Wien

Viele Radfahrer übergehen Verkehrsregeln

3. Juni 2011, 13:22

ÖAMTC-Erhebung: 70 Prozent ohne Helm, acht Prozent bei Rot über die Kreuzung und mit Musik im Ohr

Wien - Radfahren in Wien wird Jahr für Jahr beliebter. Vor allem in der Stoßzeit ist das Vorwärtskommen mit dem umweltfreundlichen Drahtesel oft die schnellste Variante, um den gewünschten Zielort zu erreichen. An größeren Kreuzungen bilden sich nicht selten Trauben von Radlern, die den Radweg kurzerhand in einen hochfrequentierten Highway verwandeln. Doch nicht alle von ihnen befolgen die Verkehrsregeln, wie eine aktuelle ÖAMTC-Erhebung ergab.

Bei optimalen Wetterbedingungen wurden insgesamt 3.063 Radfahrer an vier neuralgischen Verkehrsknotenpunkten registriert und "gecheckt". Das Gesamtergebnis fiel einigermaßen ernüchternd aus: 259 Radler (8,5 Prozent) ignorierten das Rot der Ampeln, 2.184 (71 Prozent) waren ohne Helm, 246 (acht Prozent) mit Musikbeschallung in den Ohren, also "zugestöpselt", unterwegs, und 347 (11,3 Prozent) benützten statt des vorhandenen Radwegs die Straße.

"Es besteht Aufklärungsbedarf"

Dementsprechend unterkühlt fiel die Bewertung der ÖAMTC-Tester aus: "Es besteht weiterhin Aufklärungsbedarf. Die innerstädtische Durchschnittsgeschwindigkeit liegt immerhin bei 18 km/h. Das Risiko, sich bei einem Sturz eine schwere Kopfverletzung zuzuziehen, ist schon bei geringerem Tempo relativ hoch", sagte Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

Dass die Warnungen offenbar zurecht erfolgen, zeigt die Unfallstatistik: Von Jänner bis März 2011 waren bundesweit 452 Radler in Unfälle verwickelt, 2010 waren es 377. Und bis Ende Mai 2011 sind bereits 14 Radfahrer getötet worden, fünf mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Frauen fahren regelkonformer

Als Beobachtungspunkte wählten die Club-Mitarbeiter die Kreuzungen Neulerchenfelder Straße/Gürtel (Ottakring), Schleifmühlgasse/Margaretenstraße (Wieden), Schottengasse/Schottenring (Innere Stadt) sowie Lerchenfelder Straße/Zweierlinie beim Palais Auersperg (Josefstadt). Erhoben wurde am 25. und 26. Mai jeweils in der Zeit von 8.00 bis 9.30 Uhr und von 10.30 bis 12.00 Uhr. 1.782 Radler waren Männer, 1.281 Frauen.

Interessantes Detail am Rande: Es hat sich gezeigt, dass Männer wesentlich häufiger die Regeln missachten als Frauen. So waren etwa von den 259 Radfahrern, die bei Rot über die Kreuzung strampelten, 190 männlich. (APA)

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Heinrich Dacher
00
solange...

diese seite:
http://vienna.mybikelane.com/
nicht verwaist ist, muß man sich als radfahrer auch nicht sonderlich um die stvo scheren.
diese ist offensichtlich nur ein verhaltensratgeber.

Zinsenfeger
00

Was soll das ewige Genörgel mit dem Helm? Ich fühle mich durch den Helm beim Fahren beeinträchtigt. das kann ja auch nicht gut sein für die Sicherheit.
Kopfhörer sind meine Sache nicht, weil ich im Straßenverkehr auch "mithören" möchte, z.B. wenn sich ein Auto von hinten herankommt. Aber gut, wer will, der kanns ja machen. Das einzige - bei Rot über die Ampel, das sollt wirklich nicht sein, aber ein paar Unbelehrbare gibt es immer und überall.

a b1
00
Sch... auf den Helm

Fahrräder sollen mit Helm fahren, und in Autobussen gibt es nicht mal Sicherheitsgurte.

