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Balance-Training und das Spielen auf sachgemäß gereinigten Hallenböden beugen Sprunggelenksverstauchungen vor.
So ein Hallenwart trägt ganz schön viel Verantwortung. Unter anderem gehört es zu seinen Aufgaben, die Reinigung der Sporthalle zu überwachen. Das hört sich zwar unspektakulär an, aber: Werden die Böden nicht regelmäßig oder unsachgemäß gepflegt, erhöht sich die Verletzungsgefahr für die Sportler. Ein Beispiel: Basket- oder Volleyballspieler können durch Fehlauftritte nach Sprüngen zu Sturz kommen und sich das Sprunggelenk verstauchen. Sogar das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) warnt: Sei der Boden zu rutschig oder zu stumpf, werde er zum Risikofaktor - Ausrutschen und Stolpern seien die Folge. "Geeignete Reinigungs- und Pflegemittel sowie normgerechtes Reinigen der Oberfläche garantieren bestmögliche Haft- und Gleitreibungseigenschaften", heißt es dort.
Ein Viertel aller Sportverletzungen
"Verletzungen am Sprunggelenk sind vor allem bei Hobbysportlern häufig und machen insgesamt ein Viertel aller Sportverletzungen aus", weiß Helmut Klampfer, Oberarzt an der Salzburger Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. Am häufigsten betroffen sind Bergsteiger, gefolgt von Fußballern, Basketball- und Volleyballspielern. Riskant sind im Grunde alle Ballsportarten mit Gegnerkontakt beziehungsweise jene, bei denen man aus einer gewissen Höhe auf den Boden aufkommt.
Gelenkpartner verschieben sich
Das Unglück passiert häufig dann, wenn Sportler nach einem Sprung in die Höhe beim Wiederaufkommen auf den Boden nach außen knicken. Das falsche Auftreten und die damit einhergehende Fehlbelastung führen zur Verschiebung der Gelenkpartner, konkret des Sprungbeins und des Schien- und Wadenbeins. Die Verletzung wird nach Schweregrad klassifiziert, von der einfachen Verstauchung über eine Kapselzerrung bis hin zum Kapselriss.
Schmerzen, Schwellung, Bluterguss
Leichte Verstauchungen klingen nach drei bis vier Stunden wieder ab, ein Arztbesuch ist in diesem Fall nicht nötig. "In der Regel führen Symptome wie ein starker Schmerz, eine Blutergussbildung und eine Schwellung den Patienten zum Arzt" so Klampfer. Der Mediziner kann beurteilen, ob es sich um eine Verstauchung, eine Kapselverletzung oder gar um einen Bänderriss handelt.
Kompression und Kühlung
Bei der Erstbehandlung ist vor allem wichtig, Schwellung und Bluterguss einzudämmen. Das bewirken Kompressionsverbände sowie das Kühlen mit Eis oder kaltem Topfen. "Es hilft außerdem die Gelenke zu schonen und die Beine hoch zu lagern, damit Rück- und Abfluss der Flüssigkeit beschleunigt werden und die Schwellung zurückgeht", rät Klampfer.
Bänderriss wird mit Schiene oder OP behandelt
Sollte sich herausstellen, dass es sich doch um einen Riss der Sprunggelenksbänder handelt, ist eine intensivere Behandlung notwendig. Ein- und Zweibandverletzungen können konservativ mit Spezialschienen therapiert werden: Das gerissene Band wächst zusammen und vernarbt, die Stabilität ist wieder gewährleistet. "Spitzensportler können mit einer Schiene nicht wirklich etwas anfangen, bei ihnen werden eher Tapeverbände eingesetzt, weil diese mehr Stabilität geben", erklärt Klampfer. Einziger Nachteil: Der Aufwand ist größer, weil der Verband alle zwei bis drei Tage gewechselt werden muss. Eine Dreibandverletzung wird in den meisten Fällen operiert, indem die gerissenen Bänder wieder zusammengenäht wird.
Balance-Training
Natürlich liegt die Verantwortung nicht alleine in den Händen des Hallenwartes. Man kann sich auch selbst gegen Sprunggelenksverstauchungen wappnen, zum Beispiel durch prophylaktisches Propriozeptoren-Training auf Balancebrettern oder Schaumstoffmatten. "Das Training auf instabilen Ebenen hilft, im Ernstfall automatisch die richtigen Muskeln zu beanspruchen", erklärt Klampfer. Propriozeptoren sind für die Wahrnehmung von Stellung und Bewegung des Körpers im Raum verantwortlich. Sie leiten Informationen über Muskelspannung, Muskellänge, Gelenkstellung und Bewegung zum Gehirn. Wenn dieses "Feintuning" im Gehirn funktioniert, sinkt die Verletzungsgefahr. "Es gibt gute Modelle von schwedischen Handballerinnen und bayerischen Fußballerinnen, bei denen die Verletzungsgefahr in Knie und Sprunggelenk durch gesteigertes Training massiv zurückgegangen ist", berichtet der Mediziner.
