Radln als Wirtschaftsmotor

29. Mai 2011, 19:24
  • Investitionen in den Radltourismus zahlen sich aus.
    foto: dpa

    Investitionen in den Radltourismus zahlen sich aus.

Velotouristen bringen Salzburg jährlich 60 Millionen Euro - Bis 2015 sollen 100 Kilometer Radverkehrsnetz dazukommen

Salzburg - Die Salzburger Fremdenverkehrswirtschaft setzt im Sommer mehr denn je auf den Fahrradtouristen. Immerhin nennen laut Gästebefragung durch die Salzburg Land Tourismusgesellschaft (SLT) bereits 16 Prozent der Sommergäste Radfahren oder Mountainbiken als wichtigstes Urlaubsmotiv, sagt SLT-Geschäftsführer Leo Bauernberger.

Die Wertschöpfung durch die Pedalritter ist jedenfalls beachtlich: Jährlich strampeln die Radurlauber rund 60 Millionen Euro in die Salzburger Kassen. Entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung nimmt das Land Salzburg auch einiges Geld für den Ausbau der Radwege in die Hand: 2010 und 2011 sind es in Summe zehn Millionen Euro. Allein heuer werden insgesamt 24 Kilometer neu gebaut, weitere 13 Kilometer werden asphaltiert.

Seit Anfang der 1990er-Jahre läuft die Erweiterung des Salzburger Radverkehrsnetzes: 660 Kilometer sind fertiggestellt. Bis 2015 sollen weitere 100 Kilometer hinzukommen. Die Investition in den Radltourismus hat sich ausgezahlt. Allein auf dem Tauernradweg von Krimml (Pinzgau) in die Stadt Salzburg sind jährlich rund 30.000 Menschen mit ihren Drahteseln unterwegs. Macht in Summe rund 100.000 Übernachtungen.

Radtunnel ins Gasteinertal

Das Wegenetz ist mit anderen Bundesländern und Bayern verknüpft. So zum Beispiel der Murradweg mit seiner Fortsetzung in der Steiermark oder der Ennsradweg, der von Salzburg durch die Steiermark nach Oberösterreich führt. Zahlreiche Netzzusammenschlüsse ermöglichen ein grenzübergreifendes Radfahren in der ganzen Region Salzburg/Berchtesgaden/Traunstein.

Fallweise wurden auch technisch anspruchsvolle - und daher teure - Lösungen gewählt. Jüngstes Beispiel ist der neue Radtunnel am Eingang des Gasteinertals. Mit diesem konnte ein Nadelöhr am Alpe-Adria-Weg von Salzburg nach Oberitalien beseitigt werden. Neben dem Rennrad und den Radwanderungen gewinnt auch das Mountainbike an Bedeutung. 4000 Kilometer Bike-Strecke sind in Salzburg bereits markiert und beschildert. (Thomas Neuhold, DER STANDARD, Printausgabe, 30.5.2011)

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des heißt Bizikl

nicht Velo.

Gratulation an Salzburg !

Allein die Region Leogang/Saalbach-Hinterglemm ist schwer zu übertreffen. Freue mich schon auf das Freeride Festival im Juli !

Wird auch Zeit, dass auch die anderen Bundesländer aufwachen....in Tirol, Südtirol oder der Lombardei merkst Du, dass Du als Mountainbiker sehr willkommen bist - belebt ja auch den Sommertourismus. Dafür in NÖ oder in manchen Teilen der Steiermark - eine Tragödie! Auf die Schneealpe darfst Du z.B. nicht einmal die Passtrasse mit dem MTB hinauf, mit einem SUV aber sehr wohl! Ist wahrscheinlich umweltfreundlicher!

Radwege machen mehr Spaß

und ich find es einfach gut, dass mehr Wege für MTB reserviert, freigegeben oder speziell gebaut werden.

Die Stmk

könnte sich vom Land Salzburg 2-3 Scheiben abschneiden ...

sehr gut, mehr davon, sollen sie sich doch dastessn.

Forstrassen nur für Jagdherrn!!!

Wenn es in Salzburg für MTB-Fahrer besser ist, dann Gratulation an die Salzburger!

Bin leider in NÖ daheim und da ist es ganz grauslich. Immer ungute wieder Begegnungen mit Jägern und endlose Streitereien um das Befahren der Forststrassen - dabei wäre es recht einfach:
Statt alle Forststraßen in NÖ zu sperren, sollten in jedem Gebiet einige freigegeben werden, gesetzliche Verankerung, dass der Eigentümer keine Haftung bei Unfällen übernimmt, verpflichtende Verhaltensregeln (Tempo in unübersichtlichen Kurven, nur bei Tageslicht, etc.)
Dafür wäre ich auch bereit für die Benützung der Strecke einen Unkostenbeitrag zu löhnen.

und was genau soll mountainbiking mit herumgurken auf forststraßen zu tun haben?

Ja, so geht es mir auch. Im Wald gibt es sogar 5m breite Straßen (in besserem Zustand als im nächsten Dorf) für die LKWs die Holz abholen. Aber wo käme man denn da hin, wenn da jemand mit einem Mountainbike herumfahren würde. So schnell kann man gar nicht schauen, wie da der nächste Jäger in seinem SUV vor einem steht und sich aufregt , dass man das Wild verscheucht (macht er im SUV und die LKWs ja sicher nicht) und dass man ja der größte Gesetzesbrecher überhaupt ist.

