Mit steigenden Kraftstoffpreisen werden Alternativen zu Benzin und Diesel zusehends interessanter, insbesondere Erdgas
Mit steigenden Kraftstoffpreisen werden Alternativen zu Benzin und Diesel zusehends interessanter, insbesondere Erdgas. Erdgas verbrennt sauberer und sorgt bei etwa gleicher Leistungsentfaltung für einen geringeren CO2-Ausstoß. Die Verbreitung dieses Kraftstoffs wird aber immer noch durch das Henne-Ei-Problem gebremst.
Solang nur wenig Fahrzeugmodelle im Angebot sind, rentiert es sich auch kaum, Tankstellen dafür zu errichten und zu betreiben und umgekehrt. Mittlerweile ist das Tankstellennetz mit 170 öffentlichen Erdgasstationen in Österreich aber schon fast flächendeckend. Das Angebot an Erdgasautos steigt jedoch nur langsam, es umfasst derzeit nur rund zehn Personenwagentypen, Transporter ausgenommen.
Ein finanzieller Vorteil bei Erdgasbetrieb ist nach wie vor vorhanden, obwohl mit steigenden Benzinpreisen auch Erdgas nachgezogen hat. Erdgas rentiert sich aber nur für Vielfahrer, weil auch die Autos durch den zusätzlichen technischen Aufwand etwas teurer sind. Mittelfristig kann jedoch seine Bedeutung deutlich zunehmen, ganz einfach, weil die globalen Vorräte noch erheblich größer sind als beim Öl, allerdings sind sie zum Teil schwieriger zu erschließen.
Es darf jedoch nicht übersehen werden, dass Erdgas genauso ein fossiler Energieträger ist, jedoch ließe sich durch Beimengung von Biogas die CO2-Bilanz kontinuierlich verbessern.
Im Betrieb unterscheidet sich Erdgas unwesentlich von Benzin- oder Diesel. Der Tankvorgang dauert kaum länger, und man bleibt dabei auch sauber. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/03.06.2011)