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Seoul - Neues Feindbild beim Übungsschießen gesucht: Südkoreanische Soldaten sollen bei Schießübungen künftig nicht mehr auf Fotos des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il oder seines Sohnes zielen, der als sein Kronprinz gilt. Diese Praxis auf einigen Übungsgeländen der Streitkräfte will das Verteidigungsministerium jetzt unterbinden. "Wir werden eine Richtlinie zu diesem Zweck an die Einheiten ausgeben", sagte am Mittwoch ein Sprecher des Ministeriums in Seoul. Es sei jedoch die Entscheidung der betroffenen Einheiten, ob sie sich daran halten.
In einigen Trainingszentren für Marineinfanteristen und anderen Armee-Einheiten in Südkorea dienen Bilder von Kim Jong-il, seinem Sohn und mutmaßlichen Nachfolger Kim Jong-un sowie des als Ewiger Präsident verehrten, früheren Staatsgründers - und -chefs Kim Il-sung als Ziele bei Schießübungen. Die Praxis sollte nach dem Beschuss einer südkoreanischen Insel im November durch die nordkoreanische Küstenartillerie helfen, "den Kampfgeist" zu stärken, zitierte die Zeitung "Chosun Ilbo" einen Militärvertreter. Bei dem Zwischenfall waren zwei Soldaten und zwei Zivilisten getötet worden. (APA)
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