Ich kann ihnen nur zustimmen, auch ich habe unzählige

diesbezügliche Begegnungen erlebt. Das Haftungsargument ist doch immer nur vorgeschoben, sonst würde es ja auch nicht mehr möglich sein, auf Berge zu wandern ("auf eigene Gefahr": Problem gelöst).
Angesprochen wird man von Jägern fast immer vom Geländewagen aus (dieser scheint ja das Wild nicht zu stören, wobei: wenn ich Hirsch wäre, wäre mir ein Mountainbiker im Gegensatz zu Jägern ziemlich wurscht).
Österreich ist in dieser Hinsicht international eines der letzten Länder, die diese Einschränkungen so handhabt.
Im Übrigen bezahlen sie für den Erhalt der Forststrassen ohnehin Steuern (also Benützungsgebühr).
Bei gutem Willen beiderseits ließe sich sicher eine praktikable Regelung finden, die auch vom Mountainbiker Rücksichtnahme verlangt.

Also ich bin gegen diese Radfahrer. Da spaziert man einen Forstweg entlang und dann kommen alle 5 Minuten irgendwelche Wahnsinnigen mit einen wahnsinnigen Tempo vorbei und nehmen überhaupt keine Rücksicht. Kinder laufen über die Wege und spielen, und rechnen nicht unbedingt mit diesen ...... In unübersichtliche Kurven mit vollem Tempo etc.
Gehört verboten hat auf öffentlichen Wegen nichts zu suchen. Und wenn schon für diesen Schwachsinn Wege angelegt werden müssen, dann bitte von privaten Investoren (nicht mein Steuergeld) und dann sollen die halt eine Maut zahlen.

@Qumi: woher eigentlich nimmst du die unglaubliche Präpotenz zu meinen, der Weg gehört dir allein?

Also ich bin gegen diese Wanderer. Da fährt man gemütlich mit seinem Bike eine Forststrasse entlang und muß alle 500m wegen einem schwindeligen Wanderer abbremsen der sich mit seinen Wanderkollegen über die ganze Forststraße ausbreitet. Oft tollen da noch 1 bis 2 Hunde (ohne Leine) im Unterholz herum und springen dir vors Bike.

Wanderer weg von den Forststraßen!!!!
Danke
PS:eigentlich ist es eh recht witzig zuzusehen wenn man mit 40 km/h kurz vor denen ein schleiferl zieht. die haben dann so einen lustigen Gesichtsausdruck weil sie glauben das wars jetzt mit ihnen....unbezahlbar ;-)

Bin selber Moutainbiker, aber ihr Posting disqualifiziert sie komplett.
Ich tippe mal auf ein reines Trollposting.

Ich tippe auf Ironie ;)

Dass ein Mountainbiker (vor allem auf gemischten Wegen) rücksichtsvoll fahren sollte ist klar, schwarze Schafe gibt es leider immer. Es ist so wie immer, wenn jeder etwas Rücksicht nimmt, dann kommt man in der Regel gut miteinander aus, ganz ohne Verbote und Gesetze.

Andere Perspektive:

Also ich bin gegen diese Autofahrer. Da flaniert man gemütlich die Straße entlang und dann kommen alle 5 Minuten irgendwelche Wahnsinnigen mit einem wahnsinnigen Tempo vorbei und nehmen überhaupt keine Rücksicht. Kinder laufen über die Wege und spielen, und rechnen nicht unbedingt mit diesen .... In unübersichtliche Kurven mit vollem Tempo und beim rechts abbiegen ohne zu schauen.

Zwei Tonnen Blech hat in den engen Städten nichts verloren und gehört verboten!

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen und haben offensichtlich erheblich zu wenige Gehirnzellen um die Zusammenhänge und Unterschiede zu verstehen.

Also Rücksichtslosigkeit ist keine Frage des Verkehrsmittels, sondern des Individuums.

In Betracht dessen, dass es jährlich hunderte Tote durch den KFZ-Verkehr gibt, für Autofahrer eine wesentlich teurere Infrastruktur geschaffen werden muss, ein Autofahrer praktisch immer Schadstoffe und Lärm emittiert und bei einem Zusammenstoß mit einem gleichschnellen Gefährt, welches (samt Fahrer) 1-2,5 Tonnen statt 100 kg wiegt, wesentlich höhere Kräfte wirken, sind Radfahrer dann doch im Vergleich wahrliche Unschuldsengel.

Gruß

Eine Frage

Wenn Sie so schlau sind, beantworten Sie mir doch bitte eine einfache Frage:

Wie viele Menschen kommen jedes Jahr in Österreich um durch rücksichtslose Autofahrer und wie viele Menschen durch rücksichtslose Radfahrer?

Sind Sie mir bitte nicht böse, aber eine solch schwachsinnige Argumentation wie Sie sie immer noch vorbringen ist doch wirklich Haarstreubend und hat mit einer Diskussion unter Erwachsenen nichts zu tun. Ich entnehme Ihrer Argumentation ein Alter zwischen 16 und 18

ich entnehme Ihrer Rechtschreibung

ein Alter zwischen 6 und 8.

In meiner Kindheit konnten wir noch auf der Straße spielen. Heute werden die Kinder mit dem Auto in die Schule gebracht, weil es zu Fuß zu gefährlich ist. Ich bin der Meinung, dass der Autoverkehr in Wohngebieten (also in der ganzen Stadt) stark eingeschränkt gehört, damit unsere Kinder sich wieder sicher auf öffentlichen Straßen bewegen können. Es kann nicht sein, dass der Lebensraum unserer Kinder durch lebensbedrohliche tonnenschwere Objekte gefährdet wird.

Klar doch, dass das Mountainbiken in NÖ-Wäldern verboten ist, sonst hätten die da keinen Platz:
http://kurier.at/nachricht... 907964.php

Eröffnung der MTB-Region Granitland im Mühlviertel

In zwei Wochen wird im Mühlviertel ein neues, gut beschildertes 700-km-Mountainbike-Netz eröffnet. Siehe: mtb.granitland.at

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