IG Milch zehrt noch an Milchkrise 2009

31. Mai 2011, 14:53
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    foto: apa/barbara gindl

    Aufgrund der ungewöhnlichen Trockenheit und dem verbundenen Mangel an Futtermittel könnte 2011 ein kritisches Jahr für die Milchbauern werden.

Der Branchenverband kritisiert, dass die Milchpreise die Kosten der Bauern nicht abdecken und fordert 47 Cent pro Liter

Für ist "Milchkrise 2009" nicht überwunden BILD
Organisation wartet auf Gesprächstermin mit Landwirtschaftsminister - Alternative Milchhandelsgemeinschaft "Freie Milch" expandiert stark
Wien - Die IG Milch sieht die "Milchkrise 2009" als noch nicht überwunden: "Die Milchpreise haben sich noch nicht richtig erholt", sagte Erna Feldhofer, Obfrau der IG Milch. Die Organisation fordert auf europäischer Ebene eine Milch-Monitoringstelle und in Österreich weiterhin einen Milchpreis von 47 Cent pro Liter. Die Milchpreise würden nicht die Kosten der Bauern decken, kritisiert die Organisation.

Im März 2011 belief sich der Bauernmilchpreis laut AMA im Schnitt auf 32,9 Cent pro Kilogramm. Offizielle Gespräche mit Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich hat es laut IG Milch noch nie gegeben. "Wir warten schon lang auf einen Gesprächstermin mit dem Minister", so Feldhofer.

Von der Politik wünscht man sich mehr Unterstützung: "Während die Rübenbauern den Fortbestand der Zuckermarktordnung mit Beibehaltung der Quote fordern und die volle politische Unterstützung bekommen, tadelt man die Milcherzeuger für die gleiche Forderung als Utopisten", monierten die Milchrebellen.

"Freie Milch Austria" expandiert stark

Stark expandiert hat die aus der IG-Milch hervorgegangene alternative Milchhandelsgesellschaft "Freie Milch Austria". Die Gesellschaft ist nicht mit einer Molkerei verbunden und verkauft die Milch meist am Spotmarkt, vor allem nach Italien und Deutschland. 2011 will die "Freie Milch" rund 76 Mio. Kilogramm von 590 Bauern vermarkten, nach 44 Mio. von 325 Bauern im Jahr davor.

In der Vergangenheit wurde die Freie Milch zum Teil von Bauern kritisiert, weil sie sich bisher weigerte, an Milchpreisvergleichen teilzunehmen. Bei der Pressekonferenz wurden erstmals Zahlen präsentiert: Nach eigenen Angaben hat die "Freie Milch" von April 2010 bis März 2011 im Schnitt 31,207 Cent ausbezahlt. Im März wurde der Milchpreis bei der "Freien Milch" von 33 Cent pro Liter aber auf 30,5 Cent gesenkt, um die Expansion "zu verdauen". Im April und Mai wurde aber nach eigenen Angaben wieder ein höherer Milchpreis ausgezahlt.

Kritik übte die IG Milch an den von den Molkereien angebotenen langjährigen Lieferverträgen mit erschwertem Kündigungsrecht, etwa bei der Kärntner Milch und Berglandmilch/Tirol Milch. "Dass die vom Präsident des Verbands der österreichischen Molkereien geführte Kärntenmilch nun handstreichmäßig die Kündigungsfrist von einem Monat auf zwei Jahre verlängern will, zeigt in welche Richtung sich die Position der Milcherzeuger bewegt", so die IG Milch-Obfrau. Vor dem voraussichtlichen Ende der Milchquoten im Jahr 2015 wollen die Molkereien den "Sack zu machen", kritisierte IG Milch-Vorstand Thomas Schmidthaler. Es gehe darum "wer den Rohstoff hat".

Aufgrund der ungewöhnlichen Trockenheit und dem verbundenen Mangel an Futtermittel könnte 2011 ein "kritisches Jahr" für die Milchbauern werden, rechnet Schmidthaler.

