende polizeiliche Ermittlungsergebnisse vernachlässigt".

Fall wird nicht neu aufgerollt

Im Ermittlungsverfahren soll nun geklärt werden, ob es im Fall Kampusch zu schuldhaften Pflichtverletzungen durch Staatsanwälte gekommen ist. Aufgabe der Staatsanwaltschaft Innsbruck sei es nicht, das Kampusch-Verfahren neu aufzurollen, hatte Hansjörg Mayr, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, erklärt.

Am 2. März 1998 war Natascha Kampusch auf ihrem Schulweg in Wien von Wolfgang Priklopil entführt worden. Rund achteinhalb Jahre wurde sie im Keller des Mannes in einem Haus im niederösterreichischen Strasshof gefangen gehalten, bevor sie als junge Frau in einem unbeobachteten Moment flüchten konnte. Ihr Verschwinden zählt zu den spektakulärsten Fällen der Kriminalgeschichte Europas. Über kaum einen anderen Fall gibt es so viele Gerüchte. So wird nach wie vor darüber spekuliert, ob Priklopil tatsächlich ein Einzeltäter war, wie alle bisherigen Ermittlungen ergeben haben. (APA)

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24 Postings
johann steiner
00
24.11.2011, 10:35

wenn der das sagt dann weiß ich wie es um die Sache bestellt wird, er das große Feigenblatt der Republik!

febri
32

"Rund achteinhalb Jahre wurde sie im Keller des Mannes in einem Haus im niederösterreichischen Strasshof gefangen gehalten..."

Das stimmt ja nicht.

Kampusch hat selbst gesagt, dass sie mit ihrem Entführer Schifahren und einkaufen war und mit ihm gemeinsam Wohnungen renoviert hat.

saphre
01
12.6.2011, 03:36
stimmt - das wissen jetzt eh schon alle

nur die medien nicht - gg

naska
67

ich möchte dr adamovic für seinen mutigen einsatz in dieser causa danken.

straßenkehrer
04
Warum -

wird zu diesem Fall nicht auch der Herr Haidinger befragt?

Der hätte einiges dazu zu sagen, praktisch aus erster Hand.

suboptimal
 
158
Ist es ihm schon wieder nicht "pikant" genug, das Buch?

*sabber*

shot to nothing
18
Hab das Buch gelesen

Es ist überhaupt nicht brisant, wie sie es denken. Das sexuelle ist nur den krankhaften Gedanken der Österreicher (nicht aller) entsprungen. Prikoptil hat sich eine Ehefrau basteln wollen - ist schiefgelaufen: end of story.

"Bildausfall..."
01
"Prikoptil hat sich eine Ehefrau basteln wollen - ist schiefgelaufen: end of story"

Sagt wer? Was ist schiefgelaufen? Hat sie 8 Jahre lang ihre "ehelichen Pflichten" nicht erfüllt? Was meinen sie damit?

shot to nothing
02

Seine Vorstellung war, dass er N. brechen könnte und sie sozusagen zu seiner Ehefrau zu machen, weil er mit erw. Frauen nicht klarkam. Wenn die Frau dann abhaut, ist es eben schiefgelaufen. (Ein Erzwingen der Freiwilligkeit). PS: Habe dem Buch entnommen, dass NK die Handlungsweise von P. so eischätzt resp. einschätzte.

suboptimal
 
99
nicht "gespenstisch" genug

Das alleine war dem verwirrten Gruselgreis aber nicht "gespenstisch" genug. Der Experte für alles und nichts stellt sehr hohe Ansprüche an das Leiden entführter Kinder. Eine Geburtstagstorte hebt 8 Jahre Gefangenschaft locker wieder auf.
*rofl*
Auch genügt Frau Kampusch bei weitem nicht den Vorstellungen, die der wichtige Schwätzer über das korrekte Normverhalten von Traumamenschen verbreitet. Und überhaupt hat sie es dort grundsätzlich und allemal besser gehabt als bei ihrer Mutter.
*tock tock*

saphre
51
12.6.2011, 03:38
waren sie dabei?

nein, also warum sollte man dann ausgerechnet ihnen und nicht adamovich glauben?

suboptimal
 
03
20.11.2011, 10:34
War Adamovich dabei?

nein,

also warum sollte man dann ausgerechnet Adamovich und nicht ihr glauben?

