Wachstum

VW setzt auf auf Russland

5. Juni 2011, 15:27
  • Artikelbild
    foto: dapd/david hecker

    Die Kooperation mit Suzuki ist nicht ohne Tücken.

Der VW-Konzern will seine Produktion in Russland auf dem Weg zur Weltmarktspitze mittelfristig auf 300 000 Autos im Jahr mehr als verdoppeln

Frankfurt - Auf dem Weg an die Weltmarktspitze setzt Volkswagen einem Bericht zufolge verstärkt auf Russland. Der deutsche Konzern plane, die Produktion in seinem russischen Werk Kaluga um 50.000 auf 200.000 Fahrzeuge im Jahr zu steigern, berichtet die deutsche "WirtschaftsWoche". Alternativ dazu gebe es Überlegungen, ein zweites Werk mit einer Kapazität von 150.000 Autos gegenüber der bestehenden Fabrik zu bauen.

Der russische Automarkt war zu Jahresbeginn so stark gewachsen wie kein anderer. Die Zahl der Neuzulassungen in dem Land stieg im ersten Quartal um mehr als drei Viertel auf 517.300 Stück. In Westeuropa dagegen waren mit 3,5 Millionen Autos weniger zugelassen worden als ein Jahr zuvor. Bereits Anfang des Jahres hatte VW mit dem russischen Autobauer GAZ eine Zusammenarbeit vereinbart. Demnach sollen jährlich mehr als 100.000 Fahrzeuge der Marken VW und Skoda in einem Werk von GAZ gebaut werden.

Mit dem Fokus auf russische Autofahrer ist VW nicht allein: Auch BMW prüft den Bau eines weiteren Standorts und hat dabei auch Russland im Blick. Der japanische Autohersteller Nissan Motor und sein französischer Partner Renault wollen Zeitungsberichten zufolge ebenfalls kräftig in Russland investieren. Durch eine Kooperation mit dem dortigen Autobauer AvtoVAZ wollten die beiden Konzerne ihren Absatz mehr als verdoppeln, berichtete die japanische Zeitung "Nikkei" kürzlich.

VW fährt auch in anderen Ländern die Produktion hoch, mitunter durch Kooperationen. Doch bei der Zusammenarbeit mit dem japanischen Kleinwagen- und Motorradspezialisten Suzuki läuft es für VW nicht rund: Gemeinsame Projekte mit den Japanern wie ein für den indischen Markt geplanter Kleinstwagen benötigten längeren Vorlauf, hatte VW-Chef Martin Winterkorn kürzlich eingeräumt. Deswegen habe VW auch die Pläne aufgegeben, den Anteil von knapp 20 Prozent an Suzuki rasch aufzustocken, wie der "Spiegel" nun berichtet. Die Kulturunterschiede zwischen beiden Unternehmen seien groß. "Es war keine Aufstockung vorgesehen, daher hat sich nichts an unseren Plänen geändert", sagte ein VW-Sprecher dazu. (APA/Reuters)

Keyser
00

Na klar, überlegt sich VW, BMW ... in Russland die Produktionen hoch zu fahren. Was in dem Artikel unerwähnt bleibt, Russland winkt mit großzügigen Steuergeschenken, wenn die Produktion in der Kapazität auf russischem Boden angekurbelt wird.

RFD
00
18.6.2011, 11:09
"Russland winkt mit großzügigen Steuergeschenken"

Das ist doch vernünftiger als die Politik der EU, wo noch immer rund 50% des Budgets in die Förderung der Landwirtschaft fliessen. Oder?

vertrae glich
 
00

Kulturunterschiede - mehr Details wären gut. Denkt man an beide Länder sieht man doch zumindest was die Arbeit angebelangt nicht sonderlich viele Unterschiede.

Subversive Revolte
01
VW setzt auf auf Russland

ich hoffe, dass sie dort nicht unter unter gehen werden.

schnuddeldiwuddeldi
00
sich nicht,

die Qualitätsarbeit und Präzision der russischen Arbeit ist ja bekannt - Müll !°

RFD
00
28.7.2011, 22:30
Russischer Muell....

Wie z. B. AK 47 (Kalaschnikov): 80 Millionen Stueck weltweit.
Oder z.B. Proton-M Traegerraketen, welche rund 100 Millionen Euro teure Kommunikationssatelliten ins All befoerden.
Weltweit vertrauen Telekomunternehmen ihre sauteuren satelliten und Soldaten ihr Leben russischem Muell an.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.