Mit offenen Augen durch die Halle
Auch Tapeverbände an den Gelenken sorgen für Stabilität und beugen damit Verletzungen vor. "Aber nicht alle Profis mögen das, gerade bei Fußballern ist die Feinabstimmung am Fuß dann sehr eingeschränkt", sagt Klampfer. Zu guter Letzt gilt es, sich ganz einfach mit offenen Augen durch die Halle zu bewegen, um sich selbst zu schützen. "Bemerken Sportler, dass die Bodeneigenschaften nicht optimal sind, sollten sie unbedingt den Hallenwart darauf aufmerksam machen", rät das KfV. (derStandard.at, 13.06.2011)
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ist ein Verletzungsvorbeugendes Training sehr wichtig,vorallem nicht nur Beinpresse machen sondern eben die kleinen Muskeln auch trainieren.das der gastrocnemius (zweiköpfiger wadenmuskel) immer brav trainiert wird ist eh klar,aber der darunterliegende M.soleus wird da nicht immer voll mittrainiert, genauso der M.tibialis anterior (vorderer Schienbeinmuskel) deshalb gezielt die einzelnen Muskel trainieren, die das SG sichern: schienbeinmuskel, schollenmuskel, usw...am besten Kniebeugen auf balance sachen + Koordination am Balancepad zb. einbeiniger Stand am Balancepad + Tennisbälle gegen die Wand werfen. zb kann ein Balancepad auch bei der Beinpresse miteingebaut werden, im Fußbereich gibts viele kleine Muskeln die trainiert gehören!
bin ich in 12 Jahren Hallenfußball verschont geblieben. Die 3 - 4 mal die ich umgeknickt bin (inkl. Stauchung, Dehnung usw.) waren:
a) nach Verkühlung bzw. nicht vollständiger Genesung nach einer Krankheit
oder
b) aus Unachtsamkeit am Ende der Trainingseinheit.
Aus diesem Grund mache meistens 10 - 15min. Schluss bevor ich wirklich erschöpft bin. Da die Kollegen selten frischer sind als ich, nimmt dadurch auch die Verletzungsgefahr durch Fremdverschulden eklatant ab!
Ich bin ein Opfer des chronischen Umknickens trotz OP, seit 20 Jahren. Am sclimmsten während des Umknickens ist das knirschende Geräusch, das entsteht, wenn das Gelenk aufklappt und das sich fuer Umstehende unhörbar durch den eigenen Köper ins Hirn fortpflanzt, dort festsetzt und Uebelkeit auslöst. Das ist ärger als die manchmal wochenlangen Schmerzen im Sprunggelenk.
Ein durchgerissenes Band wächst nicht wieder zusammen - Muskeln übernehmen die Funktion. Lediglich wenn nur ein Einriss vorliegt, regeneriert sich das Band. Übrigens kann man einen glatten Bänderriss nur sehr schnell operieren oder gar nicht - das Band löst sich relativ rasch auf.
Das war auf jeden Fall die Auskunft meines Arztes. Gibt's da auch andere Meinungen?
leider komplett falsch!
sie haben keine ahnung von medizin vermutlich!
ein gerissenes band kann sehr wohl wieder von alleine zusammenwachsen, genauso wie es sehnen können!
ich habe mir schon 3mal die bänder gerissen und sie wuchsen immer wieder zusammen, leider bleibt aber immer etwas zurück, aber fakt ist, dass sie sehr wohl zusammenwachsen!
das halte ich für sehr schwer argumentierbar, da sich die beiden enden der sehne bei einem riss ja zurückziehen.
eine sehne ist nicht mit einem regenwurm zu vergleichen, sondern mit einem gespannten drahtseil
...mehrere Bänder gerissen, das war ganz zweifelsfreie Diagnose, das Gelenk ging unter belastung (da wird ein gewicht an das gesunde und dann an das verletzte Gelenk gehängt) so weit auf, das "zweifelsfrei drei Bänder" gerissen waren. Hochlagern, kühlen, dann eine Schiene gegen seitliches Umknicken für 6 Wochen. Dann wieder zum Arzt zur kKontrolle: Die Bänder sind zusammengewachsen, die Stabilität wurde gefühlt zu 100% wiederhergestellt (nach mehr als 6 Wochen). Bei anderen Bändern mag das nicht funktionieren oder wenn man sich nicht entsprechen ruhig verhält, werden die auch im Sprunggelenk nicht zusammenwachsen.
Auch durchgerissene Bänder wachsen zusammen bei einstprechender Ruhigstellung. Hab es am eigenen Leib erfahren dürfen. Aber bei nicht allen Bändern (Kreuzbänder zB) ist dies so der Fall. Bei Sehnen ist das (oft) auch nicht der Fall und es muss operiert werden. Ist also von Fall zu Fall und vor allem Band zu Band verschieden, aber ich bin kein Fachmann und kann nur sagen: Es gibt Bänder, die "von alleine" zusammenwachsen.
Übungsbeispiele anzuführen.
Hier sind ein paar: http://look.fo/correctin... n-exercise
ich hab mir bereits 3mal die bänder gerissen und bin danach regelmässig umgeknickt, aber irgendwann hat sich das von alleine gelegt, weiss auch nicht warum. vermutlich weil ich nicht aufgehört habe, sport zu betreiben.
hab allerdings von fussball, squash und co auf krafttraining umgesattelt. kann sein, dass durch kniebeugen mit über 200 kilo die standfestigkeit gestärkt wurde. jedenfalls knicke ich während dem gehen nicht mehr so einfach um, kann aber nur zufall sein.
aber die probleme beim laufen sind geblieben durch die kaputten bänder!
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