Militär schafft Kim-Schießscheiben ab

3. Juni 2011, 14:02

Schüsse auf Kim-Bilder sollten "den Kampfgeist" stärken

Seoul - Neues Feindbild beim Übungsschießen gesucht: Südkoreanische Soldaten sollen bei Schießübungen künftig nicht mehr auf Fotos des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il oder seines Sohnes zielen, der als sein Kronprinz gilt. Diese Praxis auf einigen Übungsgeländen der Streitkräfte will das Verteidigungsministerium jetzt unterbinden. "Wir werden eine Richtlinie zu diesem Zweck an die Einheiten ausgeben", sagte am Mittwoch ein Sprecher des Ministeriums in Seoul. Es sei jedoch die Entscheidung der betroffenen Einheiten, ob sie sich daran halten.

In einigen Trainingszentren für Marineinfanteristen und anderen Armee-Einheiten in Südkorea dienen Bilder von Kim Jong-il, seinem Sohn und mutmaßlichen Nachfolger Kim Jong-un sowie des als Ewiger Präsident verehrten, früheren Staatsgründers - und -chefs Kim Il-sung als Ziele bei Schießübungen. Die Praxis sollte nach dem Beschuss einer südkoreanischen Insel im November durch die nordkoreanische Küstenartillerie helfen, "den Kampfgeist" zu stärken, zitierte die Zeitung "Chosun Ilbo" einen Militärvertreter. Bei dem Zwischenfall waren zwei Soldaten und zwei Zivilisten getötet worden. (APA)

da sieht man wieder, das ja nur der Norden provoziert...

Grundsätzlich richtig!

Nur sind die Südkoreaner nicht ganz so "fromm" wie sie gerade schildern

Zwischen Artillerieüberfällen und Torpedoangriffen auf der einen Seite und Zielausscheiben aus Papier auf der anderen Seite bestehen dann doch noch gewisse Unterschiede bezüglich des Grads der "Provokation".

sehr spannende meldung...

ein bericht über eine solche praxis sagt eben viel aus über die friedensbereitschaft "unserer freunde"

Vorher war's lustiger.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.