UNO-Botschafter: "Hinterhältige Siedlungspolitik" Israels - Gefährdung der Sicherheit
New York - Mit der eindringlichen Bitte, Israels
"illegalen Praktiken und absichtlichen Provokationen" ein Ende zu
bereiten, haben sich die Palästinenser an die Vereinten Nationen
gewandt. In einem langen Schreiben warnte der palästinensische
UNO-Botschafter Riyad Mansour die Weltorganisation, dass Israels
Verhalten die Hoffnung auf Frieden und Sicherheit in der Nahostregion
gefährde. Der Brief wurde am Dienstag an UNO-Generalsekretär Ban
Ki-moon sowie die amtierenden Präsidenten des UNO-Sicherheitsrates
und der UNO-Vollversammlung in New York übergeben.
Darin erhebt Mansour schwere Vorwürfe gegen Israel im
Zusammenhang
mit dessen "hinterhältiger Siedlungspolitik" im Westjordanland und
der Zerstörung palästinensischer Wohnhäuser in Ost-Jerusalem. Diese
Aktionen und die verbalen Provokationen "vergiften die Atmosphäre
total und untergraben alle Anstrengungen zur Wiederaufnahme von
Friedensverhandlungen", wirft er der israelischen Führung vor.
Deshalb sollten die Vereinten Nationen, ganz besonders der
Sicherheitsrat, ihrer Verantwortung nachkommen und eiligst in Aktion
treten - "unter Berufung auf das Völkerrecht und die einschlägigen
Resolutionen", fordert der palästinensische Botschafter. (APA)