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Schon einfache Maßnahme helfen gegen Schweißfüße: Das Schuhwerk öfter mal wechseln und den Füßen frische Luft gönnen.
Sommer 2007, Großeinsatz der Polizei im deutschen Kaiserslautern. Ein Banküberfall? Eine wilde Rauferei? Falsch gedacht, der Auslöser sind Schweißfüße. Ein besorgter Vermieter alarmiert die Exekutive, weil aus der Wohnung eines Mieters angeblich Verwesungsgeruch kommt. Die Beamten verschaffen sich Zutritt, finden aber keine Leiche, sondern einen schlafenden Mann - der beißende Geruch stammt einzig von seinen extrem stinkenden Füßen und einem Berg alter Wäsche.
2,3 Millionen Österreicher haben Schweißfüße
Die unangenehm riechenden Füße des deutschen Mieters sind keine Seltenheit. Wälzt man eine in Deutschland durchgeführte Studie auf Österreich um, so zeigt sich, dassauch hierzulande rund 2,3 Millionen Menschen darunter leiden. Die Gründe können vielfältig sein, von erblicher Belastung bis zu ungeeigneter Ernährung. "Ausschlaggebend ist aber meistens falsches Schuhwerk, insbesondere wenn dieses zu wenig atmungsaktiv ist und die Füße zu wenig frische Luft bekommen", sagt Jürgen Christian Becker, Leiter der klinischen Abteilung für allgemeine Dermatologie an der Grazer Universitätsklinik.
Schweiß an sich ist geruchlos
Neben den Achselhöhlen und dem Handteller befinden sich an der Fußsohle die meisten Schweißdrüsen des menschlichen Körpers. Wenn der Schweiß aus der Drüse kommt, ist er zunächst geruchlos. Die Geruchsbildung entsteht erst, wenn Bakterien mit der Zersetzung des Sekrets beginnen. Je weniger Bakterien, desto weniger können sich also unangenehme Gerüche bilden. Daher ist es wichtig, sich die Füße mindestens einmal täglich zu waschen sowie frische Socken und Schuhe anzuziehen. Auch sorgfältiges Abtrocknen hält einem unerwünschte Mikroorganismen vom Leibe, weil sich diese überall dort ansiedeln, wo Feuchtigkeit herrscht. Da auch überschüssige Hornhaut ein Nistplatz für Bakterien ist, empfiehlt es sich diese zu entfernen.
Schuhe zwischendurch "austrocknen" lassen
Eine ebenso effektive wie einfache Maßnahme ist barfuß gehen. Das fördert die Belüftung, massiert die Fußsohle und regt zudem die Blutzirkulation an. Auch das Tragen unterschiedlicher Schuhe hilft. Gerade benutzte Modelle sollte man zwischendurch trocknen und auslüften lassen. Außerdem sollten die Schuhe sollten den Fuß nicht einengen. Orthopäden empfehlen atmungsaktives Schuhwerk aus wenig Kunststoff und viel dünnem Leder. Häufiger Sockenwechsel lohnt sich ebenfalls. Am besten eignen sich Baumwollsocken, da diese Schweiß besonders gut aufsaugen.
Essen ist nur bedingt Schuld
Auch scharfes Essen kann die Produktion von Schweiß anregen. Lebensmittel wie Knoblauch werden über den Schweiß ausgeschieden beziehungsweise steigern sogar noch die Schwitzneigung. "Das gängige Problem ist das aber nicht", so Becker. Andere Nahrungsmittel wiederum helfen, die Schweißbildung zu reduzieren, dazu gehört etwa Salbei beziehungsweise Salbeitee.
Krankhafte Schweißfüße
Wenn die abgesonderte Schweißmenge der Füße bei über 50 Milligramm pro Fuß und Minute liegt, spricht man von krankhaften Schweißfüßen. "Ich halte eine Quantifizierung aber für wenig relevant, aus meiner Sicht ist der Leidensdruck der Patienten das Entscheidende", sagt Becker. An krankhaften Schweißfüßen leidet ein erheblich geringerer Teil der Menschen. Die Ursachen können multifaktoriell sein, die Temperaturregulation im Körper und die Aktivität der Schweißdrüsen spielen mitunter eine Rolle. "Vermehrte Schweißbildung kann auch vegetativ gesteuert sein, also wenn man aufgeregt oder nervös ist", sagt der Mediziner.
Medikamente, Elektroden, Botox-Spritzen
Bei sehr starker Schweißbildung helfen Antitranspirantien, sie vermindern die Schweißsekretion und verhindern die Zersetzung des Schweißes durch die Mikroorganismen. Die speziellen Bäder und Salben gibt es rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. In noch ausgeprägteren Fällen wird eine Leitungswasser-Ionophorese angewendet. Das ist ein Bad mit leichtem, durch Elektroden erzeugtem Strom, der die Reizschwelle der Schweißdrüsensekretion erhöht. Als letzter Ausweg bleibt noch die Injektion von Botox. "Diese Behandlungsform verwenden wir häufiger an den Händen, aber auch bei stark störenden Schweißfüßen funktioniert sie, weil die Schweißdrüsen in ihrer Funktion gehemmt werden" erklärt Becker.
Folgen für die Psyche
Starke Schweißfüße können sogar psychische Probleme verursachen. Wenn der Leidensdruck groß und dauerhaft ist, der Patient sehr sensibel reagiert oder negative Erfahrungen gemacht hat, kann sich das Problem verlagern: Nicht mehr der Fußgeruch bereitet dann schlaflose Nächte, sondern all jene Dinge, die darauf zurückgeführt werden. Zum Beispiel wenn der Erfolg im Beruf oder beim anderen Geschlecht ausbleibt. (mak, derStandard.at, 08.06.2011)
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eine gründliche massage mit einem breis aus heilerde und wasser hilft sehr gut gegen geruch. präparate mit aluminiumchlorid (zb "odaban") befreien von übermäßigem schwitzen (hat mich zb von meinen ständig nassen achseln erlöst). darüber hinaus: täglicher sockenwechsel und schuhe im zwei-tage-rhythmus anziehen, dann riecht da gar nichts mehr, auch wenn man schwitzt. es schwitzen übrigens so gut wie alle in geschlossenen schuhen ohne dass die gleich diesen penetranten schweißfußmief verbreiten
jaja, baumwollsocken und tolle schuhe ... hilft bei bösartig nassem fuss genau garnix. egal ob waldviertler, mit membran oder leder ... hab ich alles probiert, keine chance.
mir hat antihydral unheimlich geholfen. einmal im jahr, für ein, zwei tage aufgetragen, seitdem ist das problem endgültig gelöst.
(sicher unehimlich giftig und was weiss ich alles, aber es funktioniert und ich kann wieder entspannt aus dem schuh steigen)
das dämpft gewaltig ;)
ich persönlich bin von den Schuhen mit Löchern überzeugt ;)
wußten sie, daß sie zB die Rechnung von Geox unbedingt aufheben sollten?
Auf die Membran in der Sohle besteht nämlich eine 2jährige Garantie auf Dichtheit...
ich hab 3 Jahre lang jedes Jahr neue Schuhe deswegen gratis bekommen ;)
allerdings ist die Qualität bereits merklich besser geworden - die jetzigen scheinen die 2 Jahre überraschenderweise doch zu überstehen ;)
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