SPÖ-Wien stimmte überraschend für Verbot des kleinen Glücksspiels

29. Mai 2011 13:26

Zu einer kleine Revolution kam es am Parteitag der Wiener SPÖ - Entgegen der kolportierten Parteilinie stimmten die Delegierten für ein Verbot des kleinen Glücksspiels

Während der Bürgermeister und sein Team nicht gerade hohe Zustimmungen bei ihrer Wiederwahl am Landesparteitag der Wiener SPÖ einfuhren, konnten die Bezirksgruppen im Alsergrund und in der Josefstadt einen Erfolg feiern: Ihr Antrag auf die Abschaffung des kleine Glücksspiels in der Stadt Wien wurde angenommen. Nach einer "heftigen Diskussion" - wie es im Blog der Sektion 8, die diesen Ansinnen forcierte, heißt - stimmten die Delegierten schlussendlich mit 302 zu 294 Stimmen für den Antrag.

Der Vorsitzende der Sektion 8, Niki Kowall, konnte mit seinen Argumenten anscheinend überzeugen. Er betonte, dass vor allem jene Menschen abhängig vom kleinen Glücksspiel seien, "von denen man früher einmal gesagt hat: Für die ist die SPÖ da". Bis zu 50.000 Menschen seien abhängig, "da ist wie wenn ganz Hernals vor den Automaten sitzt", so Kowall. "Das kleine Glücksspiel ruiniert Existenzen", sagt das SPÖ-Mitglied. Es sei falsch, damit zu argumentieren, dass die Menschen spielen würden, auch wenn das Glücksspiel verboten würde: "Wenn es kein Angebot gibt, gibt es auch keine Nachfrage". 

(red, derStandard.at, 29.5.2011)

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Adolf Ogi
14.06.2011 19:58
dieser Niki Kowall

hat vollkommen recht. Solche Sozis sollte es mehr geben!

Gerhard Rot
03.06.2011 15:36
Ob dem Niki klar ist, wie massiv hier jede Kritik an ihm

gelöscht wird?

Auto Bus
31.05.2011 02:19
super entscheidung und eine mutige

jetzt noch den mut finden dem nikotin, alkopop etc. die stirn zu bieten, sowie fuer kultur, buchlesen, sport, seelische sowie koerperliche gesundheit mehr einzutreten entgegen dem assozialem neoliberalem maintream...

aber irgendwo muss man anfangen, und oesterreich ist ein land wo man alles in kleinsten schrittchen angehen muss um ja nicht irgendwo irgendwem auf die fuesschen zu treten, denn die oesterreichische waehlerschaft waelt eher nach aktuellem gemuetszustand und strafend statt ueber groessere zusammehaenge nachzudenken und danach die parteiprogramme/linien auszuwaehlen.

da wird zum beispiel bei der naechsten wahl bestimmt ein betraechtlicherteil von nikotinabhaengigen (incl. arbeitslosen, der autofahrer die opposition waehlen etc.

mightyjust
31.05.2011 00:35
Zeitreise ins Jahr 2010

"Novomatic ist ein Leitbetrieb für die Region und für das gesamte Land Niederösterreich" - Erwin Pröll. Zuerst dachte ich an eine Presseaussendung von Novomatic - aber der Rückfragehinweis offenbart erstaunliches. EINFACH UNGLAUBLICH!!!

http://www.isa-guide.de/gaming/ar... reich.html

Marlon62
31.05.2011 08:20
Ist eigentlich etwas herausgekommen,

als der alte Graf anno 1992 mit ein paar leichten Mädels im Aute im Suff einen Verkehrsunfall produzierte?

Jan Sommer
31.05.2011 15:25
Ja - schon vor längerer Zeit ein Professorentitel !

