Die Kulturrevolution in Bild und Ton

1. Juni 2011, 14:26
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Retrospektive im Filmarchiv Austria widmet sich einer ebenso einschneidenden wie widersprüchlichen Phase der jüngeren chinesischen Geschichte

Wien - Mao Zedongs Worte "Aus einem Funken kann ein Steppenbrand entstehen" stehen als Motto über einer Retrospektive, mit der sich das Filmarchiv Austria einer ebenso einschneidenden wie widersprüchlichen Phase der jüngeren chinesischen Geschichte widmet: Der Kulturrevolution, einer Welle mehrerer politischer Kampagnen zwischen 1966 und 1976, die aus Machtkämpfen innerhalb der kommunistischen Partei entsprangen und nahezu die gesamte chinesische Gesellschaft erfassten.

Filmische Zeugnisse sowohl aus dem dokumentarischen als auch fiktionalen Bereich sollen den gefährlichen Reiz von Gewalt und Zerstörung versinnbildlichen, der China in jener Zeit ergriff, heißt es in einer Aussendung des Filmarchivs: "Mao fürchtete, 'seine' Revolution und er selbst könnten an Einfluss verlieren und rief deshalb die Jugend Chinas zum Gegenschlag auf."

Liu Debao, ein Sammler aus Shanghai, hat über die Jahre eine umfassende Kollektion von Plakaten, Filmen, Zeitungen und anderem Material aus dieser Zeit zusammengetragen. Selten oder noch nie in Österreich gezeigte Werke in Mandarin mit deutschen oder englischen Untertiteln stehen am Programm der am Donnerstag beginnenden elftägigen Filmschau, die die zeitgleiche Ausstellung "Die Kultur der Kulturrevolution. Personenkult und politisches Design im China von Mao Zedong" im Wiener Museum für Völkerkunde begleitet. (red/APA)

  • "Moring Sun" , USA/China 2003
    foto: filmarchiv

    "Moring Sun" , USA/China 2003

  • "Red Women's Detachment", China 1970
    foto: filmarchiv

    "Red Women's Detachment", China 1970

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