"Soziale Hängematte" im Test

Pickerl, Patschen und Kino als Luxus bei der Mindestsicherung

6. Juni 2011, 16:00
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    Wo die Grenzen bei der Mindestsicherung liegen können, weiß Schuldenberater Thomas Jedlizka mittlerweile: Er hatte innerhalb weniger Tage schon drei Mal einen Patschen, weil er den Schlauch nur repariert, anstatt den gesamten Reifen zu erneuern.

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    Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste, deckte sich am Salzburger Grünmarkt um 6 Euro mit Obst und Gemüse ein. Allerdings sprengte sie bei einem einzigen Besuch in einem Gastgarten das Tagesbudget von 13 Euro bei weitem.

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    Für Weltladeninhaberin Christine Bliem ist die größte Einschränkung, dass sie sich momentan keine kulturellen Veranstaltungen wie etwa einen Kinobesuch leisten kann.

Woche zwei jenes Projekts, bei dem 20 Menschen ein Monat lang mit der Mindestsicherung leben

Nach zwei von vier Wochen des Salzburger Projekts "Schaukeln Sie mit in der sozialen Hängematte" zeigt sich bereits eindeutig, wo die Grenzen liegen, wenn nur die Mindestsicherung zur Verfügung steht. Die Grundbedürfnisse können zwar bei genauer Planung abgedeckt werden, doch Extratouren sind kaum drin. Für Probleme sorgen da schon ein kaputter Fahrradreifen, ein schönes Geschenk für eine Geburtstagsfeier oder ein Kinobesuch. Kommen ein Zahnarzttermin und ein Service beim Auto zusammen, ist gleich das gesamte Monatsbudget von 400 Euro dahin.

Die Berichte über Erfahrungen und Alltagssituationen während der zweiten Woche in gestürzter alphabetischer Reihenfolge der teilnehmenden Personen:

Renate Pleininger, Gemeinderätin der FPÖ

"Ich habe leider ganz vergessen, dass ich schon vor einiger Zeit einen Zahnarzttermin vereinbart habe, den ich nicht mehr stornieren konnte. Bei der Terminvereinbarung im Jänner dieses Jahres wurde unter anderem auch eine Mundhygiene vereinbart. Kostenpunkt 50 Euro. Außerdem musste ich mein Auto zum Service bringen und das Pickerl musste erneuert werden. Da ich nächste Woche nach Graz fahren muss, konnte ich das nicht aufschieben. Somit habe ich diese Woche den gesamten Monatsetat von 400 Euro ausgegeben.

Mir bleibt also nichts anderes übrig, als meinen Bankrott zu erklären und einzugestehen, dass ich kläglich gescheitert bin. Ein nicht gerade erhebendes Gefühl, aber eine wichtige Erfahrung,
die mir bewusst gemacht hat, wie schnell man in die Armutsfalle geraten und einen Schuldenberg ansammeln kann. Ein Teufelskreis, aus dem es nur schwer zu entkommen ist. Trotz erheblichem Minusstand werde ich weiter machen und sehen, wie schlimm die Bilanz am Ende dieses Projektes tatsächlich ausfällt."

Daniel Pfeifenberger, Geschäftsführer einer Telefonanlagenfirma

"Nach zwei Wochen hat sich mein Gefühl bestätigt, dass sich die Ausgaben für Haushalt und Lebensmittel im erwarteten Rahmen halten. Ich konnte bisher alle Einkäufe am Grünmarkt ohne große Einschränkungen erledigen. Bisher habe ich 180 Euro für Lebensmittel & Co. ausgebeben, wobei damit schon alle Essen für die nächste Woche im Haus sind. Also ein Durchschnitt von 60 Euro pro Woche. Durch entsprechende Planung lässt sich Essen auf einem gesunden und guten Niveau kaufen.

Andere Bereiche machen allerdings mehr Probleme. Letzten Sonntag habe ich bei einem sehr netten Ausflug mit Freunden, einem gemütlichen Mittagessen im Gastgarten und ein paar Getränke knapp 20 Euro ausgegeben. Das Essen hat nur halb so gut geschmeckt, das schlechte Gewissen hat ständig im Hinterkopf gearbeitet. Auf das Dessert wurde ich nach einer kurzen Erklärung der Situation eingeladen. Lustig, aber natürlich nicht alltagstauglich. Am Sonntag wieder eine brenzlige Situation: Ich war als Firmpate im Einsatz, hatte aber keine großen Ausgaben zu bestreiten. Wobei für das noch ausstehende Firmgeschenk (ein sportlicher Ausflug) noch ein paar Euro abgezweigt werden müssen."

