Schweiz

Wirtschaft macht gegen Atomausstieg mobil

5. Juni 2011, 17:09

Bern - Nach dem Beschluss der Schweizer Regierung zum Atomausstieg warnen Experten, die Alternative Gas mache die Schweiz von der EU abhängig. Am Mittwoch berät die Bundesversammlung über den bevorstehenden Umbau der Energieversorgung.

Die Ausstiegspläne des Bundesrats sehen vor, dass die Schweiz auch auf Gaskraftwerke setzt, um den Atomstrom zu ersetzen. Galt bisher vor allem der CO2-Ausstoß dieser Anlagen als Problem, betonen Experten nun, die Gasversorgung sei im Krisenfall nicht gewährleistet, solange kein Abkommen mit der EU bestehe.

Mittlerweile machen Wirtschaftsverbände gegen einen Atomausstieg mobil. Die "Gruppe Handel und Industrie" habe ihren 130 Mitgliedern im 246-köpfigen Parlament ein 90-seitiges Argumentarium zugestellt, das Abstimmungsanweisungen zu jedem einzelnen der über 150 Vorstöße zur energiepolitischen Zukunft gibt. In ihrem Argumentarium schmettere "die Lobby praktisch alle Vorstöße ab, die den ökologischen Umbau und mehr Kontrolle bei AKWs fordern", berichtet die SonntagsZeitung. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.6.2011)

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the man who shot liberty valance
00
10.6.2011, 19:04
Das ist auch gut so!

sowas muss überlegt werden, sonst gehts wie bei anderen europäern, die einfach die akws abschalten und dann einfach kohlekraftwerke dafür bauen. weils politisch was bringt und man wieder beliebt ist beim volk.

sowas gehört vor den europ. gerichtshof!

n eo n
00
10.6.2011, 04:31
Utopia

Wenn so ein AKW das provokativ in der Naehe eines nuklearfreien Nachbarlandes gebaut wird/wurde ausser Kontrolle geraet und weite Landstriche des Nachbarlandes langfristig verseucht -

-was passiert dann?

ich glaube nicht dass die Europaeer das so stoisch hinnehmen wie die Japaner ihr Fukushima

Aracni Santini
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10.6.2011, 10:02
Ist bei Tschernobyl auch schon durchgegangen

Lichtfreak
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Ja logisch, die wollen

noch Millarden verdienen an dem Dreck!

dr.no3
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wer aus profitgier das leben anderer menschen

gefährdet sollte eine gefängnisstrafe erhalten
natürlich ohne bewährung

Arno Niesner
 
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Die Idee ist gedanklich zumindestens nachvollziehbar.

Nur: wer hat das Kleingeld für die nötige Überzeugungsarbeit im Bereich der Legislative?

Derfdeswoarsein
 
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Kann mir jemand sagen wie viel Uran die Schweiz im eigenen Land fördert?

"...betonen Experten nun, die Gasversorgung sei im Krisenfall nicht gewährleistet..."
Die müssen also Uran genug haben.

Arno Niesner
 
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Die filtern mit neuester Technologie das Fukushima-Plutonium aus der Luft.

Ja, ja, von den Schwyzern kannst was lernen. :-))

dünneseis
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chauvinisten halt

the man who shot liberty valance
00
10.6.2011, 19:00

herzliches beileid

richard ratphlat
 
314
es geht um gewinne und verluste

die wirtschaft will den geförderen billigen atomstrom, bei dem die entsorgngskosten nicht eingerechnet sind.

den diese kosten muss die allgemeinheit bezahlen. denn diese kosten sind ja als verluste zu rechnen. die die sog. wirtschaft nicht zahlen will.

gewinne einstreifen und verluste an die allgemeinheit abschieben. auch bei den schweizern ist es nicht anders als bei uns

Ja bitte
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Werden sie beim Lügen gar nicht mehr rot?!!

