Neue Runde, alte Namen

5. Juni 2011, 17:50
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Konkurrenten und Kompromissvarianten für VP und FP

"Gut für RTL und schade für den ORF", sagt Franz Medwenitsch, Fraktionschef der Bürgerlichen im ORF-Stiftungsrat. Jenen, die Zeilers Bewerbung "verhindert haben, kann es weder um die Zukunft noch um die Unabhängigkeit des ORF gehen".

Die ÖVP setzte auf Zeiler und muss sich neu ordnen für die Generalswahl. Die einen erwarten nun noch härteren Kurs gegen Wrabetz. Dafür braucht es Gegenkandidaten. Wie etwa:

  • Richard Grasl - für den jungen bürgerlichen ORF-Finanzdirektor wäre Antritt gegen eine SP-Mehrheit karrieretechnisch riskant.
  • Michael Grabner - der Medienberater und Holtzbrinck-Manager winkte zuletzt ab.
  • Thomas Prantner, Onlinedirektor mit freiheitlichen Kontakten.
  • Hans Mahr - früher Manager von RTL und Krone, Sozialdemokrat.
  • Reinhard Scolik, Chef von ORF-Verwaltung und -Planung - ihn will Ex-Generalin Monika Lindner.

Horst Pirker denkt als Chef des Red Bull Media House lieber global; Andreas Rudas wirkt als RTL-Vorstand zufrieden; ATV-Chef Ludwig Bauer winkte bisher ab, auch Österreichs ProSieben-Vermarkter Markus Breitenecker. Zeiler verrät öffentlich nicht, wen er für den Job empfiehlt. Ob er sich für Kandidaten einsetzt, hängt von seinem Grant auf die SPÖ ab.

Ob ÖVP und (derzeit) Mitstreiterin FPÖ auf Kompromiss einschwenken (Alexander Wrabetz oder Radiodirektor Karl Amon), hängt maßgeblich davon ab, welche Direktoren, Landesdirektoren und andere ORF-Jobs ihnen die SPÖ erfolgreich verspricht. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 6.6.2011)

  • "Kann ORF so nicht erfolgreich führen": RTL-Boss Zeiler
    foto: standard/newald

    "Kann ORF so nicht erfolgreich führen": RTL-Boss Zeiler

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