In den nächsten Monaten plant die IG Milch die Einführung einer "Fairen Butter". "Sie wird kommen", zeigten sich die Funktionäre optimistisch. "Derzeit scheitert es nicht an am Handel, sondern an den Milchverarbeitern", so die IG-Milch Obfrau. Bei der "fairen Milch" fließen 10 Cent je verkaufter Packung vom Verkaufspreis im Handel direkt an ein Treuhandkonto für die Milchbauern. Von dort werde an jene Bauern, die mit der IG-Milch einen Vertrag schließen, ein Zuschlag gezahlt. (APA)

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Echinacea
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Salzburger, lies Proplanta - 1000 Schweine erstickt -

oder MDR exakt - Landwirt mit erhöhtem Gift im URIN - ihre professionellen Lebensmitteln

Salz Burger
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Lies salzburg.orf.at. Heute drei junge Rinder in den Tod gestürzt. Auf der Alm. Das wäre den Tieren im Stall garantiert nicht passiert.

Unfälle gibt es überall. Je näher der Natur, desto mehr.
Beruhigend ist aber: 1000 Schweine zu verlieren, das wird so ein Betrieb vermutlich nicht oft aushalten, dann ist so ein schlampiger Betrieb weg. Das ist der Markt. Er ist auch auf der Seite der Tiere.

Echinacea
00
sagen sie jetzt wirklich, große Betriebe sind schlampig -

da haben sie recht, den die Arbeiter von so einem Betrieb haben nicht die Liebe zu den Tieren, wie ein normaler Bauer, der sie beim Namen nennt - da gebe ich ihnen einmal recht

Salz Burger
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Da wäre ich mir nicht so sicher. Es gibt keinerlei Anzeichen, dass Arbeiter die Tiere weniger gut behandeln, als ein Bauer.
In größeren Betrieben geht es den Tieren eher besser, weil das genug Leute da sind, die sich um die Tiere kümmern. Kürzlich habe ich von einem Betrieb gehört, da haben die Tiere 22 Stunden am Tag menschliche Betreuung. Zeigen Sie mir das beim Nebenerwerbsbauern, der seine Kühe schnell vor und nach der Arbeit versorgt.

Der Trend geht auch deshalb eindeutig zu größeren Betrieben. Die kleinen Bauern wollen sich nicht mehr abrackern. Recht haben sie.

Dazu kommt noch, dass die meisten Bauern deshalb welche sind, weil sie einen Hof geerbt haben. Ein Arbeiter hat sich meistens seinen Beruf nach Wunsch ausgesucht.

Echinacea
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ja, die meisten haben den Betrieb geerbt und wollen ihn

weiterführen, aber natürlich bei solchen Bedingungen kann man nicht weiterproduzieren, warten wir noch ein paar Jahren ab, dann müssen sich die Agrarindustrien andere Bilder suchen, die sie jetzt mißbrauchen - und wenn es wirklich so richtig war, wie die Bauernvertreter es immer wieder sagen, wieso gibt es jetzt ein Änderung und bei Niki B. Auftritt am Sonntag, da haben wir uns gewundert - wie sagte er, die Bauern erzeugen Produkte, sodaß die Konsumenten um einen günstigen Preis kaufen können - jetzt frage ich sie - ist er Bauernvertreter oder Kosumentenvertreter - immer das Gleiche

Salz Burger
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Andere Bilder suchen? Ja.

Die Bauern nehmen ungefähr die selbe Entwicklung, wie die vielen Schuster, Greisler und Landgasthäuser, die es nicht mehr gibt.
Sie gehen niemandem ab. Trotzdem gibt es noch überall Schuhe zu kaufen. Werbung im Fernsehen über Supermärkte kommt auch ganz ohne Greisler aus und bei der McDonalds Werbung ist auch kein verrauchtes Dorfgasthaus nötig.

Ich stell mir gerade vor, wie man Lebensmittel bewirbt, die aus perfekt organisierten Betrieben stammt. Sicherlich perfekt. Der alte Bauernhof mit den angehängten Kühen und den abgerackerten Gummistieflern wird niemandem fehlen.

