Migräneanfälle

Den Ursachen und Auslösern von Migräne auf der Spur

5. Juni 2011, 20:25

Auf der Tagung der Europäischen Neurologen-Gesellschaft in Lissabon gab es Neuigkeiten zum Thema Migräne

Lissabon - Auf der 21. Jahrestagung der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS) in Lissabon gab es auch Neuigkeiten zum Thema Migräne. Eine italienische Forschergruppe rum um die Wissenschafterin Cecilia Condello von der Universität Turin präsentierte eine Studie, in der der Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und Menstruation untersucht wurde. Das Ergebnis: Wenn bei Frauen Kopfschmerzen und Migräne eng aneinandergekoppelt sind, dann ist das ein Indikator dafür, dass die Migräne nach der Menopause besser wird. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie an insgesamt 367 Patientinnen. Wie genau hormonelle Schwankungen und Kopfschmerzen zusammenhängen, ist allerdings noch nicht geklärt.

Helicobacter als Trigger

Eine iranische Forschergruppe rund um Mohammed Saadatnia von der Universität Isfahan hingegen präsentierte in Lissabon eine Studie, der zufolge eine Helicobacter-Infektion - ein Darmkeim, der Magenbeschwerden verursacht und in den Industrienationen weit verbreitet ist - die Häufigkeit und den Schweregrad von Migräneanfällen beeinflusst. Untersucht wurden 105 Migränepatienten, mittels Atemtest wurde Helicobacter nachgewiesen. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Migränetyp oder positiver Familienanamnese waren die Attacken von Helicobacter-Infizierten stärker. Folgerichtig schlägt Saadatnia einen Helicobacter-Test bei Migränepatienten vor. Die Behandlung des Darmkeims wirkt sich auch positiv auf die Migränebeschwerden besser aus. (pok, DER STANDARD, Printausgabe, 06.06.2011)

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astemp79
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Heliobacter pylori

trägt jeder zweite Mensch in sich ... und das völlig natürlich, ohne Beschwerden auszulösen, ohne Krankheit.
Hier sieht man ganz offensichtlich eine gute Methode, mehr Antibiotika abzusetzen ...

... mit der Reaktion, die wir jetzt bei EHEC sehen: zunehmende Resistenz. Sogar renommierte Ärzte warnen vor noch mehr Antibiotika!

Ashtray Heart
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Ja genau sie haben es durchschaut! eine iranische forschergruppe von der universität isfahan hat die ergebnisse ihrer forschungsarbeit dahingehend manipuliert, sodass westliche großkonzerne noch mehr geld mit ihren antibiotika einnehmen können. vielen dank für ihren beitrag!

bitte gern
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"Wenn bei Frauen Kopfschmerzen und Migräne eng aneinandergekoppelt sind"

- sollte das nicht heißen 'Kopfschmerzen und Menstruation??

Alexandra Lakonikakis
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Nachdem es auch Migräne ohne Kopfschmerzen gibt, könnte es schon stimmen. Es ist nur in beiden Fällen keine sonderlich spektakuläre Erkenntnis ...

Aber auch dieser Artikel zeigt auf, wie hilflos die Medizin aufgrund ihres kartesianischen Erbes häufig mit leiblichen Vorgängen umgeht, deren wichtigste Faktoren auf der "psychischen" Seite der Unterscheidung zwischen "res extensa" und "res cogitans" liegen. Traurig! Außer für die Eso-Ecke, die damit einen Gutteil ihres cash macht.

Außerdem wird der wichtige (und bekannte!) Umstand einfach nicht zur Kenntnis genommen, dass nicht die Migräne selbst, sondern nur deren (chronisches) Auftretungsmuster eine Krankheit ist. Damit kämpft man überwiegend gegen Symptome, statt gegen Ursachen.
aLa

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