Der Flux-Kompensator

5. Juni 2011, 18:03
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Wer Ende der 80er jung war und gerne ins Kino oder in die Videothek ging, kannte ihn

Wer Ende der 80er jung war und gerne ins Kino oder in die Videothek ging, kannte ihn: den Flux-Kompensator (im englischen Original Flux-Capacitor). Laut Doc Brown (Christopher Lloyd) macht er Zeitreisen überhaupt erst möglich. Dank dem Flux-Kompensator, eingebaut in den seltenen US- Sportwagen De Lorean, reiste Michael J. Fox als Marty McFly im Film Zurück in die Zukunft aus dem Jahr 1985 ins Jahr 1955, um seinen Eltern beim Anbandeln zu helfen.

Der Film verpackte Sciencefiction, Skateboards und jede Menge Jugendkultur in einen comichaften Stil voller Running Gags und einfacher, aber stark präsenter Figurencharakteristika. Für Michael J. Fox, der dieser Tage seinen 50. Geburtstag feiert, war es der Durchbruch zu weltweiter Bekanntheit und zu einer Kinokarriere, in der der jungenhafte Schauspieler viel harmlose Unbeschwertheit verbreitete. Dass gerade der Berufsjugendliche Fox mit 29 Jahren an Parkinson erkrankte, darf als grobe Ironie des Schicksals gelten: 1998 gab er bekannt, seit 1991 an Parkinson zu leiden. Ähnlich Superman Christopher Reeve versteckte er das Leiden nicht, sondern zeigte es, um für Stammzellenforschung zu werben.

Neben Gastauftritten in diversen Serien ("Scrubs", "Rescue Me"), die er nach dem Ende seiner Kinokarriere im Jahr 2000 noch tätigte, bleibt er mit "Zurück in die Zukunft" als Sinnbild einer in den 80er-Jahren verbrachten Jugend präsent. Die einprägsamen Running Gags der Filme, die etwa auf Facebook für zigtausende Fans weiterleben, der Flux-Kompensator, der dem Doc einfiel, als er sich den Kopf an der Kloschüssel schlug, haben sich an einem sehr nostalgischen Ort ins Gedächtnis gegraben. (Alois Pumhösel, DER STANDARD; Printausgabe, 6.6.2011)

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    Christopher Lloyd und Michael J. Fox in "Zurück in die Zukunft"

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    Emmy-Verleihung 2009

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