Niki B. ist kein Bauernvertreter, auch keiner der Konsumenten. Kein entweder-oder. Er ist, wie alle Minister, allen Staatsbürgern verpflichtet.

Echinacea
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es stellt sich für mich die Frage, ob ich einen Schuster

mit einer Landwirtschaft vergleichen kann - die Schuhe sind mir ziemlich egal, wer sie macht, aber die regionalen Lebensmittel sind sehr, sehr wichtig - und Berlak. ist Bauernvertreter und nicht Konsumentenvertreter, sie verwechseln da zwei grundlegende Sachen - haben sie im Zentrum den Koch Eselböck gehört - der hat vollkommen recht, die Lebensmittel müssen teurer sein, um was Gscheites zu bekommen, nicht im Supermarkt den Einkaufswagen vollladen und dann 30 % wegwerfen - wir müssen wieder auf die wichtigen Sachen im Leben zurückkommen und es unseren Kindern lehren

Salz Burger
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Ihnen ist der Schuster nicht wichtig. Gut. Mir ist nicht wichtig, woher die Lebensmittel kommen, Hauptsache, sie schmecken.
Ein Minister ist nicht der Vertreter eines Berufes. Dazu haben Bauern, Arbeiter, Zahnärzte, Kaminkehrer usw. ihre Berufsvertretungen.

Den Fehler machen auch viele, wenn sie etwa meinen, ein Verteidigungsminister müsste gedient haben, noch besser, aus dem Militär kommen.

Sie können gerne teure Lebensmittel kaufen. Aber schreiben Sie anderen nicht vor, was sie kaufen und wegwerfen wollen. Diese Regulierungswut kommt nicht gut an. Außerdem würde sich eh niemand dran halten. Den Preis bestimmt der Markt und damit fahren wir alle recht gut.

Echinacea
00
10.6.2011, 21:45
alle müssen umdenken - vielleicht sind sie noch zu jung - warten wir ab

Salz Burger
00
11.6.2011, 09:44

wir müssen ständig umdenken. Ich denke da nur an die Entwicklung der Mikroelektronik, die vor 50 Jahren nicht vorhersehbar war.
Ich denke, wer sich schnell anpassen kann, ist immer im Vorteil. Damit habe ich eigentlich kein Problem.

Echinacea
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11.6.2011, 20:58
aber dieses Mal wäre es Zeit zum Umdenken auf gesund, das haben wir verlernt

höher, schneller heißt brutaler, gieriger, egoistisch - bei den Goldegger Dialogen würde dieses Phänomen genau erörtert, ich fahre hin und höre mir es an - für sie wäre es auch nicht schlecht

Salz Burger
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14.6.2011, 12:52

Jetzt habe ich gestern zufällig gesehen, dass in Goldegg der Film aufgeführt wird, wo jemand behauptet, von Licht alleine leben zu können.

Damit hat sich das Thema Goldegger Dialoge für mich erledigt. Wer so einen Unsinn in die Öffentlichkeit trägt, hat jeden Anspruch verloren, ernst genommen zu werden.

Echinacea
00
14.6.2011, 21:46
Es gibt für jeden etwas - auch für Normale - sie sind

weitum bekannt, psychologisch sehr wertvoll - nicht nur Esotherik, mit dem kann ich auch nichts anfangen und der es will, soll sichs geben

Salz Burger
00
12.6.2011, 10:40

Wir waren doch noch nie so gesund, wie heute. Lebenserwartung, Lebesnmittelqualität, Gesundheitsversorgung, alles so hoch entwickelt, wie nie zuvor.
Gerade wegen der menschlichen Eigenschaft, immer besser zu werden. Wer falsch denkt, fällt raus. Ich beobachte das schon länger bei den Bauern. Jene, die nicht mehr weiter machen wollen, bzw. die Kinder nicht übernehmen, reduzieren den Aufwand, investieren nicht mehr, versuchen nur noch, die Förderungen möglichst hoch abzukassieren.
Ist aber eh richtig. Wenn niemand aufhört, finden unternehmerische Bauern nicht die Flächen, die sie benötigen.

