Tschechien

Block 2 von Temelin hatte Probleme mit Reaktor-Deckel

31. Mai 2011 11:32

Betriebspause soll nun neun anstatt sieben Wochen dauern

Prag/Temelin - Die derzeitige planmäßige Betriebspause im Reaktorblock 2 des südböhmischen Atomkraftwerkes Temelin wird etwa zwei Wochen länger dauern als geplant. Die Wartungsarbeiten verzögerten sich wegen Problemen mit einem verklemmten Teil des Reaktor-Deckels. Laut der Chefin der tschechischen Atombehörde (SUJB), Dana Drabova, die von der tschechischen Tageszeitung "Pravo" (Dienstag-Ausgabe) zitiert wurde, sei die atomare Sicherheit nicht gefährdet. Allerdings habe die Gefahr bestanden, dass ein wichtiger Bestandteil des Reaktor-Kessels bei den Arbeiten beschädigt werden könnte.

Den verklemmten Deckel konnte man zunächst weder nach außen noch nach innen bewegen, inzwischen wurde das Problem aber behoben. Laut Temelin-Sprecher Marek Svitak wurde am vergangenen Wochenende der verklemmte Teil gelöst, so dass man die Wartungsarbeiten fortsetzen könne.

Brennstäbe werden getauscht

Block 2 war am 6. Mai vor allem wegen des geplanten Austausches aller 163 Brennstäbe vom Netz genommen worden. Die bisherigen Brennstäbe von dem US-Konzern Westinghouse werden durch andere der russischen Firma TVEL ersetzt, wie dies bereits im Block 1 im Herbst 2010 geschehen war. Ursprünglich hätte die Pause sieben Wochen dauern sollen.

Mit dem Austausch der Brennstäbe im Block 2 wird die Umstellung Temelins auf russische Brennstäbe abgeschlossen. Die Firma TVEL hatte 2006 den Zuschlag für die Lieferung der Brennstäbe von 2010 bis 2020 bekommen. (APA)

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25 Postings
Chris Quast
31.05.2011 23:33

na wenn es eh nur so ne kleinigkeit ist bin ich beruhigt.

Gesetzgeber
31.05.2011 17:56
Tja, früher oder später fliegen sie alle in die Luft

Das liegt in der Natur der Sache.

fizcaraldo
31.05.2011 13:45

Wie war das? Wir brauchen Atomkraft weil Windräder nur dann Strom produzieren wenn Wind weht. Eine Flaute in einem windreichen Gebiet dauert einige Stunden, im schlimmsten Fall einige Tage. AKWs müssen hingegen wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten für Wochen oder Monate vom Netz genommen werden.

Solus Ipse
31.05.2011 15:33

Immer wieder erstaunlich, was für ein Unsinn grün bekommt. So lange es gegen Atomkraft ist.

Grisu hat das wesentliche dazu eh schon gesagt.

aidz1
31.05.2011 15:28

wenn ich ihnen einen rat geben darf: wenn sie ernst genommen werden, dann in ihrer argumentation nicht dümmlich werden. auch ich bin gegen atomkraft, aber es ist doch klar, dass nicht alle kraftwerke gleichzeitig gewartet werden.

Grisu der kleine Drache
31.05.2011 14:15

Der entscheidende Unterschied sind Planbarkeit und Volllaststunden:

AKWs (und fossile Kraftwerke) werden ca. 1x im Jahr für ein paar Wochen niedergefahren und gewartet.

Deshalb liefern AKWs 8000h/Jahr Energie, den Zeitraum des Stillstands kann man sich aussuchen.

Windräder liefern Strom, wenn der Wind weht.

Das sind 1500-2000h im Jahr (offshore bis zu 4000h), man kann sich nicht aussuchen, wann der Strom geliefert wird, der kommt wenn´s blöd läuft auch an Feiertagen um 4h Früh und dafür in Zeiten hoher Nachfrage auch einmal gar nicht.