Elfriede Konderla, Pensionistin mit 270 Euro Monatsbudget

"Die zweite Woche habe ich mit einem Minus von 15 Euro abgeschlossen. Der Grund: Ich habe die aliquoten Anteile von Telefon und Zeitungs-Abo (für diese vier Wochen) zu meinen Ausgaben gegeben, d.h. in der dritten Woche müsste ich wieder mein Limit einhalten. Ein Riesenproblem habe ich jedoch. Am 18. Juni steigt ein (Runder)-Geburtstag eines nahen Verwandten und dafür hätte ich schon von Anfang an Einsparungen treffen müssen, habe es aber leider vergessen. Wie ich nun ein einigermaßen nettes Geschenk zustande bringen werde, ist mir noch nicht klar. Ich mache nur zu gern Geschenke.

Ein aktuelles Beispiel: Am Donnerstag waren mein Mann und ich zum Kaffee eingeladen. Unter 'normalen Bedingungen' kaufen wir ein gutes Flascherl Wein oder ein Buch und Blumen, Blumen im Topf und natürlich mit Übertopf. Summa summarum geschätzte 18 Euro. Das war diese Woche nicht mehr zu machen. Also hab ich einen Gugelhupf gebacken, einen 'Kärntner Reindling', der insgesamt 5 Euro gekostet hat. Aus der Not eine Tugend machen, das ist momentan mein Motto."

Thomas Jedlizka, Schuldenberater

"Eine Alltagssituation: Ich starte nach neun Stunden Arbeit in der Schuldenberatung mit dem Fahrrad. Obwohl ich eine Jahreskarte für den ÖBB-Bus habe, fahre ich bei trockenem Wetter gerne die 12 Kilometer von Salzburg nach Hallein/Rif mit dem Fahrrad, um etwas körperlichen Ausgleich und Abstand von der Arbeit zu bekommen. Während der Fahrt fängt es jedoch immer stärker zu regnen an und zu allem Überfluss habe ich gegen Ende der Strecke den dritten 'Patschen' innerhalb von wenigen Tagen. Um Geld zu sparen, habe ich bisher nur den Schlauch repariert und nicht den alten Reifen ersetzt. Nach einer Schiebestrecke komme ich nicht gerade ausgeglichen zu Hause an.

Normalerweise würde ich bei Regen abends z.B. in die Sauna (Eintritt ca. 12 Euro) oder Kletterhalle (9 Euro) gehen, wenn es mit der Familie vereinbar ist. Aber diese Frage erübrigt sich momentan wegen des Geldes. Ich kann es mir nicht leisten und muss mir meinen Ausgleich anderswo billiger suchen - denn bei Sauna und Kletterhalle heißt es für mich zurzeit 'Zutritt verboten!'"

Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste

"Ich habe am Samstag um sechs Euro am Grünmarkt eingekauft. Erdbeeren sind jetzt billig, kommen aus der Steiermark und schmecken gut. Ansonsten habe ich noch Paprika und Gurken gekauft, weil Gemüse immer am Speiseplan steht (da lässt mich auch die aktuelle Diskussion zum Ehec kalt ). Aber ansonsten ist Sparen am Markt schwierig, weil es dort so gute Sachen (ob Fisch, Fleisch, Wurst oder Käse) gibt - und die gehen sich mit 400 Euro im Monat einfach nicht aus.

Mit dem Auto fahre ich so gut wie gar nicht, was mir aber in der Stadt Salzburg nichts ausmacht, weil ich fast immer mit dem Fahrrad unterwegs bin. Essen zu gehen ist nicht drinnen bzw. nur dann, wenn ich eingeladen werde und 'die Spielregeln' verletze.

Insgesamt kristallisiert sich heraus, dass es mir sehr schwer fallen wird, die vier Wochen durchzuhalten und mit dem Geld symbolisch auszukommen. An Tagen, an denen ich viel arbeite, komme ich kaum dazu, Geld auszugeben - ich nehme mir dann in der Frühe oft eine Jause als Mittagessen mit. An manchen Tagen der vergangenen Woche lag ich weit über dem Tagessatz. So brachte ein Besuch im schattigen Gastgarten - was bei schönem Wetter ja durchaus angebracht ist - das Budget völlig durcheinander."

