Tirol

Mehrere Schwerverletzte bei Paragleitunfällen

4. Juni 2011, 16:40

Innsbruck - Gleich mehrere Verletzte haben Unfälle mit Paragleitern in Tirol gefordert. Am Samstag verlor ein 38-jähriger Deutscher in Neustift im Stubaital (Bezirk Innsbruck-Land) die Kontrolle über seinen Schirm und stürzte ab. Er wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt in das Krankenhaus Hall geflogen. Bereits am Freitag verunglückten bei einer Veranstaltung in Kössen (Bezirk Kitzbühel) eine 47-jährige polnische Paragleiterin und ein 36-jähriger Deutscher schwer.

Der 38-Jährige war gegen 11.00 Uhr oberhalb der Bergstation "Elfer Lifte" zu einem Flug gestartet. Laut Polizei verlor er bereits unmittelbar nach dem Start die Kontrolle über sein Fluggerät und krachte in einen Wiesenhang. Liftangestellte, die den Unfall beobachtet hatten, alarmierten die Einsatzkräfte.

Die Polin war am Freitag gegen 15.15 Uhr beim Landeanflug in ein Luftloch geraten und aus rund fünf Metern Höhe zu Boden gefallen. Die Frau wurde nach der Erstversorgung mit einem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus St. Johann geflogen. Dorthin wurde auch der 36-Jährige gebracht, der kurze Zeit später in einer Höhe von rund 1.150 Metern mit seinem Rettungsschirm notlanden musste. Der Schwerverletzte musste mittels Tau vom Notarzthubschrauber geborgen werden. (APA)

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13 Postings
parapente
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Aha, Luftloch,

danke für die fachliche Information!

Man sollte doch die Alpeneinweisung machen, wie sie für Ausländer vorgeschrieben wäre.

radioactif
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also ich kann nur jedem das paragleiten nur dringend abraten. viel zu gefährlich ! und die lufträume sind auch total überfüllt. letztens in annecy: über 100 schirme beim soaren auf einer 300m langen kante. ein wunder dass da nicht viel mehr passiert. also lieber fahrradfahren oder yoga ;)

senfmitketchup
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fahrradfahren

hat mich aber schon 2x (durch fremdverschulden) ins krankenhaus gebracht, von div. kleineren verletzungen mal abgesehen. in der stadt (und beim verhalten der hiesigen autofahrer) ist es mir inzwischen zu gefährlich.
beim fliegen hingegen ist mir noch nichts passiert, das soll auch so bleiben.
wie bad user schreibt, ist es selbstüberschätzung, mangelnde erfahrung und meteorologische unwissenheit, die zu unfällen führt.
aber es bleibt immer noch die sicherste art zu fliegen und erfreulicherweise gibt es auch noch viele fluggebiete, die nicht so dicht gedrängt sind.

radioactif
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erfreulicherweise gibt es auch noch viele fluggebiete, die nicht so dicht gedrängt sind.

und wir wollen, dass das auch so bleibt. deshalb: fliegen ist viel zu gefährlich ;)

senfmitketchup
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ah, jetzt versteh ich, ok ;-)

o+
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Gefährliche Sprache. Zumindest bei APA...

Die Frau wurde [...] in das Krankenhaus St. Johann geflogen. Dorthin wurde auch der 36-Jährige gebracht, der kurze Zeit später in einer Höhe von rund 1.150 Metern mit seinem Rettungsschirm notlanden musste.

Eigenartig. Wie hoch liegt das Krankenhaus? Versuchte der 36-jährige aus selbigem zu flüchten?

radioactif
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Klingt wie ein Fieberalptraum. Daraus kann man sicher einen psycho-thriller mit sich ineinander verschiebenden Realitäten machen :)

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Gefährlicher Sport. Aber nicht uninteressant.

bad user
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Ich hab es mal einige Zeit beruflich betrieben (Doppelsitzer-Taxi)

Und kann behaupten bei über 600 Flügen nicht einmal eine Arschlandung hingelegt zu haben.
Speziell wenn man Passagiere hat, geht man die Sache auch mit der "doppelten" Vorsicht an ...

Gefährlich ist in diesem Sport nur die Unkenntnis über lokale Wettterlagen und in vielen Fällen mangelnde Selbsteinschätzung der Piloten.

o+
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Vor ich glaub 2 Jahren ist am Ossiachersee von der Gerlitze auch mal ein Profi samt Taxigast letal runtergekommen - Profisein allein schützt nicht automatisch vor Unfällen, zumindest nicht 100%ig.

bad user
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... ich hab das leider "live" miterlebt ...

und war einer der ersten die das Video eines zufällig anwesenden Gastes analysieren "durfte/musste" :(

Der Pilot galt als sehr erfahren, die Startbedingungen waren normal. Leider hat mein Kollege einmal bei tausend Flügen vergessen sich mit beiden Karabinern einzuhängen und ist einseitig eingehängt losgeflogen.

Nachträglich wäre ein radikaler Startabbruch besser gewesen, als die Situation im Flug stabilisieren zu wollen ... aber das ist jetzt KlugscheiBerei und nicht mehr seriös.

Tragisch was das, verursacht durch das menschlichem Versagen eines Bekannten ...
Was für mich bleibt ist ein Ansporn meine Sicherheitsverantwortung jedes mal aufs Neue zu überdenken ... aber kein Grund um Paragleiten als gefährlich einzustufen.

parapente
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Genau so ist es, badinger!

verleih nix
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völlig richtig. es gilt sehr viele wenns zu beachten und genau daran scheitert es eben beim einen oder anderen.

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