Dieses zentrale Problem der EE muss überwunden werden, sonst wird es nichts mit der schönen grünen Zukunft. Ich halte das für machbar, aber es wird gewaltiger Anstrengungen bedürfen.

schweinebaermensch
31.05.2011 17:15

in erneuerbaren energien liegt immens mehr potential für wirtschaft arbeitsmarkt und umwelt.

da gibts nichts zu diskutieren und wenn einmal eine längere stromspeicherung möglich ist, gibt es auch kein problem mehr mit windstillstand.

:)

A ndreas Bogeschdorfer
31.05.2011 14:51
den Zeitraum des Stillstands kann man sich aussuchen.

Ja, aber auch nur wenn alles nach Plan läuft und genau das tut es bei der Atomkraft oft genug nicht.

Abgesehen davon ist es ein gewaltiger Irrtum, zu glauben Atomkraft (und andere Großkraftwerke) seien wetterunabhängig. In Phasen der Trockenheit kann es (und ist es auch schon) geschehen, dass Kraftwerke wochenlang vom Netz genommen werden müssen.

Dass Kühlwassermangel bei Atomkraftwerken auch brandgefährlich werden kann, dafür ist Fukushima ja wohl ein eindeutiger Beleg.

nix fir unguad
31.05.2011 17:10
Es wurde noch kein AKW abgeschalten weil kein Wasser vorhanden war

AKWs sowie alle anderen thermischen Kraftwerke werden bei geringer Wasserführung zurückgeregelt und im schlimmsten Fall abgeschalten.
Der Grund ist, dass man bei geringer Wasserführung die Wassertemperatur unter einer gewissen Obergrenze halten will. In einem Notfall wird man wahrscheinlich die Grenztemperatur überschreite, aber diese Situation kommt ja in der Regel nicht vor.

Altlast
 
31.05.2011 17:31

Die Bestimmungen bezüglich Wassertemperatur können sehr detailiert sein, da spielen auch Flußwassermenge pro Sekunde, Wassertemperatur am Kraftwerk, Wassertemp. an der nächsten Meßstelle flußabwärts und die Aufwärmspanne eine Rolle. Das ist eine Kunst für sich.

Grisu der kleine Drache
31.05.2011 16:40

Deine Einwände sind richtig, aber dennoch muss man sehen, dass Unplanbarkeit bei AKWs (oder fossilen Kraftwerken) der Ausnahmefall, bei Windrädern aber normal ist.

Dieses Problem müssen wir zur Kenntnis nehmen und lösen, sonst wird das nichts.

Think fast
31.05.2011 17:52

Wenn der Zeitraum der Beobachtung groß genug gewählt wird, ist die "Unplanbarkeit" bei AKWs genauso der Normalfall. Nur dass diese Unregelmäßigkeiten bei Kernkraftwerken regelmäßig zu totalen Apokalypsen führt, bei Windkrafträdern ist das Schlimmste, dass halt mal kein Strom geliefert wird.

mga1
31.05.2011 14:05
:-))...

darum brauchma auch immer mind. doppelt soviele akw wie wir strombrauchen! siehe deutschland, sieben akw von heut auf morgen vom netz - und immer noch kein blackout

WBR
31.05.2011 17:34
Sommerzeit ist verbrauchsarme Zeit

Vielleicht hilft ein Blick auf:
http://www.wind-energie.de/de/techni... verbrauch/
Von Mai bis September wird in Deutschland wesentlich weniger Strom (15%) verbraucht als im Winter.
Die Kernenergie hatte in Deutschland einen Anteil von nur 22 Prozent.
Also: Zu dieser Jahreszeit hätte Deutschland immer schon auf den Großteil der AKW verzichten können. Das wurde vermutlich deshalb nicht gemacht, weil man die AKW lieber durchlaufen ließ und dafür ein paar Kohlekraftwerke ruhen ließ.
Wir können jedenfalls davon ausgehen, dass die 7 AKW vorerst durch stärkere Nutzung der Kohlekapazitäten kompensiert werden.
Aktuell reichen die noch locker. Wie es im Winter aussieht wird man ja sehen.

Altlast
 
31.05.2011 18:36

Kernkraftwerke haben Vorrang vor anderen Kraftwerken, weil man nicht beliebig große Lastwechsel fahren kann, kurz vor dem Brennelementwechsel schon gar nicht.