Familie Bliem: Christine (Weltladeninhaberin), Sepp (Arbeitnehmer im Schärfdienst), Fabian (Schüler)

"Bei einer sonntäglichen Fahrradtour mit anschließender Wanderung kamen wir an einer 'Verköstigungsstation' vorbei. Man glaubt nicht, wie schön die Torten ausschauen können, wenn man sich diese nicht leisten kann. Mein größtes Problem sind aber kulturelle Veranstaltungen wie ein Kino-Besuch - hier fehlt mir eindeutig die Freiheit der Entscheidung. Nicht, dass ich überall dabei sein müsste, oder ständig unterwegs wäre, aber derzeit ist mir sogar die Freiheit genommen, 'nein' zu sagen.

Ich habe mir in der Öffentlichen Bücherei zwei DVDs ausgeliehen. Wir haben keinen Fernseher, aber ich schaue abends gerne einmal eine DVD. Mein Mann sagte spontan: 'Ist das wirklich notwendig?'. Die DVD's kosten 2 Euro im Verleih. Dafür fuhr er zu einer Veranstaltung seines Lieblings-Fußballvereins nach Salzburg ins Bräustübl und brauchte dafür das Auto sowie 3 Euro für ein Bier.

Wir sitzen jeden Abend vor unserem Haushaltsbuch, tragen Ausgaben ein und reden über Geld. Manchmal führt das fast zu einem Streit, obwohl wir unser zur Verfügung stehendes Budget bei weitem nicht ausschöpfen. Wir haben in unserem 'normalen' Leben zwar auch nicht unbegrenzte Mittel zur Verfügung, aber Geld ist eigentlich kein oder nur ein marginales Thema in unserer Beziehung. Dauernd die Finanzierung des Lebens im Kopf haben zu müssen, belastet das Zusammenleben."

(Aufgezeichnet von Martin Obermayr, derStandard.at, 6.6.2011)

Kommentar posten
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Spucks
01
15.6.2011, 08:35

Wo bleibt denn Teil 3? Der war schon am Montag fällig, ich will wieder was zum Lachen.

Ida Veles
00
15.6.2011, 13:56
Auch ich warte gespannt auf den dritten Teil.

Ich glaube, es sind alle ausgestiegen. Denn so schnell, wie diese Teilnehmer, kann man sich in der Öffentlichkeit nicht lächerlich machen.

Spucks
00
15.6.2011, 14:48

Oder der Martin Obermayr hat zu viele spanische Gurken (alternativ Tomaten, alternativ Salat, alternativ Sojasprossen) gegessen und liegt jetzt flach. Ob wir uns sorgen sollten?

22,4 cm
12
hahaha

selten so entlarvend für die grünen standard gutmenschen

Peter Tastenwähler
12

Ich geb Ihnen ein "brillant" für die Tatsache, dass sie es geschafft haben, ein einzeiliges Posting so unverständlich wie nur möglich zu gestalten.

Dagmar Rehak Wien
 
12

Es ist ja immer wieder interessant, wie viele in der Postlergemeinde glauben, dass
1. das Geld, das die Mindestgesicherten bekommen, 1:1 von den Mehrverdienenden genommen wird, und
2. Leute mit höherem Einkommen dafür arbeiten.
Wie hat denn unser aller Mutter der Finanzonanierer seine Domizile geschaffen? Mit persönlichem Einsatz, harter Arbeit und Intelligenz?

Und abgesehen davon, dass hier manche den Mindestgesicherten das nackte Leben neiden - nein, so soll es NICHT sein, dass man ständig an der Kippe steht und dass man aufpassen muss wie ein Haftlmacher, dass einem nicht irgendwo ein Euro durchflutscht. Hier werden bewusst Umstände geschaffen, die die Menschen ständig in Angst um ihre Existenz halten. Da ist Sklaverei noch sozialer.

