Empfehlungen nehmen Einfluss auf Suchergebnisse - Direkte Konkurrenz zu Facebook "Likes"
Bereits Ende März hat Google seine eigene Konkurrenz zum "Like"-Button von Facebook vorgestellt. Zunächst nur auf ein Suchexperiment beschränkt, entfaltet "Google +1" mit einer aktuellen Neuerung nun erst sein gesamtes Potential: Seit kurzem bietet Google +1-Buttons an, mit denen sich das Service in eigene Webseiten integrieren lässt.
Funktion
Die Idee dahinter ist zunächst mal sehr ähnlich dem Konzept der Facebook Likes: NutzerInnen empfehlen durch einen Klick darauf bestimmte Seiten. Da Google - bislang - kein eigenes soziales Netzwerk besitzt (bzw. Buzz nicht mehr wirklich aktualisiert), sind die "+1s" nicht sofort an zentraler Stelle sichtbar. Statt dessen nehmen sie aber auf die Suchergebnisse Einfluss. Ist man eingeloggt - und nutzt die englische Suchseite - bekommt man also künftig Seiten extra herausgestrichen, die Personen aus dem eigenen "sozialen Kreis" empfohlen haben.
Auf der Webmaster-Seite gibt Google eine Anleitung, wie sich der +1-Button einfach in eigene Seiten einbauen lässt. Vom Start weg gibt es gleich Partnerschaften mit diversen Medien-Unternehmen, so dass etwa Reuters, Bloomberg oder die Washington Post +1 bereits integriert haben. Auch auf diversen Google-Seiten darf der +1-Knopf natürlich nicht fehlen, so lassen sich auf diese Weise nun etwa im Android Market einzelne Apps empfehlen, selbes gilt für Videos auf Youtube. (red, derStandard.at, 06.06.11)
Gibt es auch einen "-"Button (von Google) oder "dislike" Button (von Facebook), oder sind dies nur Add-ons? Und ist es wirklich so, dass diese negativen Bewertungsbuttons öfters verwendet werden als die Buttons zur positiven Bewertung?
... und wenn man bedenkt, dass man beim Standard Forumsbeiträge lange vor Facebook und Google "bewerten" konnten ... die haben sich das Konzept sicher vom Standard abgekupfert!
Diese Funktion ist sicher sehr bequem und dem Anschein nach praktisch. Jedoch ist sie das, nur weil sie eine große Reichweite und Zentralisation ereich.
Die Daten werden nicht mehr, wie früher, dezentral im Internet verteilt, sonder die Daten werden zentral von Google verwaltet. Das treibt die bedenkliche Teilmonopolisierung des Internet durch profitorientierte Unternehmen voran.
Auf meinen Blog kommt es nicht. Und schon entferne ich mich ein Stück weiter aus dem "Mainstream", wie auch durch meinen Facebook-, Twitter- etc. Boykott.
"Da Google - bislang - kein eigenes soziales Netzwerk besitzt..."
"bekommt man also künftig Seiten extra herausgestrichen, die Personen aus dem eigenen "sozialen Kreis" empfohlen haben"
Woher kennen die den sozialen Kreis?
das selbe hab ich mich auch grad gefragt... :/ (vor allem: was macht google wenn ich nicht grad bei gmail angemeldet bin und ich deshalb kein cookie zur identifikation habe? dann werden suchergebnisse auf einmal ganz anders? oO)
genau so habe ich es zumindest verstanden.
die suchergebnisse für ihre eingeloggten "freunde" werden mit +1 verändert. nicht aber die suchergebnisse anderer leute, oder nicht angemeldeter "freunde".
und google hat sehr wohl ein soziales netzwerk. allerdings etwas hinterfotziger, als gewöhnliche netzwerke.
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