Unter der Haube des neuen Betriebssystems schlummert nicht mehr PC-BIOS - Microsoft sattelt auf UEFI-Firmware um
Bei Windows 8 soll alles anders werden. Microsoft hat bei der Präsentation des neuen Betriebssystems angekündigt, dass man auf UEFI-Firmware umsattelt. PC-Nutzer müssen sich daran gewöhnen, dass die neue Version nicht mit BIOS startet.
UEFI-Firmware
Microsoft verlangt für Windows 8 eine UEFI-Firmware (Unified Extensible Firmware Interface). Der taiwanesische Konzern Insyde Software hat bereits für die aktuelle UEFI-Version 2.3.1 eine kompatible Firmware für Windows angekündigt.
Vorteile
Dass die Version 2.3.1 auch ARM-Chipkerne unterstützt, könnte den Verzicht auf BIOS begründen. Ein weiterer Vorteil von UEFI ergibt sich für Firmware-Programmierer und Mainboard-Produzenten, denn Hardware Treiber, die als EFI Byte Code implementiert sind, können auf unterschiedlichen Plattformen genutzt werden.
Probleme
Ein Großteil der PC-Mainboards für Intels Core-i-, Atom-, Xeon-Prozessoren sowie für AMD E-350 unterstützen UEFI-2.x, genauso wie künftige Generationen A- und FX-Prozessoren von AMD. Einige ältere Rechner aber werden bei einem Umstieg Microsofts auf UEFI 2.x die neue Windows-Version nicht updaten können.
UEFI-Kompatibilität
Die x64-Versionen von Windows Vista, Windows 7 und Windows Server 2008 können im UEFI-Modus auf Systemen installiert werden, die UEFI-2.x-kompatibel sind. Darunter wird auch Apple mit dem Boot Camp zu leiden haben, denn Apples EFI-Implementierung auf x86-Systemen ist nicht UEFI-2.x-kompatibel. Weder BIOS noch ältere EFI-Ausgaben sollen unterstützt werden.
UEFI 2.x ist Voraussetzung für eine Windows-Installation auf Festplatten mit über 2,2 Terabyte Speicherplatz, die anstelle eines Master Boot Record (MBR) eine GUID Partition Table (GPT) besitzen müssen. (ez, derStandard.at, 05. Juni 2011)