Minister

Netz von Mladic-Helfern wird untersucht

1. Juni 2011, 13:08

Bei Verhaftung des Haager Angeklagten wurden weitere fünf Personen festgenommen

Belgrad - Die Festnahme des früheren Militärchefs der bosnischen Serben Ratko Mladic am vergangenen Donnerstag war nach den Worten von Innenminister Ivica Dacic das Ergebnis langjähriger Ermittlungen über das Netz seiner Helfern. Die Untersuchungen gegen die Helfer Mladic' würden fortgesetzt, kündigte Dacic am Mittwoch an. Auch werde ermittelt, auf wessen Hilfe sich Mladic in seinem letzten Versteck im Dorf Lazarevo bei Zrenjanin, nordöstlich von Belgrad, stützen konnte, so der Minister.

Mladic wurde im Haus seines Cousins festgenommen. Nach den Worten Dacic' wurden am Donnerstag fünf weitere Personen festgenommen, die alle später frei kamen. Ob es einen Prozess gegen sie geben werde, liege an der Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen, präzisierte der Innenminister. In Lazarevo leben mehrere Verwandte des Haager Angeklagten.

Im vergangenen Dezember kamen zehn frühere Helfer Mladic' mit einem Freispruch davon. Sie hatten dem Haager Angeklagten geholfen, sich bis Ende 2005 zu verstecken. Die Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen hat inzwischen gegen das Urteil berufen. (APA)

Interface1
00
Der Schlüssel ist Voislav Kostunica

Zudem der Radikalen Chef Todorovic mit seine radikalen Halunken dann weiter bis zum Dacic un Tadic.
Wenn wir weiter graben dann muss am Ende ganzes Land hinter Gittern und das zeigt die bereitschaft serbiens Gesellschsft die vergangenheits Verarbeitung Defizite.

elona kelmendi
 
21
Mladic wurde im Haus seines Cousins festgenommen

wiso hat man früher das haus von den cousin nicht untersucht,ale habens gewust wo mladic ist man wolte ihn nicht verhaften,jetz wo serbien schansen hat in europa näher zu komen hat man ihn gefunden,unglaubige geschihte,

Michael_Gutsch
00

ich finde es nicht unglaubwürdig...
Die serbische Regierung wollte wohl zuerst selbst möglichst sicher im Sattel sitzen, bevor dieser Schritt unternommen wurde.
Denn nicht bei allen Bürgern kam das gut an... - Vor einigen Jahren wäre es wohl noch schlechter angekommen. - Ich glaube kaum, das irgendeine Regierung ohne weiteres einen inländischen Kriegsverbrecher ausliefert, solange sie damit rechnen muss, das die zu gewaltsamen Aufständen führen könnte, welche das Land in einen Bürgerkrieg führen könnte.

Wie es scheint ist die Lage nun aber unter Kontrolle. Es gibt zwar Proteste, diese hat die Polizei jedoch im Griff.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.