Ich war in einem Schweizer AKW arbeiten. Dort ist allgemein bekannt, dass 2x soviel Geld für die Entsorgung der Brennstäbe aufgewändet wird als für den Kauf der neuen. -Ein teil davon geht sinnvollerweise nach LaHuage für Wiederaufberreiten. Das meiste aber in einen Fond damit man in zukunft das zahlen kann was hier: http://www.nagra.ch/g3.cms/s_... se/lang/DE
Vorbereitet wird.
Aber ich weis schon, sie werden schon morgen wieder genau die selben Lügen über die Atomindustrie verbreiten. Ökotaliban sind nämlich lernresistent!

Lichtfreak
10
Die NAGRA

besteht seit Jahrzenhten und hat KEIN Endlager bisher!

Was schon nur das kostet....

richard ratphlat
 
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ihre akw´s werden am lebensende abgebaut und zum recykling in den hochofen geschickt

die kosten für das jahrtausende lange aufpassen finden sich in keiner berechnung.

diese kosten zahlen wir alle ohne irgend einem gewinn.

wer bezahlt z.b. jetzt die kosten von fukoschima?
der betrieber?

sagen sie mir eine versicherung die ein akw versichert.

lt einer versicherungsberechnung müsste, um die versicherungskosten abzudecken, die kwh 1,- euro mehr kosten.

also erzählen sie mir nichts über kostenwahrheit.

ihre bezeichnung ökotaliban nehme ich mit genuss auf. ich bin lieber dieses, als ein vernichter einer kinderzukunft!!!

the man who shot liberty valance
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10.6.2011, 18:53

nur ist das ganze nicht so schwarz-weiss wie sie hier glauben machen wollen. es klingt nur schön ...

Kaktus51
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Warum Lüge?

Welches Land hat die Frage des Endlagers gelöst? So viel ich weiß, keines.

gigngogn
 
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Schweden und Finnland, bei beiden ist bereits ein Endlager im Bau, es gab übrigens jeweils mehrere Gemeinden als Bewerber für den Standort

Lichtfreak
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Und der Unterhalt

für mindestens 100000 Jahre (Teuerung nicht vergessen) ist auch schon in mehrstelliger Milliardenhöhe hinterlegt?

Aha, das zahlen die Urenkel?

gigngogn
 
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Welchen Unterhalt erwartzen sie denn bei einem *verschlossenen* Endlager?

JEdes Jahr werden in D ~200.000to Giftmüll endgelagert, Halbwerstzeit unendlich, scheint kein Problem zu sein, warum glauben sie ist das bei Atommüll anders?

Chris Quast
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war vor kurzem im orf. sehr beeindruckend
http://diepresse.com/home/kult... muellGrabs

vielleicht gibt es ja auf youtube. richtig philosophisches unternehmen so ein endlager.

und billig, stelle ich mir ein solches projekt auch nicht vor. projektdauer über 100 jahre. dann ist es gefüllt und man hoffe es ist dort sicher.

grifter
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:-) Nur mit 2x dem Preis werden wir nicht ganz auskommen, gell.
Oder sind da die Kosten für derzeit noch nicht einmal existente Endlager und deren Betreuung schon eingerechnet? Oder zahlt die dann doch wohl eher der Staat, hm?

der tron
 
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Solange die Kernkraftwerksbetreiber (wie z.B. im aktuellen Fall Tepco, bei denen fällt's halt derzeit ein bisserl auf) eine gewisse Wahrheitsresistenz an den Tag legen...

ikepod
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wer jetzt noch immer für atom strom ist
dem ist nicht zu helfen!

Gernot Ziegler
 
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Wie wärs mit Speicherkraftwerken?

... deren Strom könnte man im Ausland sicher gut verkaufen.

WBR
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Schon stark ausgebaut

Die Schweiz erzeugt schon jetzt den Großteil ihres Stroms aus Wasserkraft. Und davon wiederum den Großteil aus Speicherkraftwerken. Potenzial wäre sicher noch vorhanden, aber der Preis (Naturschutz,...) dafür wäre vermutlich hoch, sonst hätte man es schon genutzt.

Die Situation ist ähnlich wie in Österreich, nur dass wir den kleineren Teil nicht aus Kernenergie, sondern aus Gas, Kohle und Importen beziehen.

Und @ Grisu: Die meisten Speicherkraftwerke sind keine Pumpspeicher, sondern speichern einfach nur die Energie der Zuflüsse.

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