alion
11

Entschuldigung, warum so emtional!?
Die Mindestsicherung ist wie der Name schon sagt eine Absicherung, falls man mal in Bedrängnis kommt - und das kann uns allen passieren! Aber es ist auch klar, dass die Sicherung so gestaltet werden muss, dass ein Anreiz da ist seine Lebensumstände umzustellen (sei es um verschuldet oder wie meistens unverschuldet in diese gekommen ist!). Dass man als Mindestsicherungsbezieher halt ein paar Wochen auf das ein oder andere Luxusgut verzichten muss ist halt auch irgendwie klar oder??
Und wenn man als 3-köpfige Familie (in Wien wohlgemerkt) 1463 Euro pro Monat netto hat kann man glaub ich nicht von einem Leben "an der Klippe" sprechen.
Wobei ich betonen muss, ich vergönn es denjenigen bzw. bin niemandem nei

Euroumrechner
10
Norbert Dichand
22
Ich warte immer noch...

...auf deinen Alternativvorschlag zu meiner "Endlösung" (das Wort hast du übrigens ins Spiel gebracht).

Wenn man arbeitsunwillige Personen nicht nur mit den Mindestdingen versorgen darf (Essen, Kleidung, Wohnraum) was ist dann seine Variante? Kinokarten, Mietautos, Urlaube auf Kosten der Gemeinschaft? Erzähl uns doch wie die Welt in deinem Kopf aussieht die du dir da vorstellst.

Und nochmal betont: Es geht um arbeitsunwillige bzw. lernunwillige Personen. Nicht um vergeblich Arbeit suchende oder gesundheitlich arbeitsunfähige Menschen.

Euroumrechner
01

Nur fürs Protokoll: Es gibt keine Menschen, die nicht wollen und dafür kassieren. Das ist nämlich seit es keine Notstandshilfe mehr gibts sondern dafür die MS Geschichte, das war einmal, die Leute bekommen genau gar nix mehr! Eine andere Frage ist jedoch wie es sich beweisen lässt und wie hoch die "Dunkelziffer" ist.

jeff5
11
sicher gibts welche, die nicht arbeiten wollen.

Euroumrechner
13

Mein Vorschlag wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Daher selbst die Leute, die nicht wollen (das hat immer Gründe!) bekämen dann eine Versorgung, nicht so wie jetzt eine Bezugssperre. Ich bin nämlich Altruist.

www.unternimm-die-zukunft.de

Geld ist nämlich relativ und der soziale Friede mehr wert als Gold.

Dagmar Rehak Wien
 
11

Das mit dem sozialen Frieden stimmt vollkommen. U.a. deshalb hätte ich als Endlösungsdiktator nicht das geringste Problem, auch meine Gegner mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen. Leben ist einfach ein Menschenrecht, und ich muss den Menschen das, was sie dazu brauchen, entweder aktiv geben, ihnen ersatzweise Geld geben, damit sie sich alles Lebensnotwendige kaufen können, oder alles Nötige in die Wege leiten, damit die Menschen selbst für sich sorgen können. Letzteres ist zB in Ö nicht möglich. Niemand darf sich einfach so aus eigener Kraft ein Haus bauen oder einen Apfel pflücken. Da sind uns die Schimpansen im Urwald zivilisatorisch weit voraus.

Norbert Dichand
11
Ahso, bekennender Sozialutopist

Warum geht dann noch jemand arbeiten für 1000EUR? Und wenn dann alle 1000EUR Leute 2000EUR verdienen müssen, was kostet die Produktion? Sorry, das ist eine unfinanzierbare Inflationsspirale. Träum weiter.

Euroumrechner
00

Klick auf den Link und du hast nicht nur die Information wie es finanzierbar wäre sondern auch wieso es dann immer noch Leute gibt die trotzdem (od. vielleicht deswegen?) arbeiten gehen.

Du bist nur einen Klick davon entfernt!

Euroumrechner
00

"..bin niemandem neidig.."

Damit machen sie sich nur etwas vor. Sie sind nicht nur neidig sondern sogar bösartig, da sie genau wissen, dass es nicht genug arbeit für alle gibt.

