Wirtschaftswissenschaft und Mathematik ab 2013 unter einem Dach

31. Mai 2011, 14:25
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"Uni Wien Rossau" beitet Platz für 2.500 Studenten - Raiffeisen übernimmt die Generalsanierung

Wien  - Die Universität Wien treibt die Konzentration ihrer verschiedenen Standorte im Stadtzentrum voran: Ab Herbst 2013 sollen die Wirtschaftswissenschaften nicht mehr im Betriebswirtschaftlichen Zentrum (BWZ) in der Brünnerstraße in Wien-Floridsdorf residieren, sondern sich mit der Fakultät für Mathematik ein generalsaniertes Büro-Gebäude in Wien-Alsergrund teilen. "Uni Wien Rossau" soll der neue Standort heißen, der sich zwischen Rossauer Lände, Berggasse, Türkenstraße und Hahngasse erstreckt. Ein Modell des Baus wurde am Dienstag in der Uni Wien präsentiert.

30.000 Quadratmeter für Hörsäle, Bibliothek, Labors

Insgesamt gibt es in der "Uni Wien Rossau" 30.000 Quadratmeter Nettogeschoßfläche, auf denen vier Hörsäle (einer mit 400 und drei mit je 200 Plätzen), 650 Büroarbeitsplätze sowie Seminarräume und Labors für insgesamt 2.500 Studenten untergebracht werden. Dazu kommen eine Bibliothek mit rund 400.000 Medien, eine Mensa für 180 Personen, Service- und Kommunikationsbereiche für die Studenten und eine 350 Quadratmeter große interuniversitäre Besprechungs- und Tagungsfläche im obersten Stock des Turms.

Winckler: "Einzigartige Symbiose"

Für Rektor Georg Winckler ermöglicht die gemeinsame Nutzung des neuen Gebäudes durch die bisher öffentlich schlecht erreichbaren und fern des Zentrums gelegenen Wirtschaftswissenschaften und der wegen zahlreicher Drittmittel-Projekte unter Platznot leidenden Mathematik-Fakultät eine "innovative, einzigartige Symbiose".

Auch der designierte Rektor Heinz Engl betonte, dass die beiden Fächer "inhaltlich sehr gut zusammenpassen", da die starke Orientierung der Wirtschaftswissenschaften der Uni Wien auf quantitative Methoden das "Alleinstellungsmerkmal auch im internationalen Kontext" sei. Das gemeinsame Gebäude eröffne damit neue Möglichkeiten. "Wissenschaftliche Kooperation entsteht, indem man sich am Gang, im Cafe, in der Mensa trifft und gemeinsam Ideen entwickelt", betonte Engl, der selbst Mathematiker ist.

Raiffeissen als Kooperationspartner

Die Mietkonditionen sind für die Uni Wien laut Wickler "im Verhältnis zu anderen Angeboten günstig". Das Engagement von Raiffeisen NÖ-Wien (von ihr wird das Gebäude generalsaniert) an der Uni Wien könne dabei auch "egoistisch betrachtet" werden, so Generaldirektor Erwin Hameseder. Immerhin sei die Uni Wien gerade in der Mathematik eine "Kaderschmiede". Mit Raiffeisen hat die Uni Wien sich für einen Kooperationspartner entscheiden, mit dem bereits andere Projekte laufen. So ist Raiffeisen Hauptsponsor des Alumni-Verbands und der Uni-Studentenberatungsstelle Student Point.

Als neues Projekt kündigte Hameseder am Dienstag den sogenannten "Student Space" an: Künftig sollen 26 der aus dem Museumsquartier bekannten "Enzos" am Campus des Alten AKH in Wien-Alsergrund aufgestellt werden. (APA)

  • Der designierte Rektor Heinz Enigl, Raiffeisenlandesbank-Chef von Niederösterreich und Wien, Erwin Hameseder und der amtierende Rektor der Universität Wien, Georg Winckler, bei der Präsentation.
    foto: universität wien

    Der designierte Rektor Heinz Enigl, Raiffeisenlandesbank-Chef von Niederösterreich und Wien, Erwin Hameseder und der amtierende Rektor der Universität Wien, Georg Winckler, bei der Präsentation.

  • Die Außenansicht der "Uni Wien Rossau"...
    foto: universität wien

    Die Außenansicht der "Uni Wien Rossau"...

  • ... und so soll es im Inneren aussehen.
    foto: universität wien

    ... und so soll es im Inneren aussehen.

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