Roger Waters
00
28.2.2012, 16:51

..keiner war dabei... ausser Opfer und Täter. Dies ist eine erstaunliche Aussage, oder? Und was jetzt? Es ist nunmal das deduktive Denken und Schlussfolgern, das der Rest der Welt benötigt um sich dieses Sachverhaltes zu nähern. Also wenn die Schlussfolgerungen unlogisch oder falsch sind, bitte darauf hinweisen, ein unzureichendes Argument jeglicher Art ist die Abwesenheit am Tatort.

saphre
15
sabber

...zartes, altes bübal, wie ein wp von nicht einmal 170 cm und die wunderschöne nk.

träum weiter......

Ruhiges Blut
79
Irgendwie fragwürdig

Da wird ermittelt und untersucht wegen eventueller Mittäterschaften etc. Und man tut so, als gäbe es niemand, der eigentlich ALLES wissen muß.

Frau K. ist in dieser Sdache Zeugin und als solche zur wahrheitsgemäßen Aussage gesetzlich verpflichtet. Aber es traut sich offenbar niemand, sie darauf aufmerksam zu machen.

Und so zieht sich die Sache endlos dahion, NK lebt gut von Medienauftritten und Büchern, die sie schreiben läßt und es verbrennen sich Leute, die es eigentlich gar nicht notwendig gehabt hätten, sich mit diesem Fall zu befassen, die Finger.

Die Frage eventueller Mittäter wäre rasch gelöst. Frau K. hat ja ohnehin bereits in den ersten Stunden nach ihrer Befreiung gesagt, "sie kennt keine Namen".

die Großmutter
11
29.11.2011, 14:58

Frau K ist in dieser Sache Opfer, ist Ihnen das entgangen ?

sashila
46

@Ruhiges Blut

Die Fr. K. hat doch selbst einmal gesagt, dieser Fall wird "nie" aufgeklärt werden.
Also wer?, wenn nicht "Sie" wird am besten über alles Bescheid wissen.

So wird sicher noch längere Zeit diese Causa am köcheln gehalten, und jeder kann vermuten, wonach Er/Sie halt der Sinn danach steht.

Sicher im Sinne u. Geldbeschaffung der Fr. K.

OGHaha
47
Ja, sie habens genau erfasst:

Die Justiz sollte einen Dramatiker angaschieren der kurz formuliert wies am besten in den Kram passt.

Frau NK unterschreibt, die dürfte sicher nix dagegen haben, warum auch, und fertig.

Der Einfachheit und Zweckmässigkeit halber könnte man dieses System dann Generell einführen um Gedächnisprobleme von Zeugen zu beheben und ewiglanges Herumeiern zu vermeiden.

Volksbefreiungsfront Alt-Ottakring
 
05
Kampuschs Buch "3096 Tage"

Was will Herr Adamovich dazu sagen?
Grimms Märchen sind besser.

ela vie
20
und: aus !

Emil Sacklinger
 
16

... aber bitte zuvor unbedingt herrn adamovichs rezension von "3096 tage" abwarten.

(denn von jener wird es abhängen, ob ich dieses werk für meine literarische sammlung erwerbe)

Ruhiges Blut
14

Freunde leichter Unterhaltung können das bei emule gratis runterladen. Aber man sollte sich überlegen, ob man sich das antun möchte. Literarisch einiges hinter dem amtlichen Wiener Telefonbuch.

Emil Sacklinger
 
02

... also nach einem anstrengenden tag schmökere ich ganz gern ein paar stunden im amtlichen wiener telefonbuch.

(wie erfreulich, dort nachlesen zu können, dass man hunderttausende wiener/innen nicht kennt)

suboptimal
 
95
Nix aus, man beachte hiezu seine gefährliche Drohung:

"Aber Chancen gibt's immer".

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