Hui Buh
00
"Das Risiko, sich bei einem Sturz eine schwere Kopfverletzung zuzuziehen,"

Wenn er sich nicht durch Autofahrer, oder Motorradlers Schuld den Schädel auseinander haut, sondern durch seine Schuld, weil er z.B. in der Nacht unbeleuchtet (und das tun sie mit Vorliebe) fährt, ist mir das herzlich wurscht und soll ein Denkzettel für die Zukunft sein. Aber manche lernen es nie.

silverfinger
00

es besteht weder eine helmpflicht, noch ist es verboten musik zu hören (kann ich ja im auto auch)
einzig die rote ampel wäre ein hindernis, wobei man sagen muss als rechtsabbieger könnte man auch als auto abbiegen (wie in den USA) aber bei uns würde diese regelung keiner schnallen, genausowenig wie ein zweispuriger kreisverkehr ... provinzland eben!

Daniil Charms
 
02
15.8.2011, 12:59

Es ist nicht verboten, beim Fahren Musik zu hören. Und auch mit Ohrstöpseln hör ich immer noch mehr als ein Autofahrer mit voll aufgedrehter Stereoanlage. Und Helme sind nicht vorgeschrieben; dass der ÖAMTC das untersucht, macht den Bock zum Gärtner - unterschwellig wird die Schuld an Unfällen mit Personenschaden den Radfahrern untergeschoben.
Der ÖAMTC ist um nix seriöser als der VCÖ, der sich in letzter Zeit stark gebessert hat.

hel_di
01
21.8.2011, 10:05

vielleich ein bisschen provokant: Ohrstöpsel dämpfen auch im abgeschalteten Zustand den HÖLLENVerkehrslärm in manchen Strassen

Hallo Du!
00
12.8.2011, 23:59
Jössas na.

Und? Na und. Wen scherts.

kotek
04
10.8.2011, 17:35
Wie können die ÖAMTC-Leute auf Musikbeschallung schließen,

weil sie bei jemandem einen Ohrhörer sehen. In meinen läuft auf dem Weg in die Arbeit das Morgen- auf dem Rückweg das Abendjournal und das in einer Lautstärke, daß ich verstehe, wenn mich jemand anspricht. Darüberhinaus ist das mein Headset für Telefonate, um nicht wie so manch anderer Auto- oder Radfahrer ein- oder gar freihändig unterwegs zu sein. Die Typen möcht' ich nicht beim Notbremsen sehen, wenn zB. ein Kind auf Radweg oder Straße läuft.
Also lieber ÖAMTC: Nicht dichten, wenn etwas nicht eindeutig erhoben werden kann und Headsets nicht per se als Teufelszeug darstellen.

rorschach
01
10.8.2011, 01:22
noch eine andere frage

wieso bitte wird jetzt - wo es scheinbar irgendwie interessant ist - permanent autofahrerclubs überlassen über die sicherheit und gefährlichkeit von radfahrerInnen zu schwafeln es gibt ja auch radclubs warum werden die nicht gefragt?

rorschach
00
10.8.2011, 01:00
wie jetzt?

"Viele Radfahrer übergehen Verkehrsregeln

ÖAMTC-Erhebung: 70 Prozent ohne Helm, acht Prozent bei Rot über die Kreuzung und mit Musik im Ohr"

???? was ist da jetzt die Regel? das "bei Rot über die Kreuzung" und die 70% ohne Helm ist was jetzt?

Ben Hemmens
00
259 Radler (8,5 Prozent) ignorierten das Rot der Ampeln,

Vergleichsdaten zu AutofahrerInnen?

Blubber bläschen
00
10.8.2011, 22:30
naja sicher weniger

eh klar. weil wenn der erste stehen bleibt kommt der zweite schon nicht mehr vorbei.

bei radlern ist das nicht so, da kann der erste, siebte und vierundvierzigste stehen bleiben, alle dazwischen fahren trotzdem weiter.

glaubens nicht? dann stellen sie sich mal in der früh zur ecke gumpendorfer- und 2er-linie...

Ben Hemmens
01
»Das Risiko, sich bei einem Sturz eine schwere Kopfverletzung zuzuziehen, ist schon bei geringerem Tempo relativ hoch"«

Wenn das so wäre, müssten die NiederländerInnen bald aussterben ;-)

Einen Teufel tun sie:

http://en.wikipedia.org/wiki/File... 0-2000.png

David Wander
00
Wo findet man Verkehrsregeln für Radfahrer?

