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Sitz des bosnischen Präsidenten auf einer Lore.
Mit der Festnahme von Ratko Mladić sind die Wunden des Krieges in Bosnien wieder in die Wahrnehmung gerückt. Die Einschusslöcher in den Hausfassaden sind der Touristen liebstes Fotosujet. In Mostar wird mit dem Verkauf von Kriegsmemorabilien wie Patronenhülsen oder DVDs, die den Beschuss der berühmten Brücke zeigen, Geschäft gemacht. Die roten Lackspritzer auf den Straßen von Sarajevo erinnern an die Toten, die durch Heckenschützen umkamen, und hinterlassen bei Besuchern ein Gefühl zwischen Hilflosigkeit und Inszenierung. Und das Tunnel-Museum ist ein Ort privater Erinnerungsarbeit.
Einfamilienhäuser, Gärten, auch Grabsteine. Butmir, ein Vorort von Sarajevo, liegt in der Nähe des Flughafens. Das Haus der Familie Kolar zeigt massive Kriegsschäden, und ein Kranz roter Rosen hängt an der Hauswand. Das private Museum wird von Edis Kolar geführt. Er war zu Kriegsbeginn 17 Jahre alt. Im Haus seiner Familie endet der Tunnel, der während der Belagerung von Sarajevo von 1992 bis 1995 durch die serbische Armee die Stadt versorgte. Um die Erinnerung zu bewahren, begann Kolar 20 Meter Tunnel unter dem Haus zu erhalten.
Flughafen nur für Uno
Der Tunnel verläuft unter dem Flugfeld in einer Länge von 800 Metern. Nach Kriegsende stürzten große Teile davon ein. Der Flughafen war für die Bewohner von Sarajevo und die bosnische Armee ein strategisch wichtiger Punkt, da er sich zwischen der Stadt und unbesetztem Gebiet befand. Allerdings verlangte ein Abkommen zwischen der Uno und dem Kommandanten der serbischen Bosnier, Ratko Mladić, dass der Flughafen ausschließlich für UN-Zwecke genutzt werden durfte.
Nach Planung durch zwei Ingenieure wurde der eineinhalb Meter hohe Tunnel 1993 in vier Monaten gegraben. Mit dem Verlegen von Schienen wurde der Transport von Lebensmitteln, Waffen und Verletzten optimiert. Grundwasser musste permanent ausgepumpt werden. Eine Treibstoff-Pipeline und ein Starkstromkabel machten den Durchgang gefährlich. Bis zu 4000 Menschen passierten den Tunnel täglich.
"Wir waren alle Vegetarier", erzählt Reiseleiterin Jadranka Šuster. Sie schildert den Kriegsalltag aus ihrer persönlichen Erfahrung. Brot aus Bohnenmehl, Löwenzahnhonig und manchmal Taubensuppe. "Bezahlt haben wir mit Zigaretten", erklärt sie einer staunenden amerikanischen Gruppe, "Tabak war in der größte Tabakfabrik Bosniens vorhanden, aber kein Papier. Deswegen waren die Packungen aus Buchseiten."
Im Haus ist der auf eine Lore montierte Sitz zu sehen, auf dem der bosnische Präsident Alija Izetbegović den Tunnel passierte, auch Waffen und Munition oder Lebensmittelpakete. "Paket Nr. 13 enthielt Hühnerfleisch, Nr. 3 Bohnen - diese waren nicht besonders beliebt." Jadranka Šuster hat den Tunnel an der Seite ihres Vaters passiert. "Zurückgekommen bin ich mit Kaugummis. Da wollten alle Kinder meine Freunde sein."
Auf Bildschirmen laufen die Bilder des Beschusses von Sarajevo in einer Endlosschleife. Edis Kolar öffnet die Holztür am Tunnelausgang und entlässt die Besucher in den Sonnenschein. (Mella Waldstein aus Sarajevo, CROSSOVER/STANDARD-Printausgabe, 31.5.2011)
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....die ganze sgn. int.gemeimschaft, die bericht erstattung... jetzt gibt es ihm und wird als humanitär eingestuft - mir kommt das kotzen....
Die Kontrolle über Tunnel hatten Moslemen (aus Sandzak). Wenn es ruhig war, konnten die Menschen über Landebahn, die Stadt verlassen, bzw. in die Stadt gehen, natürlich gratis. Wenn es Schiessereien gab, war es gefährlich und viele gingen durch den Tunnel. Dann war es natürlich nicht mehr gratis! Wer kein Geld oder Bekannschaft hatte, konnte nicht durch den Tunnel. Die Antwort auf die Frage in wessen Interesse war es ab und zu paar Schüsse abzugeben, Stadt zu blockiren und dann zu kassieren, überlasse ich denn Lesern.
