Verbotene Urlaubssouvenirs von Krokodil und Co

1. Juni 2011, 13:06

Artenschutz-Aufklärung: Wien kooperiert mit Ruefa-Reisebüros - Info-Folder für Urlauber klärt über CITES-Konvention auf

Wien - Krokodiltaschen, Elfenbeinskulpturen oder in Alkohol eingelegte Schlangen: Wer derartige Souvenirs aus dem Urlaub mitbringt, macht sich mit hoher Wahrscheinlichkeit strafbar. Denn der Handel mit Produkten geschützter Tiere ist im Artenschutzabkommen CITES streng reglementiert. Um Heimkehrern ein böses Erwachen bei der Zollkontrolle zu ersparen, kooperiert die Stadt Wien nun mit dem Verkehrsbüro bzw. den zum Konzern gehörenden Ruefa-Reisebüros.

Ruefa hat mit Unterstützung der Wiener Umweltschutzabteilung einen Info-Folder zum Thema Artenschutz entworfen, der über die Problemlage informiert, die wichtigsten Beschlagnahmungen sowie Kontaktstellen auflistet. Diesen Folder, der als Lesezeichen benutzt werden kann, werden Ruefa-Kunden in ihren Reiseunterlagen finden.

Verwiesen wird unter anderem auf die drohenden, zum Teil hohen Strafen und darauf, dass insgesamt 33.000 Arten im CITES-Abkommen aufgelistet sind. Manche dürfen mit Genehmigung gehandelt werden, andere nicht. An die Reisenden wird appelliert, Souvenirs im Ausland vorsichtig auszuwählen und im Zweifelsfall kein tierischen oder pflanzliches Produkt zu kaufen.

Oft sei es den Betroffenen nämlich nicht klar, dass sie verbotene Ware erstehen, hieß es heute. So sei etwa das Seepferdchen, das häufig in getrockneter Form angeboten werde, ein beliebtes, aber verbotenes Mitbringsel.

Jeder Reisende können einen Beitrag zum Artenschutz leisten, betonten Umweltstadträtin Ulli Sima (S) und Martin Bachlechner, Vorstandsdirektor der Verkehrsbüro Group, bei der Präsentation am Mittwoch. Empfohlen wurde, generell auf derartige Souvenirs zu verzichten, weil Reisenden meist nicht bekannt sei, welche Arten tatsächlich auf der Liste stehen bzw. ob eine Ausfuhr erlaubt ist. (APA)

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Deswegen

kauft man sich seine Pandalederhausschuhe, seine Leopardenfellkappe und seine Elfenbeinskulpturen hierzulande; kostet zwar ein bissi mehr, aber die Probleme mit dem Zoll hat man dafür nicht.

Warum gibt es keine 'Unbedenklichkeitsbescheinigungen'

für solche Souveniers? In Südafrika werden Elefanten wie bei uns das Rotwild bejagt, Das dabei gewonnene Elfenbein türmt sich haushoch und wird von Zeit zu Zeit verbrannt, da es keinen Markt mehr dafür gibt. (Früher hat man mit dem Erlös aus dem Verkauf die Schutzzäune der Reservate Richtung Rhodesien erneuert.) Krokodilleder wird in Farmen der 'dritten Welt' in beliebiger Menge gezüchtet. In diesen Ländern gibt es meist ausser Bananen wenig Handelprodukte. Und solange ich noch in Österreich bei Waldspaziergängen regelmäßig mutwillig getötete Schlangen finde, braucht man sich über andere Länder nicht aufzuregen!

damit sowas nie wieder passiert:

http://i54.tinypic.com/2aeqbrr.jpg

Ja wenn die wenigstens

so bewirtet würden! Aber sie schaffens ja nur als Wandbehang oder Bettvorleger in die menschlichen Behausungen.

tja wenn du den text unten lesen und verstehen würdest, verständest du auch den witz ;)

Habe ich leider übersehen,

war nicht am Bildschirm und so dachte ich, es wäre ein Tierschützer-Cartoon.- Danke für den Hinweis.

Na, ja. Also "wie Rotwild" sicher nicht.
Sondern ganz streng staatlich geregelt und limitiert.
Da geht's um ein paar Stück pro Jahr...

Die Populationen

haben sich aufgrund der ausgezeichneten Schutzbestimmungen deutlich über das Nahrungsangebot erhöht. Da muß ganz gut ausgedünnt werden. In Umfalozi sogar Nashörner! Trotzdem auch noch kräftig gewildert wird. (Darum waren ja die Zäune nach Zimbabwe so wichtig)

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