Neuer Prüfbericht

3. Juni 2011, 19:14

VP Wien lehnt "Auftragsgutachten vom Verursacher" ab

Wien - Ein neuer Prüfbericht hat die gegen die Kunsthalle Wien erhobenen Vorwürfe wegen zu hoher Reisespesen und laxer Abrechnungsregelungen entkräftet. Laut der Gebarungsprüfung der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei IB Interbilanz Hübner habe sich Direktor Gerald Matt korrekt verhalten. Dass diese Prüfung im Auftrag der Kunsthalle erfolgte, kritisiert die Opposition: Zweifel könnten nur von unabhängigen Institutionen beseitigt werden, ließ Landesabgeordnete Isabella Leeb (VP Wien) per Aussendung wissen. Mit einem endgültigen Kontrollamtsbericht ist, laut Auskunft eines Sprechers der Behörde, erst 2012 zu rechnen; mit der Sichtung der Unterlagen habe man bereits begonnen.

Besagter Prüfbericht der Interbilanz hat neben Dienstreisen zwischen 2008 und 2010 (das erste Halbjahr 2009 wurde "aus Zeitgründen" ausgeklammert!) vier Ausstellungen sowie ein Buchprojekt untersucht. Die Reisekosten seien "angemessen" , die Projekte entweder Kooperationen oder Teil der "Nebentätigkeiten" , in denen sich Matt laut Vertrag darum bemühen muss, "die Interessen der Kunsthalle Wien zu fördern" . Produkt einer solchen Nebentätigkeit ist laut Prüfbericht das Buch Voyage autour de ma chambre, das künstlerische Fotografien von Matts Privatwohnung zeigt. Unterstützende Tätigkeiten von Mitarbeitern übersteigen laut Bericht nicht übliche Ausmaße.

Nicht zuletzt wegen des Fehlens eines Betriebsrats könnten sich Mitarbeiter nicht gegenüber solchen Mehrarbeiten wehren, kritisierte die VP die mangelnde Aussagekraft des Berichts. Auch der am Dienstag fristlos entlassene, ehemals leitende Kurator Thomas Mießgang, der seine Entlassung arbeitsrechtlich anfechten will, bemängelte den fehlenden Betriebsrat. "Die Belegschaft hat sich bisher immer gegen einen Betriebsrat entschieden" , hieß es dazu aus der Kunsthalle. (kafe, DER STANDARD - Printausgabe, 4./5. Juni 2011)

Mr. Mag.
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Wenn die Sonne.....

der Kultur niedrig steht werfen selbst Zwerge große Schatten.
Frau Leeb schafft's nicht mal zum Zwerg.
Eine Frau ohne Schatten also.....aber immer gut für eine blöde, ahnungslose Wortmeldung ,pardon, Aussendung.
Wenn man sich nur Peter Marboe zurückwünschen könnte aber bei dieser Wiener ÖVP gehts leider nur immer tiefer.
Das macht Herrn Matt nicht sympathischer, aber ein bißchen mehr an Schatten produziert er immer noch.

la papagena
02
causa matt

laut aktuellem "profil" agiert der vorstand des kunsthallenvereins zwar nominell als kontrollinstanz, aber de facto seit beginn der direktion matts 1996 eher als dessen solidaritätskomitee.

wer hat eigentlich den vorstand für wie lange bestellt?

und mailath-pokorny sieht keine veranlassung einzuschreiten, weil es sich um einen "unabhängigen" (anm.: aber subventionierten!) verein handelt und dies "das ergebnis einer politik, die sich seinerzeit aus der kultur zurückziehen wollte" sei.

tja, es ist halt angenehmer, orden zu verleihen und eröffnungsreden zu halten als kulturpolitische verantwortung zu übernehmen.....

http://www.profil.at/articles/... endirektor

sans soleil
 
01

ich wünsch' mir dass wir den herrn matt, diesen begnadeten selbstdarsteller und international renommierten künstler, kurator, sammler, nebenbeschäftigungsexperten etc. etc. baldigst exportieren. angesehenste kunstinstitute beneiden uns heute um den guten mann, man wird ihn uns aus den händen reissen!

la papagena
00

falls es probleme mit dem link gibt, bitte googeln:
kurier.at studienreise durch gerald matts wohnung

la papagena
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"unterstützende tätigkeiten (anm.: für nebentätigkeiten) übersteigen laut bericht nicht übliche ausmaße" ... ???

--> http://kurier.at/kultur/2089808.phg

und zu den betriebsräten: sind leider - auch in anderen branchen - häufig nur marionetten der geschäftsleitung.

Max Kahlenberg
01
"Die Belegschaft hat sich bisher immer gegen einen Betriebsrat entschieden"

No mercy mit denen. Wirklich: Nicht und nie mehr über Arbeitsverhältnisse in der Kunstszene jammern, wenn ich das so lese.
Was ich allerdings, wir haben es hier mit Matt zu tun, NICHT glaube !

vives
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natürlich sagt, die kunsthalle dass die belegschaft keinen betriebsrat will,
aber das stimmt einfach nicht...

Alter Störenfried
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Vorauseilender Gehorsam?

Der Verzicht auf einen Betriebsrat könnte ja auch als vorauseilender Gehorsam verstanden werden. Schließlich soll - angeblich - jeder Mitarbeiter, der sich um einen Betriebsrat bemühte aus dem Haus bugsiert worden sein.

Schließlich meinte Mießgang ja auch: "(...)Begonnen hat die ganze Kampagne, als ich mich an den Vorstand gewandt habe und Missstände in der Kunsthalle aufgezeigt habe: Es gibt keinen Kollektivvertrag, keinen Betriebsrat. Es hieß dann, wir machen eine Mediation. Stattdessen wurde mir nahegelegt, die Kunsthalle zu verlassen, was ich nicht tat. Darauf kam es zu einer Änderungskündigung und zur Versetzung auf die Stabsstelle Kommunikation."
http://diepresse.com/home/kult... ieht-sich-

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