So ein "Professor" wurde vor kurzem auch einem
ex Häfnbruder für seinen besonderen Einsatz für Ethik und Moral verliehen - das schürt den Verdacht, dass die Parteikassen besonders leer sein müssen oder die Zuständigen besonders korrupt ?
js

CH821
30.05.2011 19:49
Das nenne ich mal Demokratieverständnis:

Bürgermeister und SPÖ-Vorsitzender Michael Häupl hatte am Samstag in einer ersten Reaktion gemeint: "Wir werden das weiter diskutieren müssen, acht Stimmen werden nicht über 60 Millionen Euro entscheiden können." (http://wien.orf.at/stories/518388/)

Haben nicht 302 von 596 Delegierten für das Verbot gestimmt? Also meinem Verständnis nach, ist das die Mehrheit, aber 60 Millionen Euro scheinen da wohl wichtiger zu sein.
Sollte mir das zu denken geben?

12345 k
30.05.2011 20:02

angeblich haben ca 80% für das verbot gestimmt
http://derstandard.at/130455324... hre-dauern

PERLENQWIEN
 
31.05.2011 02:30
Und das waren nur einmal die Delegierten.

Die sollten einmal die Basis befragen!
Häupl käme mit seiner Ansage nicht mehr weit.

("Wir werden das weiter diskutieren müssen, acht Stimmen werden nicht über 60 Millionen Euro entscheiden können." )

Lünz
30.05.2011 16:43
Gut geredet, tolle Argumente und eine ordentliche Portion ECHTER Sozialdemokratie.

Somit ist klar, dass der in der SPÖ nix wird.

Milchleber
30.05.2011 14:43
Ursachen

ob sich auch jemand damit auseinandersetzt woher Drogenkonsum, Glückspiel, Alkoholismus etc. kommen? Welche Ursachen dahinter stehen, und wie man diesen als Gesellschaft begegnen kann?

Dass Menschen aus Perspektivlosigkeit zur Ablenkung greifen, weil es keinerlei philosophischen Diskurs geschweigedenn Bildung gibt? Weil der Mensch von Kind an zum Konsumenten und Angestellten/Arbeiter erzogen wird, und nicht als selbständiges, frei denkendendes und wertvolles Individuum angesehen ist, was er sein könnte? Dass Menschen Kreaturen sind, was von creare = erschaffen kommt, und seine größte Fähigkeit nicht die Aufnahme/Konsum ist, sonder die Erschaffung neuer Ideen, Gegenstände, Kunstwerke, etc.?

alldays
30.05.2011 14:37
das Ganze steuert auf ein Monopol für Novomatic hin:

Novomatic Group of Companies ist ein global agierender Glücksspielkonzern mit Hauptsitz in Österreich. Der Konzern betreibt Spielbanken, elektronische Casinos und Sportwettlokale auf der ganzen Welt. Zusätzlich ist die Novomatic-Gruppe als Vermieter von Glücksspielgeräten und als Entwickler und Produzent von Spielausstattungen und -systemen tätig. Die Unternehmensgruppe beschäftigt nach eigenen Angaben im Jahr 2009 an die 15.700 Mitarbeiter weltweit, davon rund 2.700 in Österreich.[2] Zur Novomatic-Gruppe gehört mit der Admiral Sportwetten GmbH auch der mit über 190 Standorten filialstärkste Sportwetten-Anbieter Österreichs. Wikipedia

alldays
30.05.2011 16:36
Novomatic: politische Verquickungen querbeet

http://de.wikipedia.org/wiki/Novomatic:
Norbert Steger/Johannes Hahn/Karl Schlögl/Elisabeth Gehrer/Theo Waigl (BRD)/Alfred Gusenbauer/Roland Horngacher (als einziger verurteilt wegen Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit einer Razzia bei Novomatic)
mich wundert nicht mehr, warum diese firma unter besonderem schutz zu stehen scheint. Dass sich der ORF und die Gemeinde Wien Kulturveranstaltungen von novomatic sponsern läßt finde ich unappetlich.