Na ja - da hat man dann die tieferen Ursachen für das Masaker von Srebrenica. Auch wenn hier viele das eine nicht und das andere schon für ein Kriegsverbrechen halten sind beide eines.
Wundern braucht man sich darüber nicht mehr - wenn UN-Einrichtungen für Kriegsführung missbraucht werden - ist Srebrenica die traurige aber logische Konsequenz.
für die feigen Massakerorgien an der Zivilbevölkerung etwa legitim? Haben sich etwa die Serbenbanden legitim verhalten?
Nach diesem Text fällt Ihnen nichts anderes ein als dieser Müll mit "illegitimer Nutzung von UN-Gelände"?????
Und dann noch Srebrenica dazu nennen, da frage ich mir nur: wie geisteskrank kann so ein Diaspora-Tschetnik nur sein?
Welche Massakerorgien - in erster Linie wurden Partisanen beschossen - wenn dabei Zivilisten zu Schaden kamen ist das bedauerlich aber nicht vermeidbar.
Hat es Kriegsverbrechen von Seiten der serbischen Freischärler gegeben? Ziemlich sicher. Hat es Kriegsverbrechen von Seiten der bosniakischen Partisanen gegeben? Auch sehr wahrscheinlich.
Ist das Massaker von Srebrenica durch die einseitige Haltung der UN-Truppen, sei es weil es Befehl war oder die nötige Ausrüstung für die Bekämpfung von Partisanen gefehlt hat, heraufbeschworen worden. Ziemlich sicher. Den das die UN-Schutzzonen für die bosniakischen Partisanen als Basis und Rückzugsort herhielten ist sicher und wird auch in diesem Artikel erwähnt. Was darauf folgen würde war klar.
In diesem krieg gab es keine guten und bösen. aber das Massaker von Srebenica und das gezielte Exekutieren von Zivilisten durch Heckenschützen ist ein Kriegverbrechen der extraklasse und es zeigt ganz klar.....diese Verbrechen können jederzeit wieder passieren!
Natürlich ist das Srebrenica beispiellos und nicht zu entschuldigen - aber zu den Scharfschützen: Mag sein das es gezielte Anweisungen gegeben hat Zivilisten zu beschießen - allgemein dürfte aber in so einer Situation die Unterscheidung zwischen Zivilisten und Compatanten schwer möglich sein. Schließlich will man als Scharfschütze allein aus Selbsterhaltungstrieb nicht, das da überall Zivilisten rumrennen - schließlich wird würde wohl ein Großteil ausgespähte Positionen an eigene Kompatanten weiterleiten. Wenn sie meinen Krieg ist etwas furchtbares und er darf nicht stattfinden, bin ich voll ihrer Meinung. Nur diese Geseiere von Gutmenschen als würde es einen sauberen, gerechten Krieg geben, nervt.
ich würde eher sagen, dass es in jedem menschen sowohl gutes als auch böses gibt
und der krieg nun mal eine situation darstellt, die bei (fast) allen menschen zum überwiegen des letzteren führt
bei einigen überwiegt auch im frieden letzteres - das sind dann besonders grausliche menschen...weils dann so richtig können
und manche agieren auch in solchen situationen auf eine weise, die charakterlich beispielhaft ist
auf staatlicher ebene, ist es meist die fähigkeit sich durchzusetzen und die jeweilige zielsetzung, die das ausmaß der verbrechen vorgibt - wobei auch da regierungen manchmal positiv manchmal negativ von diesem grund-egoismus abweichen
das muss man sich genau anschauen und im kontext sehen, um aufzuarbeiten
und bei weitem nicht nur tankstellenbesitzer. manche schafften es sogar in die politik mit dem angehäuften kapital.
angefangen bei 2k DM für nen rucksack voll schokolade über 300k DM für einen LKW voll lebensmitteln bis hin zu waffen (die als care package im garten landen konnten... ja der blöde wind...), mit allem wurde schwärz-kommerz betrieben.
... und das Hühnerfleisch aus Paket 13 war auch vegetarisch...
Wenn man als Autor den Schrecken der Besatzung wiedergeben will, sollte man nicht Armutsvegetarismus mit den gebratenen Tauben der Schlaraffen in eine asoziative Schiene bringen....
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