Wie wärs mal statt nach unten zu treten nach Arbeitsteilung zu rufen oder nach mehr Bildung?

jeff5
10
wie wäre es den gutverdienern nichts neidig zu sein.

es gibt nämlich nicht nur privilegienschmarotzer wie manche bankster oder politiker. es gibt viele, die sich alles hart erarbeiten und nicht immer jammern und ausreden suchen.

alion
01

Es gibt genug Arbeit; das Problem ist nur, dass Jobanforderung mit Ausbildung der Jobsuchenden nicht kohärent ist. Und dann gibt es natürlich noch den geographischen Faktor! Und noch was: man muss nicht gezwungenermaßen immer hoffen irgendwo eingestellt zu werden, mit Geschick kann man sich seinen Job auch selbst erfinden!
Es ist auch völlig normal, dass die Gesellschaft die ärmeren stützt und unterhält, keine Frage;

Dagmar Rehak Wien
 
13

Nein, es gibt nicht genug Arbeit, zumindest nicht einen 30-40-Stunden-Arbeitsplatz für alle Arbeitsfähigen.
Wir sollten lieber froh sein, dass wir uns nicht mehr den Buckel krumm arbeiten müssen, sondern mit zwei Stunden Arbeit täglich für jeden sogar im Luxus leben könnten.
Und nein, Berufe erfinden ist blöd. Da kommt dann wieder sowas raus wie Berater oder noch Schlimmeres.

Euroumrechner
11

Hat man eh gesehen bei der Selbständigeninitiative vor ein paar Jahren. Fast alle sind heute im Konkurs und eine schwerere Belastung für die allgemeinheit als wenn man sie die ganze Zeit durchgefüttert hätte.

Fakt ist einfach, wir sind zuviele Menschen, wir haben zuviel automatisiert und uns geht die sinnvolle Arbeit aus.

alion
11

Erstens mal Fakten zu deinen Argumenten "fast alle sind heute im Konkurs"; und auch wenn nur ein paar Übrigbleiben, dies geschafft haben ... die schaffen wieder Arbeitsplätze für andere Menschen; und die die es nicht geschafft haben, denen bleibt ja immer noch die Mindestsicherung (denn auch gescheiterten Unternehmern steht jene zu!).
Zu deinem Argument "wir haben zu viel automatisiert": Auch Maschinen brauchen Wartung von Menschen; außerdem gingen in den letzten Jahren unzählige neu Berufe auf: Beispiele?? Programmierer, Webdesigner, Computeradministratoren, alleine wieviel mehr Menschen in der Pflege gebraucht werden, etc ect...

Euroumrechner
10

Ein Bekannter vor mir ist Programmierer, der hat durch seine Software (9-Mann-Team) österreichweit und deutschlandweit ~1250x 7 Leute je Standort in der Verwaltung wegrationalisiert. Dort wo früher 9 Leute für die Verwaltung benötigt wurden, reichen heute zwei. Allein dieses 9-Mann Team hat 8750 Menschen wegrationalisiert, unnütz und unbrauchbar gemacht.

Und wieviele diese neuen Ich-AG's an Arbeitsplätze geschaffen haben, kannst gern mal nachforschen, da werden dir die Augen aufgehn.

Norbert Dichand
22
Wenn jemand einen Job hat...

...den einen Datenbank-basierende Software erledigen kann, dann ist er nicht sehr hoch qualifiziert ("Papierschubser"). Auf welchen Systemen läuft denn die Software deines Bekannten? Wer überprüft die, wer wartet die?

Ja, es werden laufend Jobs wegrationalisiert die einfach genug sind das Maschinen oder Programme sie übernehmen. Es entstehen aber ständig neue Jobs im technischen Bereich, diese Automatisierung auch zu betreuen. Automatisierung schafft ausserdem mehr Marktgröße, mehr Wachstum für Firmen (.d.h. es werden vielleicht nichtmal Leute eingespart, es betreuen nur gleichviel Leute nacher mehr Kunden).

Nebenher wachsen im Dienstleistungsmarkt ständig neue Jobs aus dem Boden. Erzähl uns doch bitte nicht die Arbeit geht aus.

Naivasha
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Ja, genau

die Jobs wachsen ja nur so aus dem Boden! Sie sollten sich vielleicht einmal anschauen, wer wegrationalisiert wird - nämlich vowiegend die älteren Semester, man nennt sie auch "pensionsnahe". Da schulen wir dann z.B. die 55+jährigen Computerspezialisten auf Altenpfleger um!

Haben Sie in Ihrem Leben schon jemals richtig gearbeitet?

Euroumrechner
00
Nochmal:

9 Leute haben eine Software entwickelt, die 8750 Arbeitsplätze wegrationalisiert hat. Gewartet wird es von den 9 Leuten.

Daher:
Entstandene Jobs: 9
Verlorene Jobs: 8750

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