Ein paar Beispiele:
Radfahren auf einer Schienenstraße:
- Bei Haltestellen sollte man zwischen den Schienen fahren: wenig Platz und viele an der Kante stehende wartende Fahrgäste? Das Kreuzen der Schienen braucht etwas Platz. Ist das ein Spurwechsel?
- Muss man eine Schienenstraße verlassen, wenn eine Straßenbahn kommt? Wie macht man das richtig? Ich wurde schon wegen Stehens am Zebrastreifen (nächste Ausweichmöglichkeit) verwarnt.
- Wenn man (durch eine Umleitung) am Ring landet, wie kommt man richtig von ganz links, nach ganz rechts auf den Radweg?
- Wenn eine mehrspurige Straße einen Radweg kreuzt, fährt man auf den Radweg bei rot auf, oder bei grün? Bei grün bedeutet: abbiegen, wo kein abbiegen vorgesehen ist = ziemlich gefährlich...

hel_di
00
21.8.2011, 10:02
Begriffsverwirrung

Ich glaube man sollte klarstellen:
-) Schienenstarsse = die ganze strasse
-) Gleiskörper der bereich wo die schienen verlegt sind

ich kann mich an keine vorschrift erinnern, die auf engen strassen (z.B. Neulerchnenfelder Str) verbietet am Gleiskörper zu fahren (und auch zu bleiben). Dass man versuchen wird die Strassenbahn vorbeizulassen sobald es geht liegt woh auf der hand. Das geht bei jeder geregelten Kreuzung eigentlich gan gut.....

David Wander
00
22.8.2011, 14:11
Besser nicht ausweichen

hab das getestet auf einer Kreuzung mit Polizist, der abbiegende Autos aufschreibt. Bin rechts ausgewichen, ist sich gerade ausgegangen ohne den Zebrastreifen zu berühren - dennoch lautes Schimpfen der Fußgänger, um die Straßenbahn vorbei zu lassen. Beim Versuch zurück zu fahren: Abmahnung. Weil man muss rechts abbiegen, wenn man die Straße verlässt. Dass Argument "abbiegen sei verboten" und "wollte nur der Straßenbahn ausweichen" ließ er nicht gelten. Man müsse äußerst rechts fahren. Aber ausweichen und dabei die Fahrbahn verlassen sei nicht erlaubt und gefährlich.
Zugegeben ich wohne in einer Einkaufsstraße, da ist viel los... aber dennoch sollte dort Radfahren legal möglich sein...

Pierre d´Aubusson
31

Warnweste und Helm vorschreiben und Versicherungspflicht.
So sind die Mopedunfälle auch stark reduziert worden.

absolut5000
00
Warnwestenpflicht für Mopedfahrer

seit wann gibts denn das?

Hallo Du!
00
13.8.2011, 00:01
D epp.

Felix Kuttinger
 
01
Radfahrerfeindliche Regelungen

Und was geschieht, wenn sich Radfahrer sklavisch an die Verkehrsregeln halten, verdeutlicht nachfolgendes Video:

http://www.koreus.com/video/pis... -york.html

dont follow me
00

unnötige das ganze trara

diskutier
00
hahhaaa

peinlich für den autostinkerclub, die 8% radler, die bei rot über die kreuzung fahren, sind ja ein klax im vergleich zu den 40% autofahrer, die den vorrang von fußgängern auf zebrastreifen ingorieren, sprich die sollten sich um ihr eigenes klientel kümmern und eine nachschulung ihrer mitglieder fordern

Viru
02

würden in der stadt keine autos fahren, gäbe es auch keine verkehrsprobleme und ich kann das garantieren auch "deutlich" weniger unfälle.

Konsumtrottel 2.0
05
20.7.2011, 01:45
ein autofahrerverein "checkt" radfahrer

da erübrigt sich sowieso jeglicher kommentar. ich bin üblicherweise öffentlich unterwegs, manchmal mit dem rad und sehr selten mit meinem auto. radfahren ist echt das geringste verkehrstechnische problem in dieser stadt. schon eher der autowahn.

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