Auto Bus
31.05.2011 02:06
noch unapetitlicher ist es, dass der rest der industrie und wirtschaft

NICHT in die kultur investiert,

und dank neoliberaler dogma von effizienz- und gewinmaximierung in basisinfrastruktur= verkehr-, kultur-, gesundheit- und sozialbereich dank schwarz-braun politik des ausverkaufs von staatsvermoegen, massiven steuerzuckerln fuer die wirtschaft inclusive abschaffung des arbeitnehmerschutzes und der meisten arbeitsplatzregulierungen des letzten jahrhunderts inclusive massiver steuerlicher benachteiligung der arbeitenden bevoelkerung und stuffenweise zerstoerung des sozialen netzes seit 2000, es dem staat beinahe verunmoeglichen, diese lebenswichtigen infrastrukturbereiche einer gesellschaft zu erhalten, wenn es kaum einnahmen gibt von den wirtschaflichen profiteuren der neoliberalen gesetzgebung.

aber von wegen
30.05.2011 16:44
slow motion
30.05.2011 19:41
Die Berichterstattung der Krone wird im Standard-Online

positiv zitiert und übernommen ....

Eine Art Sternstunde ...

John Sandwich
30.05.2011 15:41
Novomafia

ernst aschauer
30.05.2011 14:31

alkohol auch abschaffen,die folgekosten sind höher und die gewaltbereitschaft auch,,zifaretten auch abschaffen,und durch den Spielerschutz darf ichnicht mehr bei meinen Wirt spielen sondern muss ins staatliche kasino gehen,,wobei mich noch nie jemand geprüft hat wieviel das ich verliere oder in einen erlaubten winwin,,,

BK W. Shoyssel
30.05.2011 12:42
294

ist die Mehrzahl von denen eigentlich dumm, geschmiert oder in der falschen Partei?

Für ein paar gilt sicher die Unschuldsvermutung, dass sie halt glauben, dass man so verhindern kann, dass es illegales Glücksspiel gibt.

Top Quark
30.05.2011 12:12
Nochmals lieber Jan Sommer und Konsorten:

Liebe Grüße in die Lichtenfelsgasse! Lasst Euch eines gesagt sein: Wenn man sich selbst verkauft hat, ist danach NICHT alles wieder gut, nur weil ich auf jemanden anderen zeige!...

Jan Sommer
30.05.2011 12:21
..... und schon wieder voll daneben .....

Wie wärs mit Fakten statt Träumereien ?
Ist Ihnen das Wort "Google" schon einmal untergekommen ?
Magistrat Wien / Stadt Wien
Stadtgemeinde Wien
Bürgermeister und Landeshauptmann
Lichtenfelsgasse 2, Stiege 5, 1. Stock
1010 Wien
E-Mail buergermeister@magwien.gv.at
Telefon +43 1 4000 81111
Fax +43 1 4000 9981111

Kontakt: Häupl Michael, Dr.
Bürgermeister und Landeshauptmann +43 1 4000 81111

So was von daneben!
js

trollvottel
30.05.2011 12:38

Aha. Und wer hat einen Glücksspielmaf... ich meine Ex-CEO erst zum Bildungsminister gemacht und nach seinem Scheitern nach Brüssel geschickt?

Ja, es sitzen auch Rote im Aufsichtsrat der genannten Firma; aber gerade für einen ÖVPler gilt hier: Erst zeigt ihr die Leute aus Eurer Partei an, die N-Geldkoffer gekriegt haben, DANN dürfts über die Roten schimpfen.

Jan Sommer
30.05.2011 13:12
Wieso gescheitert ??? Bestens gelungen !!

Der sitzt doch jetzt planmässig auf dem riesigen EU Regionalverteilertopf und man muss nur nachschauen, wo Novomatic überall investiert und, möglicherweise unter dem Namen der Errichterfirma, möglicherweise bis zu 50% der Investitionen gefördert bekommt ?
js

Jan Sommer
30.05.2011 12:07
Wertlos, unverantwortlich - aber soooooo überzeugend populär !

Eine dazu passende OTS Meldung hat die richtige Beschreibung im Untertitel:

"Dümmer (offensichtlich schon normal in der Politik) geht immer!"
http://www.ots.at/presseaus... ecksspiels

Die OTS Meldungen der GRÜNEN findet man dort auch.
js

mightyjust
30.05.2011 15:25

Selten so einen Schwachsinn gelesen.

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