Echinacea
00
12.6.2011, 22:37
etwas Interessantes - wiwo de Ernährung- Tiere müsssen Industriemüll fressen

Mahlzeit - das sind die neuesten Erfindungen von Menschen - für sie wahrscheinlich super

Salz Burger
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13.6.2011, 10:04

"Industriemüll" gibt es schon sehr lange in der Tierernährung.
Das fängt schon mit den ausgepressten Obstresten an, die beim Saftmachen übrig bleiben und geht über Sojaextraktionsschrot, bei dem das Öl schon extrahiert wurde (vermutlich das weltweit am meisten eingesetzte Futtermittel aus Industrierückständen). Wo es endet, keine Ahnung. Aber ich finde es gut, dass möglichst viel verwertet werden kann.

Ich finde es ja interessant, dass genau die selben Leute, die die Verfütterung von Reststoffen aus der Industrie schlecht finden, sich darüber aufregen, dass so viele Lebensmittel weggeworfen werden.

Echinacea
00
13.6.2011, 20:10
es geht eigentlich um die ganzen Medikamente, die darin enthalten sind -

ich bin ja neugierung, wie es mit den Sprossen weitergeht - die kontaminiert gewesen sein sollen

Salz Burger
00
14.6.2011, 12:54

ja, ich bin auch gespannt, was noch alles daher kommt.

Medikament in Lebensmitteln sind übrigens verboten. Dass auch mal was schief gehen kann, zeigen diverse Skandale. Aber daran ist vermutlich noch niemand gestorben, ganz anders als beim derzeitigen Skandal vom Bio-Hof.

Echinacea
00
14.6.2011, 21:48
ja, sie sind verboten und trotzdem wird es gemacht, dass wissen sie hoffentlich auch,

ist alles gedeckt - und mit den Sprossen, sind wir neugierig, woher sie kommen, da kann weder Bio oder konventionell etwas dafür, denn es wird vor dem Samen gewarnt - der Betrieb hat einfach Pech gehabt - wie so oft im Leben

Echinacea
00
12.6.2011, 22:22
Es fällt aber schon auf die andere Seiten, die Chemie darf und kann keine

Natur ersetzen - der Mensch hat schon Erfindungen hinter sich, wo sagen muss, es wäre besser nicht erfunden wurden - es ist leider nur das Geld präsent und sonst schon gar nichts

Salz Burger
00
13.6.2011, 10:00

Die gesamte Natur IST Chemie. Ich habe mich mit den Grundlagen des Pflanzenbaus beschäftigt. Die Grundlage jeder Pflanze sind chemische Vorgänge. Sehr interessant. Im Körper unserer Nutztiere ist es auch nicht viel anders, nur auf einem höheren Niveau.

Bisher wurde noch kein besseres Tauschmittel als das Geld erfunden. Das gibt es jetzt schon viele Tausend Jahre und es ist nicht anzunehmen, dass wir bald ohne auskommen werden.

Echinacea
00
13.6.2011, 20:11
aber Natur und nicht Labor

Salz Burger
00
14.6.2011, 12:50

Diese Labors haben jetzt den Verursacher des Gurkenskandals identifiziert, der ganz natürlich nicht wenigen Menschen das Leben gekostet hat.

Labor sind Teil der modernen Produktion. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, es würden weniger werden. Eher mehr, weil in moderner Züchtung und den nachfolgenden Produktionsverfahren viel Potential steckt.

Echinacea
00
14.6.2011, 21:50
Das Labor kann es schon erfinden, nur es darf nicht

zu den Lebensmittel kommen - aber da sind wir wieder beim Alten - Gift und Chemie hat in unseren Lebensmitteln nichts verloren -

Echinacea
00
Salzburger, lies Hans Gmeiner in den SN und die Leserbriefe und sage nicht, dass ist nicht wahr

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