Künftig auch "gemeinsame Hörsäle" für Biologie, Geografie, Geschichte und Religion - Kooperation bei Lehrgang
Graz - Seit drei Jahren benützen Physik-Lehramts-Studierende
der Universität Graz und der Pädagogischen Hochschule (PH) Steiermark
den sogenannten "gemeinsamen Hörsaal". Das österreichweite
Pilotprojekt in punkto Kooperation in der Lehrerausbildung an Uni und
PH wird nun auf die Fächer Biologie, Geografie und Wirtschaftskunde,
Geschichte sowie Religion ausgedehnt, hieß es am Mittwoch in einer
Mitteilung der Universität Graz.
Seit Herbst 2007 besuchen Studierende der Universität Graz als
auch der Pädagogischen Hochschule, die Physiklehrer werden wollen,
Lehrveranstaltungen wechselweise an beiden Institutionen. Teilweise
wurden die Lehrveranstaltungen seither überhaupt gemeinsam neu
konzipiert. Dabei haben die mittlerweile ebenfalls gemeinsam
eingerichteten "Regionalen Fachdidaktikzentren" wichtige Impulse
geliefert. In den bisher bestehenden fachdidaktischen
Kompetenzzentren für Chemie, Biologie, Physik, Deutsch, Geschichte,
Latein, Geografie, Mathematik und Religion werden Konzepte für den
modernen Unterricht von der Volksschule bis zur Matura entwickelt und
entsprechende Unterrichtsmaterialien erarbeitet.
Neuer Lehrgang
Mit zusätzlichen Aktivitäten - wie dem Universitätslehrgang
"Innovationsorientiertes Management im Bildungsbereich" - rücken
beide Institutionen noch enger zusammen. Mit dem Lehrgang wird ab dem
kommenden Herbst Pädagogen eine Weiterbildungsmöglichkeit angeboten,
der sie für die Gestaltung, Umsetzung und Reflexion von Veränderungs-
und Innovationsprozessen in öffentlichen und privaten
Bildungsinstitutionen und -einrichtungen qualifizieren soll. Der
modular aufgebaute Lehrgang läuft berufsbegleitend über vier Semester
und schließt mit dem "Master of Arts" ab.
"Eine qualitativ hochwertige Lehrerausbildung zählt zu den
Schwerpunkten der Universität Graz", betonte Martin Polaschek,
Vizerektor für Studium und Lehre, die Wichtigkeit der Zusammenarbeit.
Die Kooperation leiste einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung
der Ausbildung sowie zur Förderung des wissenschaftlichen
Nachwuchses. Dazu gehört nicht zuletzt auch ein neuer
Experimentierraum für Naturwissenschaften, der für die Studierenden
beider Institutionen an der PH eingerichtet wurde. (APA)