Arbeit für die Zensur
31.05.2011 17:52

Von Mai bis September wird in Deutschland wesentlich weniger Strom (15%) verbraucht als im Winter.

Das kann ich mir nicht gut vorstellen, im Sommer laufen MASSENHAFT Klimaanlagen und die benötigen viel Energie (Strom)

WBR
31.05.2011 18:59
Nachtrag

Das Diagramm dazu ist aus dem Jahr 2005. Schon damals schrieben die Zeitungen über den hohen Stromverbrauch der Klimaanlagen.
In der Zwischenzeit ist dieser spezielle Verbrauch sicher weiter gestiegen. Allerdings gibt es auch einen Trend zur Wärmepumpenheizung was den Winterverbrauch wiederum steigert.
Und selbst Gasheizungen haben einen nicht zu unterschätzenden Stromverbrauch (Umwälzpumpe,...).

WBR
31.05.2011 18:25
Klimaanlagen in Deutschland nicht relevant

wind-energie.de:

"Beim Monatsverbrauch können wir Schwankungen im deutschen Stromverbrauch bemerken: Die Jahreszeiten sind deutlich zu sehen. Im Winter (von November bis März) ist der Stromverbrauch stärker als im Sommer (von Mai bis September). Auf Grund von mehr Beleuchtungsbedarf und Heizgeräten (Kochgeräte, Warmwasserboiler, elektrische Heizung, usw.) ist der Stromverbrauch im Winter ungefähr 15% höher als im Sommer. In Frankreich wo sehr viele Hauser elektrisch geheizt werden ist dieser Unterschied größer (in Winter ist der Verbrauch 30% stärker als im Sommer). In Spanien gibt es zwei Hochverbrauchszeiten (eine in Winter und eine andere im Sommer), weil im Sommer viele Häuser mit Klimaanlagen gekühlt werden."

Grisu der kleine Drache
31.05.2011 16:48

Die 7 AKW liefern vielleicht 10% oder ein bisschen mehr des Stroms. Wenn die 10% ausfallen, springen ein paar Kohle- und Gaskraftwerke ein, die sonst in Reserve stehen würden. Man kann auch ein bisschen mehr Strom aus Frankreich importieren, EDF verkauft gerne mehr Atomstrom.

Es ist nicht überraschend, dass die Lichter in D noch immer leuchten, wenn man auf den Schalter drückt. Mich wundert eher, dass manche diese einfachen Zusammenhänge nicht sehen.

felixat
31.05.2011 16:07

weil dafuer kohle- und gaskraftwerke unter hoeherer last gefahren werden.

Wernael Spindelmann
31.05.2011 13:21
Angeblich soll auch eine schwarze Katze in Temelin gesichtet worden sein

Der deutsche Sprachraum befürchtet somit das Schlimmste! Ein schwergängiger Deckel in einem abgeschalteten AKW ist ja lebensbedrohlich!

Kaliumjod-Tabletten JETZT! Auch die Kinder damit vollstopfen. Nur so kann sichergestellt werden dass die Schilddrüsenerkrankungen tatsächlich ansteigen.

A ndreas Bogeschdorfer
31.05.2011 14:53
Dass Sie nicht witzig sind, hat hier im Forum mittlerweile so ziemlich jeder begriffen, daß Sie außerdem an mangelnder Kreativität leiden, ist inzwischen auch mehr als offensichtlich.

Sinfioetli
31.05.2011 12:36

AUSSCHALTEN!!!

märchenonkel
31.05.2011 12:36
Na klar, wer braucht schon einen funktionierenden Reaktordeckel, da ist sicher nichts gefährdet. Warum der Desckel klemmt? Och, keine ahnung, kommt schon mal vor bei Holz. Ach, kein Holz? Dicker Stahldeckel? Nein, kein Grund zur Sorge, verzieht sich

schon mal so ein kleiner Deckel.

charley franchini
31.05.2011 12:02

wahnsinn. da wird verharmlosend formuliert wie ein minimaler tupperware-fehler.

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