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Rettungsgasse nennt sich die jüngst dem harmonischen Zusammenwirken der Regierung entsprungene Errungenschaft. Dabei wird dem gemeinen Autofahrer im Fall eines Unfalls auf der Autobahn verordnet, so weit an den rechten Fahrbahnrand beziehungsweise Mittelstreifen zu fahren, dass Einsatzkräfte in der frei werdenden Gasse durchbrausen können.
Klingt grundvernünftig. Endlich wird in Österreich eingeführt, was sich in Deutschland, Tschechien, Slowenien und der Schweiz längst bewährt.
So weit die Theorie. Dass der Gassenhauer in Österreich einer wird, muss jedoch bezweifelt werden. Denn Herr und Frau Österreicher sind zumindest auf Schnellstraßen nicht wirklich hilfsbereit. Man könnte auch sagen, sie sind überfordert, unfähig - oder asozial, was sich nicht selten in testosteronübersteuertem Selbstbewusstsein manifestiert. Wer die Rechtsfahrordnung beharrlich ignoriert, wird auch nicht für einen Notarztwagen auf die - selbst an Lkw-freien Sonntagen als minderwertig empfundene - erste Spur wechseln.
Wer das weltweit seit Jahrzehnten bewährte Reißverschlusssystem bis heute nicht kapiert, wird per Verordnung ab Jänner 2012 kaum für eine Feuerwehr Platz machen. Und wer den Pannenstreifen notorisch als Überholspur missbraucht, wird sich in Zukunft über die Annehmlichkeit einer Rettungsgasse vermutlich eher freuen. Ein Erziehungseffekt ist auch von bis zu 2180 Euro Strafe nicht zu erwarten. Denn das Geld liegt zwar auf der Straße und die Staatskassen sind leer, aber es gibt schon jetzt kaum Polizisten, die es einsammeln. (Luise Ungerböck/DER STANDARD/Automobil/03.06.2011)
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Ich bin ortsunkundig in Wien unablichtlich ein paar Meter auf einer Busspur gefahren (habs nicht gesehen, bin den anderen Fahrern nachgefahren) = € 42 Strafe. Fein. Fahre dort jetzt täglich und es fahren immer wieder Wiener auf dieser Spur ... da ist die Polizei offenbar vor Ort. Aber ansonsten sieht man die nicht - auf den Landstraßen bei über 150 kmh usw ...
Über das asoziale Fahrverhalten auf unseren Straßen kann ich mich täglich ärgern. Mir kommt es vor, dass es von Jahr zu Jahr immer schlimmer wird. Aber ja, es wird ja nicht kontrolliert. Die Strafen sind für viele zu gering. Für mich sind die € 42 sehr hoch ... das tut richtig weh ... aber ja ...
also auf der autobahn wärs mir ja wurscht. aber ich bin eigentlich ganz froh, dass die zumindest in der stadt nicht automatisch immer mit sirene fahren... das letzte mal in rom hats mich ziemlich genervt, dass man fast nonstop krawall von irgendwelchen einsatzwägen hört.
Das ist hier wahrscheinlich bei allen Einsatzfahrzeugen schon ab Werk fix an die Zündung gekoppelt - Schlüssel rein und der Lärm geht an. Ich hab sogar schon erlebt, daß die Besatzung eines offenbar leeren Krankentransporters draußen bei Cinecittà mitten in der Nacht, und ohne jeden Verkehr bis zum Horizont, seelenruhig auf einen Espresso gegangen ist, während draußen am Parkplatz ein Kollege neben dem dröhnenden und blau blinkenden Vehikel Wache hielt und der Nikotinsucht frönte. Irgendwann nimmt man's anscheinend wohl wirklich nicht mehr wahr... ;-)
Ich bin zwar nicht allzuoft auf Deutschlands Straßen unterwegs, aber wenn, dann waren auf Autobahnen immer die linken Fahrspuren voll. Dies ist sicher kein österreichisches Spezifikum. Überhaupt regt sich ein Widerstand in mir, wenn es um Verhaltensmerkmale von bestimmten Menschengruppen (z.B. in Staaten) usw... geben soll. Gibt es eine Studie dazu, dass "die Österreicher" überfordert, unfähig oder asozial beim Autoverkehr sind?
bei uns gilt: höchtgeschwindigkeit:130 kmh
das heisst: 140 fahren laut tacho ist ok.
wer glaubt, dass er schneller fahren muss ist einfach nur dumm.... (mein auto kann das, meine reifen halten es aus etc.)
denken sie an andere verkehrsteilnehmer: ältere leute haben nicht die gleiche reationsfähigkeit wie jüngere personen (rede jetzt von 80 jährigen zu 25 jährigen)...dann weg mit den alten leuten...WOLLEN SIE IM HOHEN ALTER DASS MAN IHNEN DAS AUTOFAHREN verbietent? wohl nicht...
ein beispiel: man fährt und 140 auf der linken...
ein anderer kommt von hinten mit 160...
der der 140 fährt ist legal unterwegs.. der andere nicht... also wer ist im recht??
manche autofahrer spinnen sich ihre eigenen regeln zusammen. diese armen kreaturen
wenn ich von hinten mit 160 komme.
Sie können mit 140 auch ganz ruhig überholen und ich werde ausreichend Sicherheitsabstand halten, sie auch nicht anblinken etc.
Wenn Sie jedoch auf der A2 von Wien raus fahren und dort die drei rechten Spuren vollkommen frei sind und sie mit 140 die 4. benutzen, dann beachten Sie nicht die RechtsfahrPFLICHT in Österreich....
Auf unseren Autobahnen ist es normal, dass man in der Mitte ca. 130 - 140 kmh fährt, rechts die LKW und links die über 160kmh-Raser. Das ist normal. Wennst auf dein Recht pochst und links 140 fährt ... wirst weggedrängelt - was sehr gefählich ausgehen kann.
Die Speed-Limits bei uns sind nur ganz grobe Richtlinien - daran wird sich so schnell nix ändern und wie man im Forum hier sieht, ist man unbeliebt, wenn man dagegen was sagt.
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